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The Pretty Reckless - Dear God
ReviewHard RockAlternative

The Pretty Reckless

Dear God

Album

VÖ 26. Juni 2026vinyl · cassette · cd · digital
Dana Chojetzki/22. Juni
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D

Dana Chojetzki


Am 26. Juni 2026 machen The Pretty Reckless das Unmögliche wahr: Mehr als vier Jahre nach ihrem letzten Geniestreich melden sich die US-Rocker eindrucksvoll zurück und hieven ihren Sound auf ein völlig neues Level. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 in New York City hat sich die Formation um die charismatische Frontfrau Taylor Momsen zu einer festen Größe im modernen Hard Rock, Alternative Rock und Post-Grunge etabliert. Momsen, die einst mit 14 Jahren die Schauspielerei komplett an den Nagel hängte, um sich der Musik zu verschreiben, bildet seit 2010 gemeinsam mit Ben Phillips (Leadgitarre), Mark Damon (Bass) und Jamie Perkins (Schlagzeug) ein unerschütterliches Kern-Line-up.

​Nach historischen Meilensteinen (sie sind die erste Band mit einer Frontfrau, die sieben Singles an die Spitze der US-Mainstream-Rock-Charts katapultieren konnte) und gigantischen Stadion-Touren im Vorprogramm von AC/DC und den Rolling Stones, folgt nun mit „Dear God“ das fünfte Studioalbum. Die Platte liefert eine im modernen Zeitalter selten gehörte, schonungslose Ehrlichkeit, die einen intimen Einblick in Momsens Seelenwelt gewährt.

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​Der Einstieg: Ein Hauch von Ruhe vor dem düsteren Sturm

​Das Album startet mit einem bewussten Kontrastprogramm: „Life Evermore Pt. 2“ eröffnet das Werk mit einer Akustikgitarre und einer wunderschönen Melodie. Taylor Momsens Stimme umarmt den Hörer mit einer unglaublichen Wärme, bevor dezente Drums und E-Gitarren einsetzen. Nach nur 43 Sekunden läuft das Intro aus, hat die Spannung aber bereits auf den Siedepunkt getrieben. Es folgt der direkte Übergang in die erste Singleauskopplung „For I Am Death“, die der Band prompt ihren achten Nummer-1-Hit im Rock-Radio bescherte. Der düstere, kraftvolle Hard-Rock-Song besticht durch markante Riffs und eine bedrückende Atmosphäre, die sich in einem intensiven Refrain entlädt. Inhaltlich schlüpft Momsen in die Rolle des Todes selbst, um über Einsamkeit und Vergänglichkeit zu reflektieren: Schwer, aber zu keinem Zeitpunkt hoffnungslos.

​Ein fiebriger Rausch und die Suche nach Liebe

​Mit „When I Wake Up“ schaltet die Band in den Overdrive. Der Song klingt wie ein fiebriger nächtlicher Rausch: treibende Riffs, ein leicht punkiger Hardrock-Groove und eine rotzig-verletzliche Performance transportieren das Gefühl, mitten in einer exzessiven Nacht die Kontrolle zu verlieren. Ein Traum, der laut Momsen zum Albtraum und unausweichlichen Crash wird. Nahtlos schließt sich „Love Me“ an, das sich anfangs melancholisch zurückhält, um der rauen Stimme Raum zu geben. Stück für Stück bauen sich Gitarren und Schlagzeug auf, bis der Refrain eine verzweifelte Alternative-Rock-Wucht entfaltet. Momsen thematisiert hier das „rohe, hässliche Bedürfnis“, geliebt und gesehen zu werden und richtet ihre Fragen direkt an Gott.

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​Atmosphärische Höhepunkte

​„Dragonfire“ leitet mit einem atmosphärischen Akustik-Instrumental ein, ehe Momsens rauer Gesang dem Song eine enorme Dynamik verleiht. Treibende Drums sorgen für einen ansteckenden Rhythmus, bevor die Nummer am Ende an Tempo gewinnt, abrupt stoppt und in den Titeltrack übergeht. „Dear God“ selbst ist „Verzweiflung, die zu Musik geworden ist“. Die Mischung aus Alternative und Hard Rock beginnt verhalten und steigert sich bis zu einem emotionalen Gitarrensolo. Ein Song für all jene, die in extremen Lebenssituationen nach Halt und der Erlösung von inneren Kämpfen suchen.

​Rock-Hymnen und Stadion-Grooves

​Nach der schweren Kost sorgt das nur 42 Sekunden lange Interlude „Life Evermore Pt. 3“ mit gewohnt warmen Akustikklängen und dezenten E-Gitarren für musikalische Abwechslung und emotionale Tiefe. Es ist die perfekte Überleitung für das anschließende Doppelpack aus purem Rock ’n’ Roll: „About You“ prescht sofort mit druckvollen Drums, wuchtigen Riffs und einem punkigen Hardrock-Groove nach vorne. Der hymnische Refrain schreit förmlich nach den großen Festivalbühnen. Nach einem packenden Spannungsaufbau gegen Ende schließt der Song mit einem charmanten Studio-Lacher von Taylor Momsen. Auch „Spell On You“ besitzt absolutes Ohrwurm-Potenzial. Nach einem nostalgischen Intro mit einer Kinderstimme entfaltet sich ein treibender Rhythmus, der in einer beeindruckenden Gesangseinlage gipfelt und live hervorragend funktionieren wird.

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​Die emotionale Zielgerade: Balladen und das große Finale

​Mit „Rollercoaster Of Life“ steuert das Album auf ein echtes Highlight zu. Getragen von einem groovy Schlagzeug-Rhythmus und einer düster-melancholischen Grundstimmung entwickelt sich die Nummer im Refrain zu einem echten Hit voller Hoffnung und Verzweiflung zugleich. Die darauffolgende hymnische Rock-Ballade „Eye Of The Storm“ stellt Momsens Talent komplett in den Fokus. Während die Strophen ruhig bleiben, brennt sich der emotionale Refrain sofort im Gehörgang fest, ehe der Track mit den repetitiven, Gänsehaut erzeugenden Worten „I'm still alive“ ausklingt.

​Dass die Band auch die leisen, fragilen Töne perfekt beherrscht, beweist die extrem langsame Ballade „Devil In Disguise (Michelle's Song)“. Reduziert auf eine harmonische Akustikgitarre und ein dezentes Schlagzeug sorgt Momsens verletzlicher Gesang für pure Nachdenklichkeit. Der vorletzte Song „Dark Days“ kündigt sich mit dem Sound eines nahenden Gewitters an. Über sauber eingespielten Drums und einem dezenten Instrumental thront Momsens warmer Gesang, der nach der Hälfte von einem spannenden Gitarrensolo abgelöst wird, bevor der Song melancholisch ausläuft.

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​Das große Finale gebührt schließlich „Life Evermore Pt. 1“. Der Kreis schließt sich nahtlos im selben Schema der beiden vorherigen Parts: Eine harmonische Akustikgitarre und Momsens raue Stimme werden von dezenten Drums und atmosphärischen E-Gitarren getragen. Nach 44 Sekunden entlässt dieser versöhnliche, ruhige Ausklang den Hörer aus einem intensiven, absolut packenden Gesamtkunstwerk.

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Fazit

8/10
· Sehr stark

Mit „Dear God“ beweisen The Pretty Reckless, dass sie noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind. Das Album kombiniert rohe Hard-Rock-Energie mit erfrischender Verletzlichkeit. Ein absolut rundes Ding für jeden Rock-Fan!

The Pretty Reckless - Dear God

The Pretty Reckless

Dear God

Album

VÖ 26. Juni 2026

vinyl · cassette · cd · digital

▶Tracklist 14 Songs
  1. 1Live Evermore Pt.2
  2. 2For I Am Death
  3. 3When I Wake Up
  4. 4Love Me
  5. 5Dragonfire
  6. 6Dear God
  7. 7Life Evermore Pt. 3
  8. 8About You
  9. 9Spell On You
  10. 10Rollercoaster Of Life
  11. 11Eye Of The Storm
  12. 12Devil In Disguise (Michelle's Song)
  13. 13Dark Days
  14. 14Life Evermore Pt. 1
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The Pretty Reckless
Foto: Offizielles Pressefoto 2025 / Lewis Cater

The Pretty Reckless

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The Pretty Reckless sind eine US-amerikanische Hard Rock/Alternative-Rock-Band, die sich 2009 um Lead-Sängerin Taylor Momsen formte. Diese erlangte bereits in ihrer Kindheit als Schauspielerin Bekannt…

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