Live
Metalcore Post-Hardcore
Live bei: Fit For A King in Köln (12.03.2026)
Fit For A King besuchen uns mit ihrer ,,Lonely God"-Tour.
VON
Dana Chojetzki
AM 15/03/2026
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Am 12. März 2026 bebte im Kölner E-Werk der Boden, als Fit For A King den Startschuss für ihre lang ersehnte „Lonely God“ Europa-Tour gaben. Nach Jahren der Vorfreude war die Luft in der Halle fast zum Greifen gespannt, doch das Publikum wurde nicht nur mit der massiven Live-Präsenz der Texaner belohnt. Als besonderes Highlight markierte dieser Abend die triumphale Rückkehr von Memphis May Fire, die nach einer sechsjährigen Durststrecke endlich wieder europäischen Boden betraten und bewiesen, dass sie nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren haben.
Gemeinsam mit den atmosphärisch-düsteren Klängen von Acres und der brachialen Gewalt der Metalcore-Schwergewichte 156/Silence entstand ein Package, das keine Wünsche offenließ. Es war ein Abend, der die gesamte Bandbreite des modernen Metalcore abdeckte: Von melancholischem Post-Hardcore über emotionale Tiefe bis hin zu den gnadenlosen Breakdowns, für die Fit For A King so gefürchtet wie geliebt werden.
156/silence
Pünktlich um 18:00 Uhr eröffneten 156silence den Abend und machten sofort klar, dass heute niemand stillstehen würde. Besonders bei „Product Placement“ sprang der Funke direkt über. Die Crowd hatte sichtlich Lust auf Action. Während Songs wie „Better Written Villain“ die Intensität hochhielten, verwandelte sich das E-Werk spätestens bei „Character Development“ in einen Hexenkessel. Es gab die erste Wall of Death des Abends zu bestaunen, begleitet von unzähligen Two-Steppern und den ersten mutigen Crowdsurfern, die über die Köpfe der Menge segelten.
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Acres
Um 18:50 Uhr übernahmen Acres die Bühne. Die Band schaffte es gekonnt, Atmosphäre mit roher Energie zu paaren. Nachdem bereits bei den Songs vor „My Everything“ ein ordentlicher Moshpit für Wirbel gesorgt hatte, erreichte die Stimmung bei diesem Track ihren vorläufigen Höhepunkt – die Security im Graben hatte alle Hände voll zu tun, die Crowdsurfer sicher in Empfang zu nehmen. Mit dem abschließenden „Lost“ setzten die Briten einen emotionalen wie kraftvollen Schlusspunkt, der die Halle endgültig auf Betriebstemperatur brachte.
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Memphis May Fire
Als Memphis May Fire um 19:40 Uhr mit dem Klassiker „The Sinner“ loslegten, gab es im Publikum kein Halten mehr. Moshpits und Crowdsurfer gehörten ab jetzt zum Standardprogramm bei jedem einzelnen Song. Bei „Misery“ bewiesen die Kölner Fans zudem Humor: Mitten im Pit wurde kurzerhand eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck gespielt. Musikalisch ging es mit „Shapeshifter“ und „Somebody“ weiter, wobei letzterer Song das Publikum dazu animierte, sich gemeinschaftlich auf den Boden zu setzen und zu rudern – ein grandioses Bild. Die Textsicherheit der Fans zeigte sich besonders bei „Overdose“, bevor die Band mit „Chaotic“ unter lautstarkem Jubel und mitsingenden Chören die Bühne verließ.
Fit For A King
Um 20:55 Uhr war es schließlich Zeit für den Headliner aus Texas. Fit For A King starteten wuchtig mit „Begin The Sacrifice“ und „The Temple“. Spätestens bei „Extinction“ wurde deutlich, wie sehr Köln auf diesen Abriss gewartet hatte: Ein gigantischer Moshpit riss fast die halbe Halle mit. Bassist Ryan O’Leary sorgte nicht nur musikalisch für Akzente, sondern wirbelte bei „No Tomorrow“ zum ersten Mal (und definitiv nicht zum letzten Mal) seinen Bass akrobatisch um den Hals.
Nach Krachern wie „Shelter“ und „Monolith“, der einen massiven Circlepit provozierte, zeigte sich die Band bei „Backbreaker“ von ihrer Fannähe. Während der Bassist Herzen in die Menge formte und den Fans zuwinkte, folgte mit „Between Us“ der emotionale Gänsehaut-Moment des Abends. In einem Meer aus Handylichtern bewies O’Leary sein gesangliches Talent und übernahm den Song fast komplett im Alleingang, bevor Frontmann Ryan Kirby später stimmgewaltig mit einstieg.
Zum Endspurt mit „Engraved“ und „Breaking The Mirror“ brachen alle Dämme. Unzählige Crowdsurfer bahnten sich ihren Weg nach vorne. Mit dem neuen Material von „Technium“ und „Lonely God“ hielt die Band das Energielevel gewohnt hoch, bis das obligatorische „When Everything Means Nothing“ und schließlich „Witness The End“ einen schweißtreibenden Abend voller Circlepits und lauter Chöre beendeten.
Foto im Auftrag von MoreCore.de: Julia Strücker (Julia_Rocknrolla)
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