
Måneskin und Iggy Pop: Warum manche Ideen zum Himmel stinken
Der Start unserer Corelumne.
Jonas ist einer der Heads von MoreCore und kümmert sich hauptsächlich um die Pressearbeit, Zahlen, diverse Projekte sowie die Kommunikation mit Partnern, Labels und Bands. In seiner Freizeit vertritt er in Perfektion die kölsche Lebensart, die er nach zehn Jahren in der Rheinmetropole bestens adaptiert hat. Dazu gehört auch, für jeden im Team ein offenes Ohr zu haben! Zudem ist er auf vielen Konzerten und Festivals anzutreffen, schwingt super gerne mal den Kochlöffel und schreibt nebenher Musik für Kinder. Beruflich arbeitet Jonas als Lehrer für Sonderpädagogik an einer inklusiven Grundschule in Leverkusen.
Måneskin haben sich beim Eurovision Song Contest (ESC) in die Herzen von Millionen Fans gespielt und die Vermutung nahe gelegt, dass Rock nun endlich „back“ ist.
Ihre letzte Single „I Wanna Be Your Slave“ und ihr „Beggin“-Cover sind hunderte Millionen Male auf diversen Streaming-Plattformen geklickt, ranken in den Charts ganz weit oben und es scheint, als dürfen wir uns wirklich auf eine rosige Zukunft der Rockmusik freuen.
Hier geht es zur ursprünglichen News: Måneskin krallen sich Iggy Pop für eine Neuauflage von „I Wanna Be Your Slave“
Nun hat man versucht, das Ganze auf die nächste Stufe zu heben und sich für eine Neuauflage von „I Wanna Be Your Slave“ entschieden, bei der niemand anderes als Iggy Pop am Start ist. Die Band ist darüber natürlich stolz wie Oskar, schließlich performt man mit DEM Vorbild überhaupt.
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Doch was muss man hier hören? Eine super abgedroschene Performance von Iggy, der dem Song all seine Moderne und Power nimmt und zumindest in die gesangliche Belanglosigkeit treibt. Mal davon abgesehen, dass die Stimmen von Fronter Damiano David und die von Iggy auch irgendwie überhaupt nicht miteinander harmonieren wollen.
Und die Lyrics? Die sprühen in der Originalversion nur so vor beißendem Sexappeal und kreativer Liebe.
Jetzt hört man „good old Iggy“ ganz abgekocht und nach Schema F die Zeilen runterrasseln und all die Magie, die der Song zuvor ausgestrahlt hat, ist dahin. Die akustische Form von „Zewa, wisch und weg“, wenn ihr so wollt.
Måneskin hätten Iggy Pop nicht gebraucht
Aber gut, wer will mal nicht mit dem „Godfather Of Punk“ einen Song aufnehmen? Eben.
Am Ende des Tages bleibt die Frage, wer von dieser Kooperation mehr profitiert hat. Die Antwort scheint mehr als klar! Beim nächsten Mal aber dann doch bitte lieber einen ganz neuen Song kreieren, bevor man sein eigenes Original unnötig verunglimpft. Das hat selbiges nämlich nun wirklich nicht verdient.
Fotos: Måneskin (Paolo Santambrogio), Iggy Pop (Sebastian Mayer)
Grafik von Julia Strücker (Im Auftrag von MoreCore.de)


