
Max Cavalera: „KI kann echte Kollaboration nicht ersetzen“
Er bezieht klare Position zu künstlicher Intelligenz in der Musikproduktion.
Mike ist der weitere Head von MoreCore und der kreative Kopf im Team. Vor lauter Ideen weiß er nicht immer genau, welche er uns als erstes präsentieren soll. Ein Luxusproblem, welches unsere Seite am Ende so vielschichtig macht. Ihr trefft Mike vorrangig hinter den Turntables unserer deutschlandweiten MoreCore-Parties, denn er ist der Typ, der euch mit den heißesten und neuesten Hits versorgt. Bei Musikwünschen am besten immer eine Maracujaschorle dabei haben, denn die liebt er! Zudem ist Mike der Moderator unserer MoreCore TV Show, wo er euch mit den feinsten Interviews diverser Bands sowie News und Talks rund um das MoreCore-Universum versorgt. Kurzum: Mike ist unser Allrounder, den keiner missen mag!
Max Cavalera hat sich in einem Interview mit dem RRBG Podcast deutlich zur wachsenden Nutzung von KI in der Musikproduktion geäußert. Der Metal-Veteran, bekannt für seine jahrzehntelange Arbeit mit Sepultura, Soulfly und zahlreiche hochkarätige Kollaborationen, macht unmissverständlich klar: Künstliche Intelligenz wird niemals in der Lage sein, die kreative Chemie zwischen Musikern zu ersetzen.
„Das ist eines meiner Argumente gegen diesen ganzen KI-Scheiß“, erklärt Cavalera. „Man kann nicht einfach Leute wie mich und Dino [Anm. d. Red.: Cazares] oder mich und Chino [Anm. d. Red.: Moreno] oder mich und Tom Araya zusammenbringen und daraus einen coolen Song machen. KI kann das nie. Sie werden es nicht schaffen. Sie machen eine falsche Xerox-Kopie davon, aber es ist nicht dasselbe.“
Der Musiker, der in seiner Karriere mit Acts wie Fear Factory, Deftones und Slayer zusammengearbeitet hat, sieht in KI-Generatoren, die Melodien, Harmonien und Texte durch Machine-Learning-Algorithmen erstellen, keine Konkurrenz für organische musikalische Zusammenarbeit. „Es ist mir scheißegal, was die Leute sagen. Es ist nicht dasselbe, Mann, und es wird es nie sein“, stellt Cavalera unmissverständlich klar.
Koexistenz statt Ablehnung
Trotz seiner deutlichen Kritik lehnt der 55-Jährige KI-Technologie nicht komplett ab. „Meine Hoffnung ist, dass wir mit diesem Ding koexistieren können“, erklärt er. „Ich denke, ein Teil davon kann gut sein, wenn es richtig gemacht wird. Aber die Seele einer Person, das ist etwas Einzigartiges. Dein Herz, deine Leidenschaft – das ist eine menschliche Sache.“
Cavaleras Aussagen reihen sich ein in eine wachsende Debatte über KI in der Musikindustrie. Erst kürzlich hatte I Prevail-Sänger Eric Vanlerberghe in einem Podcast seine Bedenken über KI-Bands mit 700.000 monatlichen Hörern auf Spotify geäußert.
Mit Soulfly veröffentlichte Cavalera im Oktober 2024 das Album „Chama“ über Nuclear Blast Records. Das dreizehnte Studioalbum der Band wurde von seinem Sohn Zyon Cavalera co-produziert.
Bild: YouTube / „Max Cavalera & Igor Cavalera | CAVALERA | interview“


