Live

Metalcore

Live bei: Motionless in White in Düsseldorf (20.02.2026)

Ein düsteres Spektakel der Extraklasse.

VON AM 24/02/2026

Das Wetter in Düsseldorf zeigte sich am 20.02.2026 passend zu Motionless In White’s „The Afraid Of The Dark Tour“: Kalt, düster und wolkenverhangen präsentierte sich der Nachmittag vor der Mitsubishi Electric Halle. Doch das hielt die Fans nicht auf. Schon lange vor dem Einlass um 18:00 Uhr bildeten sich beachtliche Schlangen, die der Kälte mit Vorfreude trotzten. Pünktlich öffneten sich die Tore für einen Abend, der als visuelles und auditives Gesamtkunstwerk in Erinnerung bleiben sollte

​Make Them Suffer

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Oedekoven (@jen.oe.jpg)

​Den Startschuss gaben pünktlich um 19:00 Uhr Make Them Suffer. Die Halle war zu diesem Zeitpunkt bereits beachtlich gefüllt und die Australier verschwendeten keine Sekunde. Mit „Ghost Of Me“ setzten sie einen bärenstarken Opener, der die Menge sofort in Ekstase versetzte. Dass der Sound von Anfang an druckvoll und klar abgemischt war, half der motivierten Band sichtlich dabei, das Energielevel oben zu halten. ​Besonders bei „Mana God“ und „Oscillator“ wurde deutlich, warum die Band aktuell so gehyped wird: Das Publikum sprang geschlossen mit, während die ersten Crowdsurfer des Abends über die Köpfe hinweg Richtung Graben segelten. Die Band verabschiedete sich unter donnerndem Applaus und hinterließ ein perfekt aufgeheiztes Publikum.

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​Dayseeker

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​Um 19:45 Uhr gingen die Lichter erneut aus für Dayseeker. Frontmann Rory Rodriguez betrat zunächst allein die Bühne und stimmte die ersten Töne von „Pale Moonlight“ an, bevor die restliche Band mit voller Wucht einstieg. Trotz der stimmlichen Strapazen der bisherigen Tour, war davon während der Performance absolut nichts zu spüren – seine Stimme klang gewohnt kraftvoll und sicher.
​Besonders bei „Bloodlust“ und „Sleeptalk“ knackte die Band die anfängliche Zurückhaltung des Publikums: Hier formten sich die ersten Moshpits des Sets und die härteren Klänge schienen den Nerv der Fans in der Halle besonders gut zu treffen. Das Set endete hochemotional mit „Neon Grave“, einem Song, den Rory seinem verstorbenen Vater widmete. Während er ein letztes Mal den Steg betrat und die Lichtshow wie ein Gewitter aus Blitzlichtern auf die Menge niederging, war die Gänsehaut in der Halle förmlich greifbar.

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​Motionless In White

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​Nach einem amüsanten Intro mit dem bekannten „OIIA OIIA“-Katzen-Meme war es Zeit für den Hauptact. Motionless In White starteten mit „Meltdown“ und machten sofort klar, dass dies mehr als nur ein Konzert war – es war eine Horror-Show. Tänzerinnen mit Leuchtfackeln und meterhohe Flammensäulen verwandelten die Bühne in ein Inferno. Bei „Sign Of Life“ wurde es industriell: Die Tänzerinnen hielten sich laufende Handkreissägen an Metallplatten vor dem Bauch, um einen spektakulären Funkenflug zu erzeugen.

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​Die Setlist bot eine perfekte Mischung aus Aggression und Atmosphäre. Ob die Verbrennung einer Bibel bei „Thoughts & Prayers“ oder die Regenbogenfarben und LGBTQIA+ – Flagge auf der Leinwand während der Hymne „Voices“ – jeder Song war visuell perfekt inszeniert. Auch der neue Track und Namensgeber der Tour „Afraid Of The Dark“ wurde von den Fans begeistert aufgenommen. Für die Fans der emotionaleren Töne boten „Nothing Ever After“ und der Fan-Favorit „City Lights“ absolute Höhepunkte. Während bei Letzterem ein Meer aus Taschenlampen die Halle flutete und Funkenfontänen für eine andächtige Stimmung sorgten, ging Chris Motionless bei „Nothing Ever After“ auf die Knie, um die tiefgreifenden Lyrics zu unterstreichen.

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​Dass es zwischendurch trotzdem gewaltig scheppern darf, bewiesen Songs wie „Slaughterhouse“ oder der Überraschungsgast in der Setlist, „Soft“, der für massive Circlepits sorgte. Mit dem obligatorischen Lichtermeer und fallendem Kunstschnee bei „Another Life“ steuerte der Abend auf sein Ende zu. Zum Abschluss bei „Eternally Yours“ gab es nicht nur Rosen für die Fans, sondern auch das Versprechen, dass im nächsten Jahr ein neues Album erscheinen wird. Nach knapp 90 Minuten verabschiedet sich die Band von der Bühne und hinterlässt ein erschöpftes, aber glückliches Publikum.

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