
Rock am Ring 2026 - Freitag
Mit Loathe / The Plot In You / Don Broco / Slay Squad / Limp Bizkit / Linkin Park
Konzertinfo
- Loathe / The Plot In You / Don Broco / Slay Squad / Limp Bizkit / Linkin Park
- Nürburgring

Mit Loathe / The Plot In You / Don Broco / Slay Squad / Limp Bizkit / Linkin Park
Text: Vanessa schreibt am liebsten über Geschichten, die mehr Hintergrund verdienen als nur eine Schlagzeile. Besonders zuhause fühlt sie sich zwischen Metalcore, Post-Hardcore und Alternative.
Text: Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.
Text: Jonas ist einer der Heads von MoreCore und kümmert sich hauptsächlich um die Pressearbeit, Zahlen, diverse Projekte sowie die Kommunikation mit Partnern, Labels und Bands. In seiner Freizeit vertritt er in Perfektion die kölsche Lebensart, die er nach über zehn Jahren in der Rheinmetropole nun auch im Münsterland auslebt. Dazu gehört auch, für jeden im Team ein offenes Ohr zu haben! Zudem ist er auf vielen Konzerten und Festivals anzutreffen, schwingt super gerne mal den Kochlöffel und schreibt nebenher Musik für Kinder. Beruflich arbeitet Jonas als Lehrer für Sonderpädagogik an zwei inklusiven Grundschulen in Bocholt.
Text: Mike ist der weitere Head von MoreCore und der kreative Kopf im Team. Vor lauter Ideen weiß er nicht immer genau, welche er uns als erstes präsentieren soll. Ein Luxusproblem, welches unsere Seite am Ende so vielschichtig macht. Ihr trefft Mike vorrangig hinter den Turntables unserer deutschlandweiten MoreCore-Parties, denn er ist der Typ, der euch mit den heißesten und neuesten Hits versorgt. Bei Musikwünschen am besten immer eine Maracujaschorle dabei haben, denn die liebt er! Zudem ist Mike der Moderator unserer MoreCore TV Show, wo er euch mit den feinsten Interviews diverser Bands sowie News und Talks rund um das MoreCore-Universum versorgt. Kurzum: Mike ist unser Allrounder, den keiner missen mag!
Fotos: Julia, genannt "Strückerli", gewann 2015 unser Meet And Greet mit Beartooth. Nur ca. ein halbes Jahr später wurde sie bereits fester Bestandteil des MoreCore Teams und fungiert seitdem als Fotografin mit eindrucksvollem Talent. Julia packt an wo Not am Mann ist und führt auch gern mal die Kamera bei Interviews oder verschiebt Pixel und Pfade, um uns mit diversen Grafiken zu versorgen. Sie hat immer ein Lachen und ist ein Garant für gute Laune und allerhand Dad Jokes. Wenn sie nicht gerade in irgendeinem Bühnengraben herumflitzt, hosten sie und ihr Freund Jan in ihrer gemeinsamen Wohnung Bands aus der ganzen Welt, die gerade auf Tour sind und einen Schlafplatz benötigen. Auch abseits der Musik arbeitet Julia selbstständig als Fotografin und Grafikerin und verbringt möglichst viel Zeit mit ihren Freunden.
Vom progressiven Alt-Metal von Loathe am frühen Morgen bis zu den Hardcore-Riffs von DRAIN.
Rock am Ring 2026 hat seinen ersten Tag hinter sich und der hatte einiges zu bieten. Hier ist unser Rückblick:
von Maik
Pünktlich zum Festival-Auftakt zeigte sich das Wetter von seiner gewohnt launischen Seite, doch die Wucht von Loathe schien die düsteren Wolken schnell wegzuschieben. Soundtechnisch war hier sicherlich noch Luft nach oben, doch das Quartett belohnte alle, die sich bereits zu früher Stunde vor der Mandora Stage versammelt hatten, mit ihrem progressiven Alt-Metal-Mix.
von Maik
Nach dem Party-Feuerwerk von Mehnersmoos einen guten Slot zu spielen, ist keine leichte Aufgabe. Die Grunge-Veteranen um Bush-Sänger Gavin Rossdale meisterten sie mit einer feinen Rock-Show, die den Fokus auf älteres Material legte. Dass Rossdale keine Berührungspunkte mit dem Publikum hat, bewies er während “Flowers on a Grave”, als er kurzerhand die Utopia Stage verließ und sich bis weit in den hinteren C-Bereich begab. Sicherlich einer der Highlight-Momente des Tages.
von Jonas
Die Mandora Stage präsentierte sich am frühen Nachmittag noch etwas luftig, dafür gab es Sonnenstrahlen und eine ordentliche Portion Heavy Metal. Mastodon lieferten einen soliden Auftritt ohne große Überraschungen, weder in der Produktion noch in der Setlist.
von Jonas
Was vorher noch gemächlich vonstatten ging, zog bei The Plot In You spürbar an. Deutlich mehr Leute strömten vor die Bühne und lauschten der Band aus Ohio mit Fronter Landon Tewers, der immer wieder intensive, fordernde Blicke mit dem Publikum austauschte. Die Selist? Eine gute Mischung aus älteren und neueren Songs, die die Band mittlerweile problemlos und mit ordentlich Energie runterspielt.
von Jonas
Haben wir auf diesen Auftritt gewartet? Absolut. Don Broco sind vielleicht immer noch ein Geheimtipp – gegen Architects auf der Hauptbühne anzutreten ist keine Kleinigkeit – doch vor der Orbit Stage fanden sich trotzdem genug Menschen ein, die wissen, was sie erwartet. Und enttäuscht wurde niemand. Im Gegenteil: Mehr Energie auf der Bühne geht kaum. Sänger Rob Damiani zeigte sich sichtlich überrascht, als er fragte, wer die Band zum ersten Mal sah und noch erfreuter, dass sich seine Truppe eine neue Fanbase erspielen konnte. Don Broco legten eine so energiegeladene Show hin, dass der Muskelkater noch heute spürbar ist.
von Mike
Squuuuaaaaaaddd! Slay Squad hatten die undankbare Aufgabe gleichzeitig mit Mehnersmoos und dann auch We Came As Romans zu spielen. Dementsprechend waren es leider viel zu wenig Besucher:innen, die sich ihren super kraftvollen Mix aus Metal- und Deathcore und Rap und Trap angeschaut haben. Das hat die sechs aber nicht davon abgehalten, gleichzeitig super gut gelaunt und doch richtig finsteren Nu Metal zu spielen. Super spannende Band, die jetzt hoffentlich in den nächsten Jahren mit Supports die nötige Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.
von Linn
Selbst beim kommerziellen Großformat Rock am Ring gibt es kleine Leuchtfeuer des Hardcore- und Punk-Spirits und diese Rolle übernahmen DRAIN am Freitag mit Bravour. Die Kalifornier um Sänger Sammy Ciaramitaro suchten ab Minute eins die Nähe zum Publikum und überzeugten mit sonnigem Gemüt und einer ganzen Wagenladung an Riffs.
von Linn
Kein Videomaterial, dafür Feuer, CO2-Shooter und Konfetti bei „Until The World Goes Cold": Trivium setzten auf klassische Metal-Liveproduktion und das funktioniert. Matt Heafy zeigte sich gesanglich in Bestform, die Band spielte tight, auch wenn der Sound im Ganzen eher drucklos bleibt.
Die Setlist ließ keine Wünsche offen: „Pull Harder On The Strings Of Your Martyr" als Opener, dazu Hits wie „The Sin And The Sentence", „Strife", „Catastrophist" und „In Waves" sowie Perlen wie „Silence In The Snow" und „Throes Of Perdition". Dass gleichzeitig Papa Roach auf der Hauptbühne spielten, merkte man der Crowd an – das Publikum war überschaubar. Trivium ließen sich davon jedoch nicht beirren und suchten konstant den Kontakt zum Publikum.
von Linn
Der Freitag endete mit dem Bild, das Rock am Ring gewissermaßen ausmacht: eine riesige Menschenmenge vor der Utopia Stage. Linkin Park bedienten die Nostalgie und taten es gut mit tiefen Griffen in den Klassiker-Katalog, Perlen wie „Lying From You" und „With You" und weniger Platz für neueres Material.
Emily Armstrong startete konzentriert und mit Abstand zum Publikum, fand aber im Laufe des Sets zunehmend ihren Rhythmus und damit die Nähe zur Crowd und den Kameras.
Schöner Moment für Kenner: „Where'd You Go" von Shinodas Fort Minor wurde kurz angespielt und direkt in „Waiting For The End" überführt. Ein Wermutstropfen aber blieb: Der Gitarrensound bei einigen Klassikern wirkte zu glatt, zu wenig Druck – bei „One Step Closer" hätte es ruhig mehr wehtun dürfen.
Von Mike
Dass Limp Bizkit ihre Tour überhaupt durchziehen, ist eigentlich schon heftig genug. Sam Rivers' Tod war erschreckend, und seitdem vertritt ihn Richie Buxton (Kid Not), seines Zeichens Bassist bei Ecca Vandal, was der Qualität in keiner Weise geschadet hat. Der Auftritt bestand aus vielen Hits plus ein paar für mich persönlich positiven Überraschungen wie "Gold Cobra" und "Boiler". Das Ganze immer wieder aufgelockert von Pausen, serviert von DJ Lethal. Diese Musik und diese Energie im gesetzten Alter ist schlicht schwer durchzuhalten. Daher: Solider Auftritt und ein zufriedenes Publikum mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Wir sprechen über unsere Highlights und Wünsche für’s nächste Jahr. Der erste Headliner wurde ja bereits bekannt gegeben.
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