
Slipknot: Darum hatte Jim Root das Angebot, bei der Band einzusteigen, zunächst abgelehnt
Well...
Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Seit 1999 und damit seit den frühen Anfangsjahren ist Jim Root Teil von Slipknot. Mit Frontmann Corey Taylor spielte er bereits vorher bei Stone Sour und nebenbei auch noch Teil der Band Deadfront. Und dass er dann der aufstrebenden Maskenkombo beitreten sollte, hatte er eigentlich schon abgelehnt… Und das aus einem ganz einfach und irgendwie nicht GANZ so nachvollziehbaren Grund.
Instagram Post
Deshalb hat Jim Root das Angebot, bei Slipknot einzusteigen, abgelehnt
Wie er in einem neuen Interview mit Prism Supply wissen ließ, habe er seinen ehemaligen Bandkollegen bei Deadfront gesagt, dass er auf gar keinen Fall Teil von Slipknot werden wolle, sollte er jemals gefragt werden – und zwar allein deshalb, weil er dachte, das Angebot würde sowieso nie kommen und er wollte nicht als Verlierer dastehen (via Blabbermouth).
Demnach sei es ihm lieber gewesen, dass es so wirkte, dass er die Entscheidung er ganz alleine gefällt habe und nicht, dass er einfach nie gefragt wurde.
„Und ich habe den Jungs in meiner Band gesagt, dass ich es nicht machen würde, wenn sie mich jemals anrufen würden, würde ich nein sagen. Und ich glaube, ich habe das gesagt, weil ich nicht dachte, dass sie mich jemals anrufen würden. Aber ich wollte auch nicht das Gefühl haben, dass man mir irgendetwas in die Hand drückt; ich wollte das Gefühl haben, dass ich es selbst gemacht habe, dass ich die ganze Arbeit geleistet habe.“
Instagram Post
Als er dann tatsächlich von Percussionist Shawn „Clown“ Crahan, dem ehemaligen und mittlerweile verstorbenen Drummer Joey Jordison und Producer Ross Robinson gefragt wurde, lehnte er zunächst ab, sagte nach einem Gespräch mit einem Kumpel dann aber doch zu.
„Ich sagte: ‚Ja, weißt du, sie haben mich angerufen, um mich zu fragen, ob ich bei Slipknot mitmachen will‘, und mein Kumpel Zack war so witzig: ‚Was bist du, verdammt dumm? Warum solltest du ’nein‘ sagen? Alter, du hast dir den Arsch aufgerissen, seit du 16 warst, hast in Bands in Clubs gespielt und du hast mit diesen Jungs in Bands in Clubs gespielt. Es gibt nur wenige Gelegenheiten im Leben, bei denen man die Chance hat, einen großen Sprung nach vorne zu machen. So etwas passiert nicht alle Tage.‘ Also bin ich sofort vom Tisch aufgestanden, habe mir ein Münztelefon genommen und Clown angerufen. ‚Habt ihr schon einen Gitarristen gefunden?‘ Er sagte: ‚Nein.‘ Und es war ein Samstagabend. Ich beschloss, ‚Scheiß drauf‘, also kündigte ich buchstäblich meinen Job an diesem Montag […]“
Wir würden sagen, eine gute und die einzig richtige Entscheidung. Das ganze Interview mit Jim Root findet ihr nachfolgend.
Foto im Auftrag von MoreCore.de: Pia Böhl (piaboehl)


