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Poppy - Empty Hands
ReviewAlternativeIndustrialMetalcore

Poppy

Empty Hands

Album

VÖ 23. Januar 2026Sumerian Recordsdigital · cd · vinyl
Helene Oelerich/24. Januar
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H

Helene Oelerich


Über ein Jahr ist es her, dass uns Poppy auf ihre Reise durch „Negative Spaces” mitgenommen hat. Endlich ist es nun so weit, das neue Album „Empty Hands” ist am 23. Januar 2026 via Sumerian Records erschienen. Doch mit „leeren Händen“ meldet sich die US-Sängerin nicht zurück – die Platte hat es nämlich in sich.

Poppy – „Empty hands“

Der Opener „Public Domain” öffnet die Tore zu „Empty Hands“ mit einer Prise Chaos und Poppy-typischem Instrumental, welches man erst beim zweiten Hören richtig entschlüsseln kann. Ambiente Effekte und ein treibendes Gitarrenriff bringen ein durch die gesellschaftskritischen Lyrics. Der nächste Song „Bruised Sky“ wurde bereits als Vorab-Single veröffentlicht. Hier zeigt Poppy die Vielseitigkeit ihrer Vocals. Zwischen Sopran-Tönen und Screams spannt sie den emotionalen Bogen des Songs, der sich durch das ganze Album zieht. Ähnlich wie bei „If We’re Following The Light”, dessen schaurig-schöne Strophen durch den Breakdown des Refrains auf beste Weise unterbrochen werden.

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„Guardian“, ebenfalls ein Vorab-Release, zeigt erneut einen Mix aus Metalcore, Industrial-Texturen und Alternative Rock, der das Album prägt. Besonders hier und auf der Single „Unravel“ zeigen sich die klaren Vocals von Poppy von ihrer besten Seite – wechselnd von flüsternden Passagen zu intensiven Höhen. Spätestens mit „Guardian“ merkt man als Hörer:in, dass man auf eine Reise genommen wird. Diesmal nicht durch „Negative Spaces“, sondern durch eine wunderschön schaurige Welt, die durch das Album gesponnen wird. Passend zu den Visuals, die uns schon vorab auf Poppys Instagram-Account präsentiert wurden.

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Emotionale Songs und character-break

Ähnlich wie beim Vorgänger, beinhaltet auch dieses Album zwei Interludes. Eins vor „Unravel“, namens „Constantly Nowhere“, und eins vor „Ribs”, namens „Blink”. Auf beiden Songs zeigt sich Poppy von ihrer verletzlichen und emotionalen Seite. Es geht um Schmerz, Manipulation und Liebe. Man darf also davon ausgehen, dass die Songs aufgrund ihrer emotionalen Tiefe eine extra Ankündigung verdienten. Als Kontrast folgt auf die Vulnerabilität von „Unravel“ der Brecher „Dying To Forget”. Ähnlich aufgebaut wie „They’re All Around Us”, ist der Track die logische Schlussfolgerung des aktuellen Poppy-Sounds.

Überrascht wird man von dem Track „Eat The Hate”. Mit einem rockigen Sound, der an „So Mean“ von dem 2021er-Album „Flux” erinnert. Nur mit mehr Wumms dahinter… viel mehr Wumms. Hier haben wir auch einen kleinen Bruch in Poppys Charakter. Der Sound und die Vocals klingen frecher als sonst und spätestens bei der Line „eat the hate, it makes me cum. Use your tongue to clean it up” reißt man vielleicht kurz die Augen auf. Poppy zeigt hier wirklich, dass sie genug hat von Hasskommentaren und der Unzufriedenheit der Gesellschaft.

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Schaurig-schöne Töne

Ein Song, der durch sein hypnotisches Instrumental hinaussticht, ist „The Wait“. Passend zum Titel fühlt sich die Dynamik des Songs wie ein Uhrwerk an. Verspielt schaurig, mit den gespenstigen Vocals von Poppy und einen ausbrechenden Refrain, verkörpert der Song Sehnsucht und Verzweiflung. Gänsehaut!

„Empty Hands“ endet mit dem gleichnamigen Track, der von Poppys Screams getragen wird. Ein pulsierendes Riff treibt den Song nach vorne, doch er bleibt bei weitem nicht so einprägsam wie der Rest des Albums. Poppys Growl bildet zwar einen passenden Abschluss einer ansonsten runden Nummer, wirkt jedoch nicht ganz rund – fast so, als fehle dem Album noch ein letzter Höhepunkt, um es vollständig abzurunden.

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Was sich durch das Album zieht, ist ein gewisses Ambiente. Mit Hintergrundgeräuschen vor oder in den Tracks entführt und Poppy in eine andere Welt. Durch Songs wie „Guardian“ oder Lyrics wie „I’ll drag you through hell” wird diese „Entführung“ noch klarer. Nicht, dass es sich um ein Konzept-Album handelt, aber doch um eine Welt, die aus den Lyrics und Instrumentals entsteht, wie bereits bei dem Vorgänger „Negative Spaces”.

Foto: Hector Clark / Offizielles Pressebild

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Fazit

9/10
· Hervorragend

Fast jeder Song könnte für sich allein stehen. Wie man es von Poppy kennt, tappt sie in verschiedene Genres und präsentiert ihr großes Vocal-Repertoire. Von Screams und Growls bis hin zu Sopran und Flüstern ist alles dabei. Ambiente Sounds sorgen für die passende Stimmung und die Tore in eine andere Welt öffnen sich. „Empty Hands” ist der logische Nachfolger von „Negative Spaces” und präsentiert die neue Ära von Poppy von der besten Seite.

Poppy - Empty Hands

Poppy

Empty Hands

Album

VÖ 23. Januar 2026

digital · cd · vinyl

Sumerian Records

▶Tracklist 13 Songs
  1. 1Public Domain
  2. 2Bruised Sky
  3. 3Guardian
  4. 4Constantly Nowhere
  5. 5Unravel
  6. 6Dying To Forget
  7. 7Time Will Tell
  8. 8Eat The Hate
  9. 9The Wait
  10. 10If We're Following The Light
  11. 11Blink
  12. 12Ribs
  13. 13Empty Hands
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Poppy·Alternative·Industrial·Metalcore

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Foto: Poppy / YouTube: "Concrete (Official Music Video)"

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