
Hot Mulligan versetzen die Kantine in Ekstase.
Wenn eine Band es schafft, tief sitzenden Schmerz, existenzielle Wut und bissigen Humor in ein so mitreißendes Klanggewand zu hüllen, dass kein Fuß mehr stillsteht, dann kann es sich nur um Hot Mulligan aus Michigan handeln. Am 4. März 2026 verwandelte sich die Kölner Kantine in einen Hexenkessel der Gefühle. Im Rahmen ihrer Europatournee zum aktuellen Meilenstein „The Sound A Body Makes When It’s Still“ luden Hot Mulligan zum Tanz – und das Publikum folgte dem Ruf in die restlos ausverkaufte Location, passend begleitet von den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen des Jahres.
Catapults
Schon beim Einlass um 19 Uhr war die Erwartungshaltung greifbar. Den Auftakt machten Catapults aus Oldenburg, die mit einer geballten Ladung Energie bewiesen, warum sie zur Speerspitze des deutschen Alternative-Punk gehören. Während der Song „Aftermath“ mit seinen treibenden Rhythmen die ersten Singalongs provozierte, sorgte „Digging Deeper/Going Nowhere“ für eine dynamische Mischung aus Melodie und Druck. Das Set-Finale „Thanks, I Hate It“ verwandelte die Menge endgültig in eine tanzende Einheit und hinterließ ein Publikum, das bereit für mehr war.
Delta Sleep
Pünktlich um 20:15 Uhr übernahm die britische Formation Delta Sleep das Zepter. Auf der mit lila Leuchtkugeln dekorierten Bühne entfaltete sich eine atmosphärische Indie-Rock-Landschaft. Mit dem Opener „Slow Burn“ erschuf die Band sofort eine dichte, fast schon hypnotische Stimmung. Besonders bei „“ brillierte die Band durch technische Finesse und das komplexe Zusammenspiel der Instrumente, während “ mit seinen mitreißenden Melodiebögen punktete. Mit dem emotionalen Abschluss „“ schufen sie einen Moment der kollektiven Gänsehaut, der die Anwesenden perfekt auf das folgende Spektakel einstimmte.
