
Die junge Berlinerin ist buchstäblich in die Musikindustrie hineingeboren worden. Wenn sie nicht selbst mit verschiedensten Bands auf der Bühne steht, schreibt und interviewt sie mit Freude für uns als Redakteurin. Sie singt in Bands von Indiepop bis Rockabilly und spielt momentan Bass in einer Berliner Deathcoreband. Neben ihrer Ausbildung bei einem Indielabel geht sie normalerweise wöchentlich auf Konzerte und Festivals und möchte auch ihre Zukunft der Musikbranche verschreiben. So nahm sie vor einiger Zeit selbst das Zepter in die Hand und ist seitdem als Bookerin und Bandmanagerin tätig. Falls sie gerade nicht im Pit steht, findet man sie in der Hauptstadt vor und hinter der Bar oder am Adriatischen Meer als Reiseleiterin. Die kühle Blonde greift am Wochenende zum Gin Tonic und im Plattenregal nach Thornhill, Malevolence, Parkway Drive und Deez Nuts.
Fit For A King präsentieren mit „The Path“ ihr sechstes Studioalbum und die Metalcore-Band gibt mal wieder ordentlich – pardon – auf die Fresse. Zwei Jahre ist die Release des Vorgängeralbums „Dark Skies“ nun her und die Jungs zeigen uns erneut, was Texas doch so zu bieten hat.
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Die über Solid State Records erschienene Platte verspricht etwas über eine halbe Stunde puren Breakdown-Genuss mit mehr Metal-Influence als seine Wegbereiter, so das Label. Wer sich auch mithilfe des Bewegtbildes davon überzeugen will, kann sich momentan bei Twitch eine Livestream-Show der Texaner ansehen.
Ein Ende ist bei der seit 2007 aktiven Band lange nicht in Sicht, obwohl Gitarrist Bobby Lynge vor zwei Jahren ausgestiegen ist. Seine Option auf Rückkehr wird dadurch gestärkt, dass er nach wie vor auf den Socials und in Pressemitteilungen als festes Mitglied gewertet wird. Für Live-Shows springt dann aber der auch am Album mitwirkende Daniel Gailey ein.
Fit For A King liefern mit „The Path“ einen ordentlichen Metal-Knaller
Geradezu episch leitet das Schlagzeug den Intro-Song der nächsten 35 Minuten ein. Ein hartes Metal-Riff und passende Vocals leiten über den Song in den ersten, sehr fetten Breakdown des Albums. Ein grandioser Start, der sich auch gut als Opener einer Live-Show machen würde.
Etwas poppiger geht es weiter. „Breaking the Mirror“, die erste Single, überzeugt mit einem clean gesungenen und doch sehr starken Refrain und einem catchy Gitarrensolo, das in einen berühmt-berüchtigten Hey-Part leitet. Zum Ende geht der Drummer nochmal in die Vollen, was Fills und Doublebass betrifft und lässt unsere Münder mit einem abrupten, aber passenden, Ende offenstehen.
Die ersten Kirchenglocken ertönen und ein eingängiges Riff leitet in den nächsten Song. „Annihiliation“ ist ein starker Track, der auffallend viel Ähnlichkeit zu „Crushed“ von Parkway Drive aufweist. Trotzdem oder gerade deshalb hat er für die Jungs ein Feature auf dem Cover der Spotify „Kicks Metal“ Playlist ermöglicht.
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Auch der Titelsong des Albums startet mit sehr viel Energie. Der Refrain gibt Stoff für ein kraftvolles Live-Singalong und der Breakdown am Ende lässt definitiv keine Wünsche mehr übrig.
Ein ruhiger und cleaner Part eröffnet „Prophet“, den fünften Song des Albums. Er vereint einen brutalen Breakdown mit einem auffallend träumerischen Ende. Die dritte Single „Locked (In My Head)“ bringt weiterhin etwas Ruhe und Core in dieses Album voll mit Metal-Einfluss. Mit eingängiger Melodie und Hook: eine klassische Hymne.
Es folgt pures Headbang-Material! „God of Fire“ brettert mit einem absolut geilen Gitarrenriff und einem bösartig gutem Breakdown auf die Zeile ‚Watch The world burn‘.
„Stockholm“ nachfolgend, ist ein eher klassischer Metalcore-Song. Aber klassisch bedeutet alles andere als langweilig: Alleine thematisch geht es rund, ihr könnt es euch beim Titel vielleicht denken…
Ein Voice Sample eröffnet den vorletzten Song des Albums. „Louder Voice“ zieht nochmal das Tempo an und ein ausdrucksstarker Halftime-Part rundet die Sache ab.
Das Outro des Albums „Vendetta“ legt die Messlatte für böse Riffs und treibende Drums nochmal eine Nummer höher und ich sehe mich selbst schon auf einer Show mit erhobener Faust „This is my Vendetta“ brüllen! Jetzt sofort anhören, bitte. Ein ziemlicher Banger.
Ob die geplante Tour im Oktober stattfinden kann, steht immer noch in den Sternen. Mit dabei wären Alpha Wolf, Silent Planet und Brand of Sacrifice. Insgeheim wissen wir aber wohl, dass dieses Jahr diesbezüglich aber wohl nichts mehr gehen wird.
Foto: Fit For A King / Offizielles Pressebild
Fazit
„The Path“ ist ein starkes Album mit einer ausgewogenen Mischung aus Heavyness und Melodik. Die Breakdowns sind auf den Punkt, sogar drüber hinaus, die Tracks sauber produziert und es werden alle möglichen Metalcore-Bedürfnisse gestillt. Bleibt zu hoffen, dass wir die Jungs schnellstmöglich wieder live auf der Bühne genießen dürfen.

▶Tracklist 10 Songs
- 1The Face Of Hate
- 2Breaking The Mirror
- 3Annihilation
- 4The Path
- 5Prophet
- 6Locked (In My Head)
- 7God Of Fire
- 8Stockholm
- 9Louder Voice
- 10Vendetta

