Spiritbox stehen kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Tsunami Sea“ und statt auf den Release zu warten und eine XXL Release-Tour zu spielen, hat sich die Kombo um Sängerin Courtney LaPlante dazu entschieden, einfach vorher durch Europa zu reisen und eine kleine, aber feine Warm up-Rutsche zu spielen. Auch gut – oder vielleicht sogar noch besser?
Im Rahmen ihrer „Begehung“ machten sie auch in Frankfurt halt und quartierten sich im Zoom ein. Treue MoreCore Party-Besucher kennen den Club natürlich und wissen, dass das Fassungsvermögen der Venue eigentlich ein bisschen unter der Liga von Spiritbox spielt. Kein Wunder also, dass das Konzert restlos ausverkauft war, als Courtney und Konsorten gemeinsam mit ihren Special Guests Stray From The Path und Periphery am Donnerstagabend in „Mainhattan“ aufschlugen. Übrigens spielte zeitgleich mit Paleface Swiss in der Batschkapp nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt ziemlich große Konkurrenz. Auch diese Show war so gut wie sold out – scheinbar hatte also ganz Frankfurt an diesem Abend Bock auf Abmeddln. Gut so!
Stray From The Path
Als es pünktlich um 19:30 Uhr mit Stray From The Path losging, platzte der Main Floor des Zoom schon aus allen Nähten. Genießer kämpften um einen der begehrten Plätze auf der Empore, Feierwütige platzierten sich direkt in der Mitte der Crowd, um sich möglichst schon beim Opener auszutoben, neutral gestimmte Besucher fragten sich, ob man an den Wänden der Venue wohl auch bouldern kann. Die New Yorker Band selbst gehörte eher so zur Fraktion „Feierwütig“ – und dafür steht sie auch mit ihrem Namen. Drew Dijorio und seine Bandkollegen definieren „Live-Energie“ noch mal ganz anders, allerdings wirklich ausschließlich im positiven Sinne!
Sieben Songs gab das Quartett zum Besten, darunter auch den neusten Banger „Kubrick Stare“ und Klassiker wie „Fortune Teller“ oder „Guillotine“. Frontmann Drew Dijorio, der auch den Spitznamen Drew York trägt (I see what you did there!), erinnerte ein bisschen an einen jungen Slim Shady, warf aber weniger mit Beleidigungen, als eher mit Motivationsrufen um sich, wobei diese schon fast obsolet waren. In Sachen Opener hätte man sich wahrlich keinen besseren Act aussuchen können, nach dem halbstündigen Set war die Luft im Zoom schon zum Schneiden heiß. Wir freuen uns auf Rock am Ring und Rock im Park!