
Sum 41 + Neck Deep
Auf Abschiedstour.
Sum 41 sind auf großer Abschiedstour. Da dürfen natürlich auch einige Stopps in Deutschland nicht fehlen. Und für die letzte Rutsche haben sie sich ziemlich große Hallen ausgesucht. Die Westfallenhalle in Dortmund voll kriegen? Das ist schon eine ziemliche Ansage. Schließlich hat die Band in den letzten Jahren eher in kleineren Venues gespielt. Doch die Aussicht, die Band um Frontman Deryck Whibley ein letztes Mal zu sehen, scheint die Fans doch mobilisiert zu haben. Der Innenraum ist ausverkauft und auch die Sitzplätze sind zumindest ordentlich gefüllt. Und das bei Ticketpreisen von etwa 80 Euro.
Neck Deep heizen ein
Vor dem großen Sum 41-Finale geht es aber erst einmal für den Support-Act auf die Bühne. Und da haben sich Sum 41 mit Neck Deep ein echtes Schwergewicht der Pop-Punk-Szene geangelt. Die Jungs aus Wales geben etwa 45 Minuten richtig Vollgas. Besonders zu Beginn haben sie es aber doch ziemlich schwer, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Man könnte meinen, die beiden Bands hätten in Sachen Fans eine große Schnittmenge. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, denn außer in den vorderen Reihen beschränkt sich das Publikum auf Zuhören und höflichen Applaus. In Sachen Sound ist der Auftritt absolut in Ordnung. Die Setlist setzt einen Schwerpunkt auf das neueste Album „Neck Deep“. Kurz vor Ende gibt es von Sänger Ben Barlow noch einmal ein ziemlich gelungenes Statement zum Zustand der Welt, für das er auch den verdienten Applaus bekommt. Mit ihrem Klassiker beschließen schließlich das Set und können zumindest für sich beanspruchen, die Halle während ihrer Show gefüllt zu haben. Und den ein oder anderen -Fan werden sie sicher auch hinzugewonnen haben.
