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Brandon Saller (Atreyu) zur Trennung von Alex Varkatzas: „Kommt drüber hinweg“
Der Frontmann reagiert auf anhaltende Reunion-Forderungen und erklärt, warum Fans nach sechs Jahren loslassen sollten.
VON
Vanessa Wobb
AM 07/04/2026
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Atreyu kämpfen auch sechs Jahre nach dem Ausstieg von Alex Varkatzas noch immer mit einer gespaltenen Fanbase. Im „The Garza Podcast“ spricht Frontmann Brandon Saller offen über Kritik und Erwartungen.
Brandon Saller (Atreyu): „Wir sind seit sechs Jahren geschieden“
Im Gespräch mit Chris Garza wird schnell klar, wie sehr Saller das Thema inzwischen zu nerven scheint:
„Alex ist ja schon seit – verdammt nochmal – sechs Jahren nicht mehr in unserer Band. Das ist eine verdammt lange Zeit. Und trotzdem heißt es immer noch: ‚Holt Alex zurück!‘ Mann, das ist doch lächerlich! Das wäre so, als würde einer deiner Freunde sagen: ‚Mann, ich liebe deine Ex-Frau mehr.‘ Dabei denke ich nur: ‚Alter, wir sind seit sechs Jahren geschieden. Komm drüber hinweg.’“
Ein kleiner Teil der Fans werde diese Forderung wohl nie aufgeben, auch wenn sie für Saller längst nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Entsprechend hartnäckig würde sich in den Kommentarspalten besonders ein Vorwurf halten: Die Band sei mit Alex gestorben. Für Saller ist das schlicht Unsinn.
„Wir denken uns dann: ‚Wir sind gerade mit Iron Maiden auf Tour. Also ist es offensichtlich nicht so.‘ Es heißt immer, unsere Band sei mit Alex gestorben. Dabei hatten wir diese Woche den meistgespielten Song im Radio.“
Druck nach dem Line-up-Wechsel
So abgeklärt Saller heute wirkt, die Anfangsphase nach dem Split war offenbar alles andere als einfach für den 42-jährigen. Nach fast 30 Jahren Bandgeschichte, in denen er sich die Vocals mit Varkatzas teilte, stand er plötzlich allein im Fokus.
Gerade zu Beginn habe er versucht, möglichst unangreifbar zu sein:
„Ich wollte, dass die Leute keinen Grund haben, scheiße zu labern. Ich wollte mich und meine Stimme so präsentieren, dass die Leute denken: ‚Oh, da kann ich nichts sagen.‘ So etwas gibt es nicht. Vor allem im Internet sind die Leute einfach nur Arschlöcher. Aber ich dachte mir: ‚Ich muss da rausgehen und etwas machen, worüber die Leute nichts zu meckern haben.‘ Ob ihr mich oder ihn nun mögt oder was auch immer, ihr könntet zumindest respektieren, was ich mache.“
Heute gehe er deutlich entspannter damit um und kontert gelegentlich sogar mit Humor:
„Wenn mich jemand ‚Du fetter Typ‘ nennt, denke ich mir: ‚Das ist dein Zug? Das ist alles? Ich werde es deiner Mutter erzählen. Sie wird enttäuscht sein.‘“
Kein Kontakt zueinander
Auf die Frage, ob er und seine Atreyu-Bandkollegen überhaupt noch Kontakt zu Alex haben, antwortete Saller:
„Nein. Ich denke, so ist es besser. Ich habe mir schon ausgemalt, wie es wäre, wenn ich ihm bei einem Konzert über den Weg laufe oder ihn im Supermarkt sehe. Was wäre dann passiert? Ich würde mich wahnsinnig gern mal mit ihm unterhalten und über die Vergangenheit und alles, was passiert ist, reden.“
Wichtig ist ihm vor allem, keinen Groll mit sich herumzutragen:
„Ich meine damit nicht, dass wir Freunde sein müssen oder so, aber ja, natürlich will ich keine negativen Gedanken über irgendjemanden in meinem Leben haben. Das ist nicht gesund.“
Stattdessen zeigt er offen Support für das aktuelle Projekt seines ehemaligen Bandkollegen:
„Ich habe mich immer sehr positiv über alles geäußert, was er gemacht hat. Ich habe mir sogar ein Dead Icarus-Shirt in seinem Webshop gekauft und trage es. Es war einfach cool. Mach das, was du machen willst, und lebe dein Leben. Ich denke, es ist wichtig, dass jeder im Leben glücklich ist.“
Das gesamte Interview könnt ihr hier sehen:
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Hintergrund zum Split
Im Herbst 2020 trennten sich Atreyu offiziell von Varkatzas. Seitdem übernimmt Saller die Rolle des Frontmanns, während Bassist Marc McKnight die Shouts beisteuert.
Ein konkreter Grund für die Trennung wurde nie öffentlich kommuniziert. In Statements betonten beide Seiten jedoch gegenseitigen Respekt und Unterstützung für die jeweiligen zukünftigen Wege.
Spekulationen gingen damals dahin, dass sich die Band musikalisch weiterentwickeln wollte, während Alex Varkatzas offenbar eine deutlich härtere Richtung bevorzugte. In dem Zusammenhang soll er neuere Songs von Atreyu teils als „Fake Heavy“ bezeichnet haben.
Foto: Atreyu / Offizielles Pressebild
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