Adventskalender: Gewinne Tickets für Johnnie Guilbert und VOWWS!
   • • •   Adventskalender: Gewinne Tickets für Johnnie Guilbert und VOWWS!    • • •   Adventskalender: Gewinne Tickets für Johnnie Guilbert und VOWWS!    • • •   Adventskalender: Gewinne Tickets für Johnnie Guilbert und VOWWS!    • • •  

Live

Electronica Metalcore

LIVE BEI: ELECTRIC CALLBOY IN STUTTGART (20.11.2025)

Viele Outfitwechsel und riesige Party-Pits

VON AM 24/11/2025

Schon vor der Hanns-Martin-Schleyerhalle schlängeln sich lange Reihen aus Fans von Electric Callboy in neonfarbenen Outfits und Vokuhila-Perücken. Zwischen Kutten und Merch-Shirts entsteht ein Bild, das Passanten wohl irritiert zurücklässt.

Für Electric Callboy Fans ist das jedoch völlig normal. Die Band ist auf der „TANZNEID“-World Tour und macht Halt in Stuttgart. Mit ihren Freunden WARGASM und Bury Tomorrow im Gepäck, bringen sie den Kessel an diesem Abend zum Beben.

Foto im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

WARGASM

Die Londoner Rock-Band Wargasm (UK) übernimmt den Auftakt und heizt die noch halb gefüllte Halle ein. Während viele Fans erst nach und nach ankommen, scheint es der Frontfrau Milkie Way nicht genug abzugehen: “We didn’t came from London for you motherf**ers to stand still!” und macht einen Circle Pit auf. Wobei viele Fans sich ihre Energie für den Hauptact des Abends sparen zu scheinen.

Mit Songs wie “Spit” und “Feral” bringt die vierköpfige Band erste Köpfe zum Nicken. Spätestens mit dem letzten Song “Do It So Good”, bei dem Frontsänger Sam Matlock crowdsurft und gleichzeitig screamt, kommt die Stimmung endgültig in Fahrt.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

BURY TOMORROW

Als Bury Tomorrow die Bühne mit “Choke” stürmen, ist die Halle mit 12.000 Menschen bis zum Rand gefüllt. Komplett in Schwarz gekleidet heizt die britische Metalcore-Band die Menge ein. Frontmann Daniel Winter-Bates sorgt gleich zu Beginn mit einer spontanten La-Ola-Welle für grinsende Gesichter, bevor er Deutschland als “Heimat des Metalls” feiert und für “Cannibal” Moshpits einfordert, die sich tatsächlich bis in den dritten Wellenbrecher ausweiten.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

Doch Bury Tomorrow können auch anders: Bei “What If I Burn” wird die Schleyerhalle von einem Meer aus Handylichtern erleuchtet. Winter-Bates widmet den Songs allen, die sich verloren fühlen, und erinnert sie daran, dass sie nicht allein sind.

Der emotionale Moment kippt direkt zurück in volle Action: Für “Black Flame” fordert die Band 400 Crowdsurfer, und die Security kommt mächtig ins Schwitzen. Bury Tomorrow liefern eine starke Show und bereiten das Publikum perfekt auf den Hauptact des Abends vor.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

ELECTRIC CALLBOY

Mit ihrer aktuellen Single “TANZNEID” treten Electric Callboy mit riesigen Kapuzen und einer Menge Pyro ins Scheinwerferlicht. Die Fans eskalieren sofort und grölen jede Zeile mit. Mit dem Cover von “Still Waiting” lassen die Jungs aus Castrop-Rauxel nicht nur die Herzen von Sum 41-Fans höher schlagen, sondern auch das von Frank Zummo – dem ehemaligen Sum 41– Schlagzeuger, der seit diesem Jahr bei Electric Callboy hinter den Drums sitzt. Für “Hypa Hypa” wirft sich die Band schließlich in neonfarbene Anzüge und schwingt ihre Perücken, während die Halle endgültig zum Rave mutiert.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

Shouter Kevin Ratajczak nutzt eine kurze Verschnaufpause, um das Tempo zu bremsen: “Partystimmung ist immer wunderbar. Aber auf jeder Party muss man auch mal eine Pause machen und schauen: Mit wem tanze ich da überhaupt? Wenn ihr euch richtig lieb habt, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, euch das zu zeigen.” Und die ersten Töne des ruhigeren Songs “Neon” setzen ein.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

Zwischen den Songs quatschen Kevin und Frontsänger Nico Sallach immer wieder, reißen Sprüche und bezeichnen die Menge als einen “verrückten Haufen”. Und wenn sie gerade nicht singen oder reden, steht meist schon der nächste Outfitwechsel an. Von komplett schwarzer Kleidung zu Astronautenanzügen bis hin zu Discokugel-Helmen ist wirklich alles dabei.

Doch nicht nur die Kostüme stechen heraus, sondern auch die Visuals auf der Bühne sind immer zu den Songs abgestimmt. So etwa ein brennender Friedhof, der bei “Hate/Love” die gesamte Stage in flackerndes Licht taucht.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

Vom Kellerclub zur Stadion-Tour

Seit 15 Jahren stehen Electric Callboy nun auf der Bühne. Kevin Ratajczak erinnert sich noch an ihren ersten Auftritt im alten Keller Klub in Stuttgart: “Wir haben einiges durch. Ein paar Treppen runter in den Kellerklub und jetzt hier. Das ist krank! Wir haben für die Tour ganz schön zurückgedacht. Back to the roots! Wer kennt die alte Scheiße noch?” Als die Band anschließend ein Mash-up ihrer alten Songs ausgepackt, das in “Crystals” mündet, bricht in der Halle lauter Jubel aus.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

Den epischen Moment von Frank Zummos Drum-Solo nutzt die Band, um von der Bühne direkt in die Menge zu gehen. Wie an einem gemütlichen Lagerfeuer erklingt eine Akustik-Version von “Fuckboi” und bei “Everytime We Touch” liegen sich alle in den Armen, bis der Song in eine treibende Technoversion und später in eine harte Metal-Variante übergeht. Die Halle eskaliert völlig. Nach tausenden Zugabe-Rufen endet das Finale mit “We Got The Moves” und unzähligen Konfetti-Schlangen, die durch die Luft wirbeln. Die Neon-Outfits hängen schwer vom Schweiß, die Perücken sind durchnässt, während die Party noch lange in den Köpfen nachklingt.

Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Lisa Bressmer (lisa_brss)

More

Feature

Zero 9:36

Es gibt Künstler, die sich langsam entwickeln, und es gibt Zero 9:36. Jemand, der Wandel nicht nur akzeptiert, sondern aktiv …