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An einen gemütlichen Sonntagabend bei ungemütlichen Minustemperaturen machten sich Hamburgs Konzertgängerinnen und –gänger auf den Weg ins Grünspan, um den Tag mit PIERCE THE VEIL, LETLIVE. und CREEPER ausklingen zu lassen. Eingeleitet wurde durch soliden Punk Rock der Southhamptoner Band CREEPER. Die Gewinner des Kerrang! Award („Best British Newcomer“) machen melodischen und manchmal auch melancholischen Punk und heben sich vor allem durch ihre, dem Gothic entnommene, Selbstdarstellung von der grauen Masse anderer Bands des Genres ab. Ende des Jahres erscheint ihr Debütalbum – im Hamburger Grünspan schienen sie bereits jetzt schon gut bekannt. Nach einer guten halben Stunde verließ das Sextett die Bühne unter lautem Applaus.
Als nächstes spielten LETLIVE. Die Kalifornier um den Leadsänger Jason Butler sind bekannt für ihren experimentellen Post-Hardcore und zeichnen sich insbesondere durch Jasons Stimme aus, die von cleanen, fast bluesigem Gesang bis hin zu hohen Screams reicht. Musikalisch prägen LETLIVE. Stilbrüche, ausgefallene Songstrukturen sowie vielfältige Einflüsse verschiedener Genres. Pünktlich um Viertel vor neun machte die Band mit „Renegade 86“ von ihrem Album Fake History den Auftakt. Wer LETLIVE. an diesem Abend zum ersten Mal live gesehen hat, wird sich wahrscheinlich aufgrund der Agilität des Leadsängers Jason gleichermaßen irritiert wie beeindruckt gezeigt haben. Von der ersten Sekunde an rannte und sprang er von der einen Seite der Bühne zur nächsten, warf sein Mikro herum, übergoss sich mit Wasser und spuckte dieses nachher in die Menge. Beeindruckend, wie der Frontmann das ganze Set über damit beschäftigt war, möglichst ausgefallen seine Energie rauszulassen, seine Gesangsqualität dabei aber nicht auf der Strecke blieb.