
Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.
Ganz heimlich hat sich das Duo von TWENTY ONE PILOTS letztes Jahr in die Heavy Rotation der Radio-Stationen geschlichen! Die Konsequenz: nicht nur die Fans können Songs wie Stressed Out und Ride mitsingen, mittlerweile sind auch deren Eltern textsicher, wenn die Tracks im Auto laufen. Dass Tyler Joseph und Josh Dun dem Hype gerecht werden, bewiesen sie bei ihrer Show in Düsseldorf.
Ohne wenn und aber kann behauptet werden, dass TWENTY ONE PILOTS derzeit zu den gefragtesten Künstlern aus den USA gehören. Nach ihren Hitsingles, darunter zuletzt auch Heathens vom Suicide Squad Soundtrack gab es vor wenigen Tagen auch gleich zwei MTV Awards bei den EMAs in Rotterdam (Best Alternative, Best Live Act). Kein Wunder, dass sich die Fans trotz Schmuddelwetter schon vormittags vor der ausverkauften Mitsubishi Electric Hall versammeln, um dem Duo so nah wie möglich zu sein.
Dass das Publikum ausgezeichnet gelaunt ist, kommt Support BRY natürlich sehr zugute. Der junge Ire überzeugt nicht nur mit seinen Indie Songs, er kann auch als Entertainer glänzen, redet viel, findet aber die richtige Mischung, um nicht zu aufgesetzt zu wirken. Es hat sicherlich schon schlechtere Shows gegeben, um sich als Support auszuzeichnen, aber von BRY dürfte man sicherlich noch häufiger hören.
TWENTY ONE PILOTS ist eine Band, bei der man weiß, was man bekommt: Action pur! Es verwundert daher nicht, dass die Jungs international so gefeiert werden, da die Shows immer wieder ein Highlight sind. Da verzeiht man es ihnen auch, wenn vieles vorhersehbar ist. Schlagzeug in der Hallenmitte, Schlagzeug auf einem Podest auf den Händen des Publikums, das Intro mit , wo beide maskiert auf die Bühne gehen – das sind Elemente, die bei den Jungs konsequent durchgezogen werden und Fans nicht überraschen. Mit welcher Inbrunst Drummer Dun und Sänger und Multi-Instrumentalist Joseph ihre Show durchziehen, ist dagegen mehr als beachtlich. Ja, es kommt viel vom Band. Dennoch schaffen es die beiden ihre Performance nicht billig aussehen zu lassen – ganz im Gegenteil. Neben dem Schlagzeug und dem Klavier finden immer wieder auch eine Trompete, eine Ukulele oder ein Bass Platz im Set. Oben drauf setzt Tyler Joseph seine unfassbar gute Stimme. Von einer gerappten Strophe, in den gesungenen Refrain, in geshoutete Stellen und das alles ohne Probleme und ohne sich, zumindest sichtbar, durch einen Schluck Wasser (o. ä.) zu stärken. Dazu gibt es die eine oder andere Turn-Einlage, wie einen Backflip von Josh Dun, nachdem er zu seinem Kollegen auf das Klavier gesprungen war.

