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Sunflower Bean - Mortal Primetime
ReviewIndieRock

Sunflower Bean

Mortal Primetime

Album

VÖ 25. April 2025Lucky Numberdigital · cd · vinyl
Markus Seibel/21. April 2025
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M

Markus Seibel


Sunflower Bean machen keine halben Sachen. Seit ihrem Debüt „Human Ceremony“ (2016) steht die Indie Rock-Truppe aus New York für eingängige Kost. Auch „Mortal Primetime“ ist in diesem Punkt kein Durchhänger.

Im Gegenteil: Mit der Erhabenheit von Black Sabbath und dem vorzüglichen Schwung von Led Zeppelin stapfen Sunflower Bean routiniert durch einen melancholischen Sumpf emotionaler Zeitlupenkompositionen, die zwischen straighten Gitarren („Waiting For The Rain“) und zarten The Cure-Anleihen („I Knew Love“) nicht selten Ausflüge in rockige, experimentelle Gefilde („Take Out Your Insides“) wagen.

„Mortal Primetime“ in schöner Rock-Romantik

Zu hören sind zehn Songs in schöner Rock-Romantik plus das geradlinige und dadurch vergleichsweise sehr melodische „There’s A Part I Can’t Get Back“. Amerikanischer Glam-Rock trifft auf harmonischen, weiblichen Gesang, teils gänzlich ohne Schwächen („Nothing Romantic“).

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Zwischenzeitlich wird man wiederum von völlig Genre-fremden Elementen überrascht, wie etwa dem Psychedelic-Part in „Please Rewind“. Durch Einschübe solcher Art, rhythmische Punktlandungen sowie einige kurze, aber schöne Gitarrensoli stellen Sunflower Bean regelmäßig ihr Können unter Beweis. Lediglich für das immer gleiche Tempo gibt es Punktabzug.

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Das Spiel mit Gegensätzen taucht öfter auf: In Stücken wie „Shooting Star“ krachen Riff-Wände und fließende Passagen ineinander, während das sanfte „Sunshine“ auch positive Vibes parat hat.

Sunflower Bean arbeiten zielgerichtet

Das alles klingt mal rockig, mal melancholisch, vereinzelt sogar punkig, aber niemals halbherzig.

So oder so gelingt es Sunflower Bean, die angesprochene Formelhaftigkeit zu durchbrechen. An den oben genannten Tracks ist zu erkennen, welches Potential in der Band steckt. Wo andere Indie- und Glam-Rock-Bands wie Pavement oder Failure auf nachdenkliche oder ausgeglichenen Songstrukturen setzen, glänzen Sunflower Bean durch melancholische Arrangements und eine dichte Atmosphäre.

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So liefern die Amis mit „Mortal Primetime“ nicht nur ein solides Werk ab, sondern präsentieren sich aufgeräumter und fokussierter. Sunflower Bean haben ihren Stil gefunden und diesen konsequent ausgebaut. Auch wenn es noch an Hits mangelt, weiß dieser Ausflug in eine überdimensionierte wie undurchsichtige Begräbnisstätte durchaus zu unterhalten.

Foto: Sunflower Bean / Offizielles Pressebild

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Fazit

7/10
· Gut

Sunflower Bean nutzen ihr Potenzial, sowohl Hörer moderner Genres als auch Anhänger des klassischen Indie Rock anzusprechen, auch auf diesem Album aus. Die gekonnte Umsetzung sowie die sehr gute – wenn auch sehr cleane – Produktion tun ihr Übriges. Das Songwriting nach Baukastensystem, dessen zentrale Eigenschaft eine hohe Refrain-Dichte ist, führt zu relativ wenig Varianz zwischen den Stücken, was der Abwechslungsreichtum innerhalb der Tracks aber ausgleicht. "Mortal Primetime" ist also eine runde Sache, damit aber auch eine sehr glatte Sache, um in der Metapher zu bleiben.

Sunflower Bean - Mortal Primetime

Sunflower Bean

Mortal Primetime

Album

VÖ 25. April 2025

digital · cd · vinyl

Lucky Number

▶Tracklist 10 Songs
  1. 1Champagne Taste
  2. 2Nothing Romantic
  3. 3Waiting For The Rain
  4. 4Look What You've Done To Me
  5. 5I Knew Love
  6. 6Take Out Your Insides
  7. 7There's A Part I Can't Get Back
  8. 8Please Rewind
  9. 9Shooting Star
  10. 10Sunshine
Streamen
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Sunflower Bean·Indie·Rock

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Sunflower Bean
Foto: Sunflower Bean / Offizielles Pressebild

Sunflower Bean

USASeit 2013

Foto: Sunflower Bean / Offizielles Pressebild

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