

Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.
Wenn der Sonntag-Abend sich wie ein Freitag anfühlt.
Wir kennen es doch alle. Die Arbeitswoche war hart, anstrengend und die Sehnsucht nach dem langersehnten Wochenende steigt. Wie schließt man ein solches Wochenende denn am besten ab? Wie wäre es mit ein paar knüppelligen, brachialen Sounds in einer Location, in der es gerne einmal von der Decke tropft?
Am Sonntag, 22.05.2022 war es dann soweit und King 810 spielten im Hamburger Logo. Unterstützt wurde die Band tatkräftig von Cabal und den US-Amerikanern von Born A New. Ein Lineup, das sich durchaus sehen lassen konnte.
Born A New machten den Anfang in einer Location, die zwar alles andere als ausverkauft war, jedoch umso motivierter. Und so kam es, dass die vierköpfige Band aus New Jersey ihren treibenden Beat von Beginn an in die Gesichter der Fans blies.
Stilistisch pendelte das Quartett zwischen tiefgehendem Hardcore, der zum Headbangen verleitete, und energiegeladenen Songs, die mit Hip Hop-Samples gespickt, dem Two-Step ein Revival verlieh. Die Energie, die dabei auf das Publikum überschwappte, wurde nicht nur durch den abgestimmten Sound hervorgerufen. Es war die Bewegung auf der Bühne, das Gefühl eine intime Hardcore-Show zu besuchen und die Brutalität, die nicht nur musikalisch, sondern auch optisch ausgestrahlt wurde. So wurden die Becken des Schlagzeugs nahezu L-förmig geschlagen, mehr konnte man für einen Auftakt nicht verlangen!
Die Dänen von Cabal waren das letzte Mal im Rahmen der Never Say Die! Tour in der Hafenstadt zu Gast. Seitdem hat die Band nicht nur eine zweiteilige Tour-Dokumentation veröffentlicht, sondern darüber hinaus mit „Magno Interitus“ auch neue Musik veröffentlicht.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Im Logo boten die Jungs eine Mischung aus alten und neuen Songs, die das Publikum in gewohnter Intensität direkt ins Mark trafen. Dabei schaffte es die Band, bei all der Härte und Kälte, die vom Cabal-Sound ausgeht, den Humor in den Ansagen nicht zu verlieren. So konnten sogar kleine technische Herausforderungen mit einem Lächeln überspielt werden.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Ein besonderes Highlight war darüber hinaus die Tatsache, dass das gesangsstarke Publikum an diesem Abend sogar ordentlich ablieferte, sobald das Mikrofon in die Menge gehalten wurde. Die Band zeigte, dass sie wusste, wie man mit der Crowd umgeht und sie bestmöglich auf den Main-Act des Abends vorbereitet.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Es war soweit und Fans von King 810 warteten gespannt. Man musste sich zu Beginn an das Bühnenbild gewöhnen, da lediglich zwei mit Rosen besetzte Mikrofonständer und das Schlagzeug zu sehen war. Die Band kam komplett ohne sichtbare Verstärker aus, wodurch die Bühne riesig wirkte.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Dem gedimmten Licht folgte ein gesprochenes Intro, welches definitiv zu lang ging und die Geduld der Anwesenden auf eine kleine Probe stellte. Nach Minuten, die wie Stunden wirkten, trat die maskierte Band auf die Bühne und zog das Publikum ihren Bann. Frontmann Dave Gunn sorgte dabei für theatralische, große Bewegungen, die zwar einnehmend wirkten, aus irgendeinem Grund allerdings distanziert schienen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Es handelte sich an diesem Abend um eine Performance, die einstudiert wirkte. Es bestand keine Interaktion mit dem Publikum, was durchaus eine Art der Darbietung sein kann, allerdings im Kontrast zu den Support-Acts des Abends stand.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Den treuen Fans schien dieser Auftritt definitiv zu gefallen. So schafften es King 810 den Funken endgültig zum lodernden Feuer werden zu lassen und die Spannung in der Menge entlud sich in Bewegungen. An diesem Abend ging definitiv jede:r Besucher:in zufrieden nach Hause. So lässt man ein Wochenende ausklingen!






