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Als sich Hardcore zu Beginn der 1980er Jahre formierte, war es eine durch und durch politische Musikszene. Die Inhalte waren ideologisch, es wurden politische Missstände offen kritisiert, Tierschutzgedanken im Veganismus umgesetzt und mit DIY-Ideen versucht, das kapitalistische Wirtschaftssystem zu umgehen. Wenn man sich heutzutage moderne Bands und deren Shows aus der Hardcoreszene und diversen Subgenres anguckt, spürt man bei vielen nicht mehr viel von all dem.
Oftmals geht es in ihren Texten um private Angelegenheiten, Beziehungen und Selbstverwirklichung. Daran ist nichts falsch oder schlecht, jedoch gibt es viele Fans – nicht nur der alten Tage des Hardcores – die das Politische der Szene vermissen. Wie gemacht für diese Fans erscheint die aktuelle Stick To Your Guns-Europatour, bei der Wolf Down, Counterparts und Stray From The Path im Vorprogramm spielen. Bis auf Counterparts sind diese Bands als sehr kritisch und politisch bekannt.
Möglicherweise ist auch das ein Grund, warum die Show im Hamburger Logo am 20. Februar schnell ausverkauft war. Als Reaktion auf den frühen Ausverkauf entschlossen und Co. am selben Tag noch eine weitere Show für diejenigen, die keine Karten bekommen hatten, zu spielen. Wer diese vier Bands schon einmal live gesehen hat, weiß, dass allesamt auf der Bühne keine Minute still stehen und sportliche Hochleistung in aufgeheizten Clubs hinlegen. Somit ist das Angebot einer Zusatzshow ein wahrer Fanservice, der von einer großen Anzahl an Besuchern in Anspruch genommen wurde.
