
Aviana + InVisions
Außerdem: Rising Insane

Außerdem: Rising Insane
Text: Kevin als das MoreCore-Nordlicht zu bezeichnen, würde wahrlich zu kurz greifen. Zwar ist der leidenschaftliche St.Pauli-Fan in Hamburg zuhause, hat aber unverkennbar sowohl rheinländische als auch italienische Wurzeln. Genau so vielfältig wie sein Stammbaum sind auch seine Aufgaben bei MoreCore. Teil des Headquarters, Feel Good Manager und Redakteur auf allen Ebenen. Wie man daneben noch Zeit für Langstreckenläufe und den Viersaiter in einer Pop Punk-Band findet, weiß wohl nur Kevin selbst. Aber egal, was er macht: Er macht es gut und mit ganz viel Herzblut.
Fotos: Jenna, 33, aus Hamburg, kämpft seit Jahren erfolglos gegen volle Festplatten, volle Speicherkarten & den Irrglauben, dass sie Mal ein Wochenende frei hat. Für MoreCore ist sie hauptsächlich als Fotografin im Norden unterwegs, lässt sich für ihre Lieblingsbands aber auch problemlos quer durch Deutschland schicken. Mit einem Abschluss in Kommunikationsdesign arbeitet sie als Freelancerin im Bereich Graphicdesign & Fotojournalismus für Veranstalter, Magazine, Verlage usw. Musikalische Schubladen sind nicht so ihr Ding. Ob Rock, Metal, K-Pop oder der Soundtrack eines Films, den sie vor drei Wochen gesehen hat, wenn ein Song sie catcht, ist ein Platz auf ihrer Playlist so gut wie sicher. Neben MoreCore betreibt sie noch zwei eigene Musikmagazine. Umso schöner ist es für sie bei MoreCore einfach ihrer größten Leidenschaft nachzugehen: Konzerte fotografieren, Festivalmomente festhalten und das Geschehen vor, auf und hinter der Bühne einzufangen. Abseits von Konzerten trifft man Jenna auch auf den German Comic Cons, als Social Media Managerin, PA der Stargäste oder Hausfotografin. Im Gepäck hat sie aber immer: eine Kamera, ein Handy mit 99% Speicherplatzbelegung und ganz viele Anekdoten & Insider aus dem Backstagebereich oder Hollywood. 📸🤘🏻
Hier wurde gebrettert!
Kleine Clubs, laute, dröhnende Musik – was gäbe es Schöneres als Kontrastprogramm zur anstehenden Festivalsaison?! All das gab es am vergangenen Dienstag im Hamburger Indra, im Herzen von Sankt Pauli. Geladen hatte niemand anderes als die Herren von Aviana, die in 2022 bereits mit mehreren neuen Singles auffahren konnten.
Unterstützt wurden die Schweden darüber hinaus von den Briten InVisions, der deutschen Band Rising Insane und den Locals von Substation. Schon zu Beginn der Show platzte die Venue aus nahezu allen Nähten. Die Menge war heiß, es konnte also los gehen.
Das Trio von Substation legte gleich zu Beginn der Show ordentlich vor. Mit einem treibenden, aggressiven Sound, der sofort eine Marschrichtung für den Abend vorgab, schaffte es die Band das anfangs etwas verhaltene Publikum kontinuierlich aufzutauen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Dies gelang besonders durch die Bewegung, die auf der Bühne herrschte. Zwar merkte man der Band an der ein oder anderen Stelle sowohl den Drummer-Wechsel als auch die lange konzertlose Zeit an, die Energie und die Freude sprühten an diesem Abend jedoch nur so von der Bühne.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Die erste tourende Band des Abends, Rising Insane, ließ es sich nicht nehmen mit zwei grellen LED-Säulen ihr eigenes Bühnenbild zu gestalten. Dies stach definitiv hervor, wirkte in dem verhältnismäßig kleinen Club allerdings teilweise überfrachtet. Wo Substation angefangen hatten, setzten Rising Insane nahtlos an.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Die fünfköpfige Band schmetterte ihre Songs mit aller Kraft und Brutalität nach vorne. Besonders die kehligen Shouts und treibenden Beats sorgten anfangs für einvernehmliches Headbangen. Im Verlauf der Show mutierte dies zu einem ersten Moshpit, welches sich über den Verlauf des Abends halten sollte.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Es schien an diesem Abend allerdings so, als wäre der Technik-Gott nicht ganz auf der Seite der Bands, so hatten alle Acts Probleme mit dem Sound auf der Bühne. Die Vocalisten kämpften förmlich mit ihren Stimmen dagegen an. Das sorgte im Falle von Rising Insane dafür, dass das The Weeknd-Cover „Blinding Lights“ nicht ganz den gewünschten Effekt erzielte.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Was der Sound an der ein oder anderen Stelle erschwerte, machte die Show der Jungs hingegen wieder gut. Hier spürte man, dass die Gestik und das Geschehen auf der Stage für die große Bühne gemacht war.
Foto im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Das Publikum war angeheizt, lechzte nach mehr und bekam es in Form von InVisions. Die Band aus Nord-England lieferten einen bouncigen Sound ab, der sich gewaschen hatte. Gespittete Texte mit bösen Screams in jeder Tonlage erwartete das Publikum, die ummalt wurden von Bassdrops aus den Tiefen des Musikrepertoires.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Auffallend war, dass die Soundsituation auf der Bühne der Band scheinbar nichts auszumachen schien. Nach außen hin hoben InVisions den Sound darüber hinaus auf ein neues Level an diesem Abend. Um dem Ganzen dann die Krone aufzusetzen, merkte man den Jungs von Beginn an, dass sie Spaß auf der Bühne hatten, dass sie genossen, was ihnen das Publikum bot und dass sie sich innerlich wahrscheinlich schon auf die nächste Show in Deutschland freuten. Die Gruppe wird nämlich den Support für niemand Geringeren, als Spiritbox geben. Es wird also noch Möglichkeiten geben, ein Ohr auf die Band zu werfen.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Es war ein langer und intensiver Abend. Mit dem Headliner Aviana explodierte das Indra förmlich. Die zum Teil maskierte Band lieferte einen scheppernden Sound, angetrieben durch Blastbeats und einer Gesangsleistung, die überzeugen konnte.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Von Publikumsseite wurde nach den vorherigen Bands keine Anlaufzeit mehr benötigt und so war die Crowd gleich zu Beginn in Bewegung und feierte das musikalische Spektakel. Doch auch hier machte sich sowohl die Sound- als auch die Lichttechnik bemerkbar.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Jennifer Ehlers ( Jennas Photoworld )
Diese wurde von Aviana-Sänger Joel mahnend geändert, der sichtlich genervt war von der Situation. Leider war es auch so, dass der Sound zum Publikum hin schlichtweg zu laut war, sodass man an der ein oder anderen Stelle ein leicht schmerzverzerrtes Gesicht in der Menge sah. Der drohende Gehörverlust schmälerte die Stimmung hingegen in keiner Weise, sodass Fans der Band an diesem Abend definitiv mit einem Lächeln nach Hause gingen. Und mit einem Piepen auf dem Ohr…




