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Ist es wieder soweit? Ist tatsächlich schon das Ende des laufenden Jahres angebrochen und eine “Album des Jahres”-Liste vom MoreCore–Team steht ins Haus? Aber hallo! In den folgenden, drölfmillionen Zeilen erfahrt ihr, welche Alben es beim Großteil unserer Rasselbande entweder ganz oder immerhin fast an die Spitze der privaten Charts geschafft haben. Mehr. Geht. Nicht. Wie bereits angedeutet, handelt es sich hier um die ganz persönlichen Meinungen unserer Redakteur; dieser Artikel kann also Spuren subjektivem Empfindens enthalten. Here we fucking go!
Sebastian S.
Dayseeker – Sleeptalk
Das Jahr 2019 hatte viele unfassbar gute Veröffentlichungen zu bieten. Einen Favoriten zu küren wird der qualitativen Masse eigentlich nicht gerecht. Da wir aber keine Zeit haben: In diesem Jahr landen Dayseeker mit “Sleeptalk” auf meinem höchstpersönlichen Podest. Rorys Stimme bleibt weiterhin eine der herausragendsten im modernen Post-HC. Songs wie der Titeltrack oder “Crooked” Soul sind mit Zeilen wie “If I have a heart, why am I so cold?” quasi moderner Emo und auch das Feature mit der recht unbekannten Seneca Pettee wertet die hoch-emotionale, tiefgängige, abwechslungsreiche und clever produzierte Platte zusätzlich auf. Bitte bald auch live in Deutschland!
Platz 2: SeeYouSpaceCowboy – The Correlation Between Entrance and Exit Wounds
Platz 3: Sleep Token – Sundowning
Platz 4: Parting Ways – Meant Well
Platz 5: Capstan – Restless Heart, Keep Running
Sebastian B.
Knocked Loose – A Different Shade of Blue
Knocked Loose begeistern auf „A Different Shade of Blue“ erneut durch omnipräsente Bass-Lines, abwechslungsreiches Drumming und tiefe Backing-Growls, die im wunderbaren Kontrast zu den hohen Screams von Frontmann Bryan Garris stehen. Zudem besitzt „A Different Shade of Blue“ einen noch härteren, energischeren und ausgefeilteren Charakter als der Vorgänger „Laugh Tracks“ und die EP „Pop Culture“. In Zusammenarbeit mit Producer-Legende Will Putney haben die US-Musiker einen hervorragenden und mehr als würdigen Nachfolger zu ihrem Debütalbum abgeliefert, der in diesem Jahr auch live perfekt gezündet hat und auf dem keine einzige Minute wie ein Lückenfüller wirkt.
Platz 2: Norma Jean – All Hail
Platz 3: The Devil Wears Prada – The Act
Platz 4: We Never Learned To Live – The Sleepwalk Transmissions
Platz 5: Numenorean – Adore
Julia L.
I Prevail – Trauma
Achtung – Fangirl-Moment incoming! I Prevail haben in diesem Jahr ihr zweites Studioalbum “Trauma” veröffentlicht. Für mich schon vorab die Platte, auf die ich mich am meisten freute, weil… naja… Fangirl eben. Nachdem ich von dem Debüt “Lifelines” von 2016 schon begeistert war, konnte “Trauma” meinem Enthusiasmus noch die Kirsche aufs Sahnehäubchen setzen. Klar, I Prevail sind gehyped und werden hier und da sicherich eine Spur zu viel vermarktet. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Bandmitglieder allesamt musikalisch echt was draufhaben und die Songs der neuen Platte ins Ohr gehen. I Prevail liefern auf Trauma eine moderne Mischung aus diversen Core-Genres. Für mich gibt es kaum einen Track auf der LP, zu dem ich nicht stundenlang etwas erzählen könnte.
Platz 2: Sleeping With Sirens – How It Feels To Be Lost
Platz 3: Blood Youth – Starve
Platz 4: Of Mice & Men – Earthandsky
Platz 5: Mark Morton – Anesthetic
Maik
Hippie Trim – Cult
Traumstart! Mit “Cult” schmeißen Hippie Trim ein astreines Debüt in die Runde und dürfen sich dafür mal selber stolz auf die Schultern klopfen. „Cult” klingt frisch und modern, aber stets authentisch und eigenständig, was den Jungs helfen könnte auch international Fuß zu fassen. Denn der Mix aus Hardcore und Pop-Punk kann sich zweifelsfrei mit Bands wie Title Fight, The Story So Far oder Angel Du$t messen. Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise für die Jungs gehen wird, doch mit “Cult” haben sie bislang alles richtig gemacht und für mich eine der besten Platten des Jahres gezaubert!
Platz 2: blink-182 – Nine
Platz 3: Michael Kiwanuka – Kiwanuka
Platz 4: Cage The Elephant – Social Cues
Platz 5: Clowns – Nature/Nurture
Julian
Periphery IV: Hail Stan
Was kann man da noch sagen? Für mich war das musikalische Jahr 2019 im April schon quasi gelaufen; Periphery haben mich mit ihrem neuen Album dermaßen weggepustet, dass ich quasi sabbernd die Review geschrieben und dieses Meisterwerk immer wieder rauf und runter gehört habe. Auch dieses Jahr habe ich mich aber dennoch sehr schwer damit getan, eine Abstufung oder gar alle guten Alben, die ich gehört habe, in die Liste zu packen. Sondertipp dabei ist deshalb dabei der “fellow Kiwi” Jordan Rakei, der mit seinem Mix aus Ambient/Pop, Jazz und TripHop mich immer sehr entspannen lässt. Hört mal rein!
Platz 2: Jordan Rakei – Origin
Platz 3: Shadow of Intent – Melancholy
Platz 4: Humanity’s Last Breath – Abyssal
Platz 5: As I Lay Dying – Shaped by Fire
Karoline
Tides From Nebula – From Voodo To Zen
Zugegeben, die meiste Zeit hören ich die selben alten Alben rauf und runter. Meine Playlist besteht hauptsächlich aus Hörbüchern und Lieblingshits. Irgendwie braucht es bei mir meistens Jahre bis ich Alben von ‚Nicht-Lieblingsbands‘ eine Chance gebe. Hingegen dazu funktioniert das ‚Live-Erlebnis-Band-Prinzip’ wunderbar. Mein Fund des Jahres und somit auch die Platte des Jahres, kommt von Tides From Nebula aus Polen. Eher zufällig habe ich diese beim diesjährige Euroblast Festival gesehen. Ganz ohne Gesang aber mit emotionsgeladenen Gitarrenriffs, viel Atmosphäre und großartigen Einsatz von Synthie-Elementen hat mich diese Band absolut vom Hocker gerissen. Atemberaubend gerade für jene unter uns, die viel unterwegs sind, viel aus dem Fenster in die Natur schauen oder viel durch die selbige wandern. Die pure Freiheit in einer Platte.
Platz 2: Gideon – Out Of Control
Platz 3: While She Sleeps – So What?
Platz 4: Counterparts – Nothing Left To Love
Platz 5: Machine Gun Kelly – Hotel Diabolo
Kevin
Rogers – Mittelfinger für immer
Es gibt kein Album, welches ich in diesem Jahr häufiger gehört habe, als „Mittelfinger für immer“. Die Weiterentwicklung der Band auf diesem Album, die einprägsamen Songs und die gelungenen Features machen mir einfach immer wieder Spaß. Das Album ist treibend, hat Höhen und Tiefen und ist somit für jede Gefühlslage passend (mein persönlicher Favorit ist „Weit weg“). Hinzu kommt das mehr als gelungene Jennifer Rostock-Cover „Es war nicht alles schlecht“ gemeinsam mit Matthi von Nasty, welches für mich das Album einfach perfekt abrundet.
Platz 2: Deez Nuts – You Got Me Fucked Up
Platz 3: While She Sleeps – So What?
Platz 4: Counterparts – Nothing Left to Love
Platz 5: Alex Mofa Gang – Ende offen
Philip
Whitechapel – The Valley
Ein absolutes Comeback in meine persönlichen Playlisten lieferten dieses Jahr die fünf Jungs von Whitechapel. Nachdem mich ihre Alben “Our Endless War” und “Mark Of The Blade” mit einer etwas einfallslosen Formel doch sehr abgeschreckt haben, verbannte ich die Band um Sänger und Dämonenzunge Phil Bozeman komplett aus meiner “Heavy” Rotation. Mit “The Valley” schlug jedoch ein Album ein, welches ich so nicht auf dem Schirm hatte. Brutal, böse, aber auch stimmungsvoll und abwechslungsreich zeigt sich das Quasi-Konzeptalbum von Whitechapel und schafft es sogar, dem im Deathcore verschmähten “Clean-Gesang” einen passenden Platz zwischen Blast-Beats und Breakdowns einzuräumen. Alleine der Opener “When A Demon Defiles A Witch” zieht bereits viele Register und zeugt von hoher handwerklicher Kunst, die in Songwriting und Produktion eingeflossen ist. Mein Dauerbrenner in 2019 und ein neuer Maßstab für die Band.
Platz 2: Knocked Loose – A Different Shade Of Blue
Platz 3: Bring Me The Horizon – amo
Platz 4: Cattle Decapitation – Death Atlas
Platz 5: Post Malone – Hollywood’s Bleeding
Natascha
Billie Eilish – When We All Fall Asleep, Where Do We Go?
Ja, ihr habt richtig gelesen, keine Core-Band bekommt dieses Jahr von mir Gold verliehen, sondern diese junge und talentierte Künstlerin. Wie gerne hätte ich in meinen Teenage-Emo-Jahren ein Vorbild wie Billie Eilish gehabt. Jemand, der sich ganz klar gegen „Sex Sells“ ausspricht und ihre Musik und Kunst für sich sprechen lässt. Genauso, wie meine zwei Persönlichkeiten regelmäßig miteinander kollidieren, so tut es auch Eilishs Debütalbum in einem schönen pastellschwarz. Von treibenden Electro-Beats mit Bässen, die durch Mark und Bein gehen, oder Indie-Folk-Songwriter-Gitarren, Klaviere oder Pop-Minimalismus; es ist für jeden was dabei. Eine Frage bleibt allerdings offen: „When we all fall asleep, where do we go?“
Platz 2: Wage War – Pressure
Platz 3: Bring Me The Horizon – AMO
Platz 4: I Prevail – Trauma
Platz 5: As I Lay Dying – Shaped by Fire
Rodney
Numenorean – Adore
Eigentlich mochte ich “Adore” beim ersten Hören überhaupt nicht, aber wie es oft mit solchen Alben ist, wachsen sie mit der Zeit. “Adore” ist für mich das absolute Post Black Metal-Highlight der letzten Jahre und greift so viele verschiedene Elemente auf, dass es in seiner Ästhetik und Atmosphäre unerreichbar wirkt. Der perfekt platzierte Gesang, die brachialen Blast Beats und die dezent eingearbeiten Breaks machen “Adore” zusammen mit der unfassbar guten Produktion (insbesondere der Drums und Vocals), zu einem Grenzgänger, der mit deutlicher Corenote so unfassbar einzigartig klingt, dass ich dieses Album 2019 nicht tothören konnte. Ein weiteres Highlight war, dass Numenorean 2019 auch den Weg nach Deutschland fanden, um “Adore” live zu performen. Was für eine verdammt geile Platte.
Platz 2: Cult Of Luna – A Dawn To Fear
Platz 3: Hypno5e – A Distant (Dark) Source
Platz 4: Opeth – In Cauda Venenum
Platz 5: Latitudes – Part Island
Sascha
Blood Youth – Starve
Bis Anfang des Jahres hatte ich noch nie etwas von Blood Youth gehört. Doch als “Spineless” dann zufällig in meiner Spotify Daily aufgetaucht ist, habe ich mich sofort in die Band und ihren Sound verliebt. Besonders die fetten Gitarren- & Bassriffs lassen mich jeden Tag aufs Neue mit dem Kopf nicken und zeigen deutlich, dass Nu-Metal nicht tot ist. Blood Youth sind in meiner Playliste nicht mehr weg zu denken und auch ihre neue Single hat mich direkt überzeugt. Die ist zwar nicht auf dem Album, aber ich kann sie euch wirklich ans Herz legen.
Platz 2: Marathonmann – Die Angst sitzt neben Dir
Platz 3: Knocked Loose – A Different Shade of Blue
Platz 4: SSIO – Messios
Platz 5: Private Paul – D.S.E.P.R.
Julia S.
Counterparts – Nothing Left To Love
Die fünf Jungs aus Ontario haben es mal wieder geschafft, mich in ihren wehleidigen, schmerzerfüllten Bann zu ziehen und haben den Melodic-Hardcore dieses Jahr um ein starkes Album mehr bereichert.
Auch wenn ihr mir mehrfach von DEM Counterparts-Fan schlechthin anhören durfte, weshalb ich dem Ding denn “NUR” eine 8/10 gegeben habe, so wird es trotzdem mein Album des Jahres; und bislang habe ich mich auch noch nicht daran sattgehört, so denke ich, dass es mich auch 2020 noch weiter begleiten wird.
Platz 2: Post Malone – Hollywood’s Bleeding
Platz 3: Knocked Loose – A Different Shade Of Blue
Platz 4: Wage War – Pressure
Platz 5: Captives – Ghost Like You
Jakob
Kummer – Kiox
KUMMER aka. Felix Kummer ist dem ein oder anderen wohl eher unter seinem Pseudonym Felix Brummer als Sänger der Band Kraftklub ein Begriff. Als KUMMER und mit dem Debütalbum KIOX liefert er jedoch Deutschrap auf einem unfassbar hohem Niveau. Von Posen und Protzen fehlt jede Spur. Auf eine sehr künstlerische, aber auch direkte Art und Weise spricht er unterschiedlichen Themen unserer Gesellschaft an und verpackt Sie in Songs, die zum Nachdenken anregen sollen. Das ganze mit Texte die bis ins kleinste Detail durchdacht sind. Es ist wirklich schade, dass diese Art Deutschrap (noch) nicht die selbe große Beachtung findet, wie jene Deutschrap-Interpreten, die aktuell vermehrt in den Charts anzutreffen sind.
Platz 2: Bring Me The Horizon – amo
Platz 3: Sleep Token – Sundowning
Platz 4: Fever 333 – Strength in Numb333rs
Platz 5: Bones UK – Bones UK
Mike
Sleep Token – Sundowning
Fever 333 lieferten einen überragenden Soundtrack für den Protest und The Butcher Sisters den passenden Sound, um selbstironisch mit dem Benz durch den Großstadt-Vorort zu cruisen. La Dispute malten ihr düster-melancholisches „Panorama“ und Norma Jean vereinten so gekonnt Wut, Aggression und musikalische Finesse. Dann waren da noch I Prevail, die das Erfolgsrezept früherer Linkin Park-Alben in die heutige Zeit gekonnt übersetzen konnten. Und obwohl „amo“ mit seinem Genre-Rundumschlag lange Zeit den Status „Album des Jahres“ halten konnte, haben sich Sleep Token mit „Sundowning“ durchgesetzt. So viele Einflüsse zu einem perfekt harmonierenden Album zu entwickeln, die eine solche emotionale Achterbahnfahrt auslösen, ist wirklich besonders und verdient den Sieg.
Platz 2: Bring Me The Horizon – amo
Platz 3: Norma Jean – All Hail
Platz 4: Fever 333 – STRENGTH IN NUMB333RS
Platz 5: The Butcher Sisters – Alpha & Opfah


