Live
Hardcore Metalcore Rap
Live bei: The Butcher Sisters
The Butcher Sisters verzaubern das Kölner Palladium
VON
Dana Chojetzki
AM 01/03/2026
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Wenn am 27.02.26 die Frühlingsgefühle kicken und Dinosaurier neben Bananen in der Schlange vor dem Palladium stehen, kann das nur eines bedeuten: The Butcher Sisters sind in der Stadt. Das Wetter war für Februar-Verhältnisse angenehm warm, die Stimmung der Fans schon jetzt auf dem Höhepunkt.
Mittelalta
Den Abend eröffneten Mittelalta pünktlich um 19 Uhr, die mit einer ordentlichen Portion Humor und einer wehenden Fahne das „Dorffest“ direkt nach Köln holten. Wer dachte, Mittelalter-Vibes und Rap-Rock passen nicht zusammen, wurde spätestens beim ersten Circlepit des Abends eines Besseren belehrt. Besonders skurril: Ein Moshpit, der aus vielen Fans im Bananenkostüm bestand, während die Band „Der Chef ist tot“ (inklusive abgetrennten Puppenkopf) zelebrierte. Mit „Ficket euch“ lieferten sie den ersten lautstarken Mitsing-Moment, bevor das gesamte Publikum beim rituellen „Trauben stampfen“ die Statik des Palladiums testete. Ein Auftritt, der nach Zugabe schrie!
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Callejon
Pünktlich um 19:45 Uhr übernahmen Callejon und schraubten die Intensität direkt nach oben. Mit „Metropolis“ startete die Moshpit-Maschine, die den restlichen Auftritt nicht mehr stillstehen sollte. Sänger Bastian Sobtzick zeigte sich gewohnt charismatisch und forderte das Publikum immer wieder zum Applaus auf, um sich etwas hydrieren zu können, während das „Palmen aus Plastik“-Cover von Bonez MC und RAF Camora die Crowd zum Kochen brachte. Besonders stark: Das „Schrei nach Liebe“-Cover von Die Ärzte, verbunden mit einem klaren Statement gegen Rechts – in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Nach 45 Minuten, einem Lichtermeer bei „Kind im Nebel“ und zahlreichen Crowdsurfern war der Boden für die Hauptspeise geebnet.
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The Butcher Sisters
Als der Vorhang schließlich zu den Klängen von „Bierosaufus Ex“ fiel, verwandelte sich das Palladium endgültig in ein Tollhaus. Die Fans mussten The Butcher Sisters standesgemäß per „Hex Hex“-Chor auf die Bühne beschwören – und diese lieferten ab der ersten Sekunde: Ein Regen aus Konfetti und CO2-Kanonen begleiteten den ersten massiven Moshpit des Main-Acts. Bei „UGA UGA BAM BAM“ wurde es dann urzeitlich, als Stroppo mit einer riesigen aufblasbaren Keule bewaffnet die Menge „disziplinierte“. Dass die Show unter dem Motto der Magie stand, wurde spätestens bei „Herr Dokter“ klar: Während Alex auf der Leinwand einen Arzt anrief, rastete die Crowd völlig aus, nur um kurz darauf zu bestaunen, wie der Sänger kurzerhand ein kühles Blondes aus seinem Zauberzylinder heraufbeschwor.
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Trotz der Ansage, dass Alex eigentlich mit einem fiesen Magen-Darm-Infekt zu kämpfen hatte, gab die Band keine zwei Prozent weniger Gas. Bei „Bierdurst“ hämmerte sich Stroppo in gewohnter Manier die Dose gegen den Schädel, während bei „Reiner“ eine gigantische aufblasbare Babyfigur die Bühne einnahm und in die Menge geworfen wurde. Kurz darauf gebar Alex dann auch noch eine Banane, die direkt an das Publikum verschenkt wurde. Die Interaktion mit der Crowd erreichte ihren Höhepunkt, als Stroppo und ein Fan sich ein Boots-Wettrennen über die Menge hinweg zur B-Stage lieferten – Stroppo verlor zwar, performte dann aber auf der B-Stage den neuen Song „Klettergerüst“. Mit einer City-Roller-Fahrt ging es mitten durch den Mob zurück auf die Hauptbühne.
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Special Effects ohne ende!
Auch die Special Effects kamen nicht zu kurz: Passend zum Song „Bauchtasche“ wurde Stroppo in einer Kiste fachgerecht zersägt. Kurz darauf lies Alex seine Bauchtasche wie von Geisterhand schweben. Musikalisch wurde es bei „Detlef D Soost“ besonders laut, als Callejon-Sänger Basti für ein Feature auf die Bühne zurückkehrte. Einen Moment der Ruhe gab es beim „Genie In A Bottle“-Cover von Christina Aguilera, das Alex zunächst alleine bestritt, während sich das halbe Palladium zum kollektiven Rudern auf den Boden setzte.
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Den theatralischen Schlusspunkt setzte „Mein Stern“, bei dem Stroppo sich auf Händen tragen ließ. Im letzten Kampf bei „Drachentöter“ trat Alex als Ritter gegen Stroppo im Drachenkostüm an. Ein episches Finale in einem Meer aus Luftschlangen und einem riesigen Ball gab es bei dem Song „Baggersee„. Dass Stroppo sich nach dieser kräftezehrenden Show noch ewig Zeit für Autogramme und Umarmungen nahm, unterstreicht nur, warum die Band so eine loyale Fanbase hat.
Foto im Auftrag von MoreCore.de: Thomas Eger
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