Live

Indie Punkrock Rock

Live bei: Kraftklub in Düsseldorf (14.03.2026)

Kraftklub zerlegen Düsseldorf's PSD Bank Dome.

VON AM 16/03/2026

Wenn Kraftklub zum Tanz laden, bleibt kein Stein auf dem anderen – das bewiesen die Chemnitzer am 14. März 2026 eindrucksvoll in der restlos ausverkauften Düsseldorfer PSD Bank Arena. Wer dachte, die Jungs aus Karl-Marx-Stadt würden nach all den Jahren im Autopiloten fahren, irrte gewaltig. Die „Sterben in Karl-Marx-Stadt“-Tour präsentierte eine Band auf ihrem absoluten Zenit: reifer im Sound, aber mit derselben unbändigen Punk-Attitüde, die sie einst in die Clubs brachte.

Lovehead

​Pünktlich um 20:00 Uhr übernahm Felix Brummer persönlich das Mikrofon, um den Support des Abends gebührend anzukündigen: Lovehead. Das Trio aus Österreich ließ ab dem ersten Akkord keinen Zweifel daran, dass sie gekommen waren, um die Halle ordentlich vorzuheizen. Mit Songs wie „Rote Ampeln“ und „Lieder für mich“ brachten sie das Düsseldorfer Publikum sofort auf Betriebstemperatur. Besonders das Finale blieb im Kopf: Kraftklub stürmten in Erdnuss-Kostümen und mit Konfettikanonen die Bühne, um Lovehead ein allerletztes Mal bei „Erdnussallergie“ zu unterstützen – der Startschuss für den ersten massiven Moshpit des Abends.

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​Kraftklub

​Kurz vor 21 Uhr brachen dann alle Dämme. Unter gigantischen LED-Buchstaben, die als Tour-Namen „Sterben In Karl-Marx-Stadt“ von der Decke hingen, starteten Kraftklub in ihr Set. Schon beim Opener verwandelten riesige Ventilatoren die Arena in einen massiven Konfetti-Wirbelsturm. Bei „Teil dieser Band“ und dem Klassiker „Ich will nicht nach Berlin“ gab es im Innenraum kein Halten mehr – die Moshpits öffneten sich im Sekundentakt.
​Nach einem charmanten Intermezzo mit den Schwestern von Blond und dem Verlesen eines Fanbriefs folgte der absolute Publikums-Favorit: „Kippenautomat“. Der Chor der Fans war so gewaltig, dass er selbst nach dem letzten Akkord minutenlang weiterhallte. Felix quittierte die Stimmung bei „Unsterblich sein (*)“ mit einem Feuerlöscher-Einsatz, während die Bühnenkonstruktion beeindruckend nach oben fuhr.

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​Dass Kraftklub die Nähe zu ihren Fans ernst nehmen, bewies Felix Brummer mit einer spontanen Aktion: Er verließ die Bühne für ein kurzes „Praktikum“ im Foyer, ließ eine Käsebrezel am Imbissstand mitgehen und verteilte diese während eines „Qualitätschecks“ im Publikum. Zurück auf der Bühne ging der Wahnsinn weiter: Lovehead kehrten für ein Cover von Icona Pops „I Love It“ zurück und feierten gemeinsam mit der Band im Moshpit. Bei „Wie ich“ und „Chemie Chemie Ya“ brannte die Hütte endgültig, bevor bei „Blaues Licht“ die Hälfte der vorderen Halle auf dem Boden saß, um im Kollektiv zu rudern.

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​Nach einem humorvollen Video-Einspieler von Deichkind wechselte die Band auf eine mobile B-Stage inmitten der Menge. Während „Kein Liebeslied“ den Dome in ein Lichtermeer tauchte, sorgte „Schief in jedem Chor“ für den emotionalen Höhepunkt. Die Fans sangen den Refrain einfach alleine weiter, bis die Band wieder auf der Mainstage stand.
​Wieder zurück auf der Hauptbühne wurde es spannend: Das obligatorische Glücksrad kam zum Einsatz, um einen der nächsten Songs („Irgendeine Nummer“) zu bestimmen – ein Moment purer Spielfreude, bevor die Band wieder ernst wurde. Vor „Schüsse in die Luft“ nutzte Felix die Bühne für eine unmissverständliche Ansage gegen Rechts. Die Arena antwortete mit lautstarken „Nazis raus“-Rufen, bevor „Randale“ den Innenraum endgültig in einen gewaltigen Circlepit verwandelte.

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​Für die Zugabe wurden die letzten Reserven mobilisiert. Felix und Till performten „500k“ direkt auf dem Tribünengeländer, während bei „Wenn ich tot bin, fang ich wieder an“ eine gewaltige Discokugel den PSD Bank Dome in ein glitzerndes Sternenmeer verwandelte. Den endgültigen Schlusspunkt setzten die Klassiker „Ein Song reicht“ und „Songs für Liam“ in einem Meer aus Luftschlangen und donnerndem Applaus.
Kraftklub haben Düsseldorf nicht nur besucht, sie haben es zerlegt. Wer diese Tour verpasst, verpasst eine der besten Live-Shows des Jahres.

Tourdaten

KraftklubSterben in Karl-Marx-Stadt Tour 2026

  • 03.03.2026 – Schwerin (DE) @ S & K Halle
  • 04.03.2026 – Münster (DE) @ Halle Münsterland
  • 06.03.2026 – München (DE) @ Olympiahalle
  • 07.03.2026 – Graz (CH) @ Stadthalle
  • 08.03.2026 – Wien (AT) @ Wiener Stadthalle
  • 11.03.2026 – Berlin (DE) @ Max-Schmeling-Halle
  • 13.03.2026 – Luxemburg (LU) @ Rockhal
  • 14.03.2026 – Düsseldorf (DE) @ PSD Bank Dome
  • 15.03.2026 – Erfurt (DE) @ Messe
  • 17.03.2026 – Stuttgart (DE) @ Schleyer-Halle
  • 19.03.2026 – Nürnberg (DE) @ PSD Bank Nürnberg Arena
  • 20.03.2026 – Freiburg (DE) @ Sick-Arena
  • 21.03.2026 – Zürich (CH) @ Hallenstadion
  • 23.03.2026 – Braunschweig (DE) @ Volkswagen Halle
  • 24.03.2026 – Kiel (DE) @ Wunderino Arena
  • 26.03.2026 – Frankfurt (DE) @ Festhalle
  • 27.03.2026 – Frankfurt (DE) @ Festhalle
  • 28.03.2026 – Bremen (DE) @ ÖVB-Arena
  • 27.06.2026 – Dresden (DE) @ Rudolf-Harbig-Stadion
  • 03.07.2026 – Mönchengladbach (DE) @ Sparkassenpark
  • 04.07.2026 – Bielefeld (DE) @ Ravensberger Park
  • 21.08.2026 – Berlin (DE) @ Parkbühne Wuhlheide
  • 22.08.2026 – Berlin (DE) @ Parkbühne Wuhlheide
  • 29.08.2026 – Hamburg (DE) @ Trabrennbahn Bahrenfeld
Kraftklub Sterben in Karl-Marx-Stadt Tour 2026 Plakat

Foto: Philipp Gladsome / Offizielles Pressebild

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