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Fake Names-Gitarrist Brian Baker: „Wir kommen auf jeden Fall nach Europa!“
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Interview

Fake Names-Gitarrist Brian Baker: „Wir kommen auf jeden Fall nach Europa!“

Der Kopf der Hardcore Punk-Supergroup im Talk zum neuen Album.

Mauritz Hagemann/8. Mär. 2023· Aktualisiert 2. April/4 Min.Foto: Glen E. Friedman / Offizielles Pressebild
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Mauritz Hagemann


Brian Baker blickt ohne Zweifel schon jetzt auf eine bewegte Karriere im Punkrock-Kosmos zurück. Schließlich ist der 58-jährige nicht nur seit inzwischen fast 30 Jahren Leadgitarrist für Bad Religion. Er war Anfang der 1980er Jahre auch Teil der legendären Minor Threat. Und weil Bad Religion als „full time job“ offensichtlich nicht ausreicht, ist Brian Baker, den viele als einen der besten Gitarristen im Punkrock bezeichnen, immer auf der Suche nach neuen Projekten. Im letzten Jahr veröffentlichte er mit der Supergroup Beach Rats deren erstes Album „Rat Beat“. Und mit der schon länger existierenden zweiten Supergroup, in der er aktiv ist – Fake Names – stand jetzt mit „Expendables“ sogar schon Album Nr. 2 an. Grund genug, uns einmal mit ihm zu unterhalten.

Fake Names: Eine echte Supergroup

Fake Names – das sind neben Brian Baker auch Gitarrist Michael Hampton (S.O.A), Bassist Johnny Temple (Girls Against Boys) und Sänger Dennis Lyxzén (Refused) Für „Expendables“ konnte mit Fugazi-Drummer Brendan Canty eine weitere Szenegröße für das Projekt hinzugewonnen werden. Aber wie kam es überhaupt zur Gründung dieser ungewöhnlichen Band? Brian Baker berichtet, dass ihn mit Michael Hampton schon eine lange Freundschaft verbindet. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit und sind sich in den Folgejahren immer wieder über den Weg gelaufen.

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Der Beginn von Fake Names sei dann eher ein Zufallsprojekt gewesen. Baker und Hampton trafen sich für eine lockere Jamsession – und wie es bei solch kreativen Köpfen schon einmal leicht der Fall sein kann, standen plötzlich die ersten Songs. Und von diesem Punkt an rollte der Fake Names-Zug. Während Johnny Temple und Brendan Canty noch logische Neuzugänge gewesen sein dürften, überrascht die Besetzung der wichtigen Position des Sängers mit Dennis Lyxzén schon ein wenig. Schließlich ist allein der logistische Aufwand für den Schweden nicht unerheblich. Doch für Brian Baker und Michael Hampton sei Lyxzén mit seiner vielseitigen und charakteristischen Stimme direkt die erste Wahl gewesen. Und bei einer Begegnung im Rahmen eines Festivals in den USA habe der Refused-Sänger die Offerte direkt angenommen.

Eine überaus kreative Mischung

Musikalisch macht die Band vor allem die kreative Mischung aus verschiedenen Stilarten der Rockmusik gepaart mit dem einzigartigen Gesang aus. Das Geheimnis hinter dieser Vielseitigkeit? Jeder trägt seinen Teil dazu bei: Brian Baker orientiert sich eher am europäischen Punkrock, Michael Hampton am amerikanischen und mit der Stimme von Dennis Lyxzén ergibt das Ganze eine äußerst interessante Mischung.

Für Brian Baker ist Fake Names im Übrigen auch eine gute Möglichkeit, die vielen eigenen Ideen zu verwirklichen. Bei Bad Religion kann er das zwar auch, muss sich aber schon angesichts deren Geschichte und aufgrund des sehr eindeutigen Erwartungshorizonts in ein engeres Korsett einfügen und hin und wieder den Main-Songwritern Greg Graffin und Brett Gurewitz den Vortritt lassen.

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Aber ist es nicht schwierig, bei der großen Distanz als Band zu funktionieren? Für Fake Names ist das kein Problem. So betont Brian Baker, dass die Band für alle Bandmitglieder ein Nebenprojekt sei. Die Band sei zwar äußerst motiviert, aber alle Termine müssten beispielsweise in seinem Plan mit denen von Bad Religion abgestimmt werden. Genau so sei es bei Dennis Lyxzén.

Wenn es seine Zeit aber zulasse, käme er aber gerne in die USA. Und auch wenn die ersten Ideen für Fake Names bei einer klassischen Jamsession entstanden seien, habe man inzwischen die digitalen Möglichkeiten fürs Songwriting und Recording für sich entdeckt. Alle Beteiligten verfügen über ein Homestudio und so werden seit einiger Zeit fleißig Songideen innerhalb der USA und ganze Songs zwischen den USA und Schweden hin- und hergeschickt.

Europa ist fest eingeplant

Soll Fakes Names also ein reines Studioprojekt bleiben? Keineswegs, denn schon im April stehen in den USA eine Reihe von Shows an. Und auch was Europa-Shows angeht, ist es für Brian Baker nur eine Fragen des Wann und nicht des Ob. Sobald alle anderen Verpflichtungen es zulassen, will die Band auch in Europa spielen. Für Brian Baker haben Fake Names in dieser Hinsicht einen großen Vorteil gegenüber Bad Religion.

Während der Tourplan für Bad Religion oft schon zwei Jahre im Voraus feststehe und ein viel höherer Planungsaufwand notwendig sei, könnten Fake Names-Shows auch sehr spontan geplant werden. Und so macht er allen Fans zumindest die leise Hoffnung, dass wir Fake Names noch in diesem Jahr live in Europa sehen und hören können. Das sind doch ausgezeichnete Aussichten!

Foto: Glen E. Friedman / Offizielles Pressebild

#Brian Baker#Fake Names

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