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OF MICE & MEN - Cold World
Review

OF MICE & MEN

Cold World

Album

VÖ 09. September 2016
Jonas Happel/8. September 2016
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J

Jonas ist einer der Heads von MoreCore und kümmert sich hauptsächlich um die Pressearbeit, Zahlen, diverse Projekte sowie die Kommunikation mit Partnern, Labels und Bands. In seiner Freizeit vertritt er in Perfektion die kölsche Lebensart, die er nach über zehn Jahren in der Rheinmetropole nun auch im Münsterland auslebt. Dazu gehört auch, für jeden im Team ein offenes Ohr zu haben! Zudem ist er auf vielen Konzerten und Festivals anzutreffen, schwingt super gerne mal den Kochlöffel und schreibt nebenher Musik für Kinder. Beruflich arbeitet Jonas als Lehrer für Sonderpädagogik an zwei inklusiven Grundschulen in Bocholt.


Alle guten Dinge sind vier! Öhm, Moment… heißt es nicht: Alle guten Dinge sind drei? Schon richtig, jedoch passt dieser Spruch irgendwie auf das morgen erscheinende vierte Album von OF MICE & MEN. Nicht, dass die ersten drei Alben der Kalifornier schlecht gewesen wären, Gott bewahre. Eher soll dieser Spruch unterstreichen, dass die Jungs um Sänger Austin Carlile schon wieder gute Arbeit abgeliefert haben. Aber eins nach dem anderen!

Leider muss man gestehen, dass „gute“ Nachrichten der Jungs aus Costa Mesa in der letzten Zeit viel zu häufig von den schlechten Nachrichten über den Gesundheitszustand von Sänger Austin überschattet wurden. Umso wichtiger, dass wir wieder das „Gute“ in den Vordergrund stellen und uns in den kommenden Zeilen endlich wieder der Musik der Jungs und ihrem neuen Album „Cold World“ widmen können. Und los geht’s!

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Als OF MICE AND MEN uns mit „Contagious“ vor einer guten Woche einen neuen Vorgeschmack auf ihre neue Scheibe schenkten, habe ich in den Kommentaren nur eins gelesen: LINKIN PARK. „Voll der Linkin Park – Abklatsch“, „Hallo, Linkin Park“ oder „Linkin Park lässt grüßen“ HIE? ES DA. Und ja, es ist richtig. OF MICE AND MEN haben gerade bei diesem Song in die gute alte Trickkiste gegriffen und eben diesen Nu-Metal-Sound ausgegraben, den wir alle dann doch einfach gut finden (und wenn nur heimlich in unseren Köpfen). Das Schöne an solchen Vergleichen ist, dass diese mich nicht die Bohne interessieren. Dass die eine oder andere Band mal nach dieser einen oder anderen Band klingt, ist mir nicht nur wumpe, nein, ich finde es schlichtweg egal. Klar, es schafft Orientierung, zu mehr sollte es aber auch nicht „missbraucht“ werden. Aber genug davon! Eines muss ich euch dann allerdings doch noch flüstern: Dieser Einfluss/Vergleich wird euch über das ganze Album verfolgen. Das meine ich jedoch positiv! Jetzt aber ab ins Detail.

Die Platte beginnt mit „Game Of War“ mit einem sehr dezenten und sphärisch klingenden Song, bevor „The Lie“ schon den ersten astreinen Ohrwurm abliefert. Dieser Song ist OF MICE AND MEN in Perfektion. Und das ist nicht übertrieben! Dem einen oder anderen könnte der Refrain zwar etwas zu tragend sein, ins Ohr geht er aber sofort. Das Wort „tragend“ wird euch übrigens öfters in eure Gehirne schießen. Der Albumbeginn strotzt nicht wirklich vor Tempo und einer gewissen „Brutalität“. Auch „Real“ und „Like A Ghost“ haben weniger mit „Core“ zu tun, sondern sind eher der Rockschiene zuzuordnen und kommen zum Teil balladenhaft daher. Ist aber total egal, denn ausdrucksstarke Refrains, ordentliche Grooves und eingängige Gitarrensounds machen diese zu richtig guten Songs!

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Nach dem bereits besprochenen „Contagious“ folgt schließlich ein für mich unnötiges Interlude, bevor des dann mit „Pain“ zum ersten Mal auf dem Album etwas mehr abgeht. Diesen Song hatten die Jungs bereits Ende Juni präsentiert und ebendieser erinnert mich dann doch etwas mehr an das Vorgängeralbum. Liebhaber dieser Platte kommen also bei diesem Song definitiv auf ihre Kosten! „The Hunger“ schließt sich dann wieder dem Schema der vorherigen Songs an, bietet aber gerade in den Strophen einige Effekte auf der Stimme sowie Flüsterparts von Austin, die zumindest für mich den Song interessant machen.

Wer jetzt langsam Angst bekommt, dass OF MICE AND MEN nur noch ruhige Songs aufbieten, wird bei „Relentless“ mit Rap-Parts und etwas mehr Tempo wieder aufgeweckt. Bevor ich jetzt aber weiter Song für Song breit trete, mache ich es kurz: Überraschungen gibt es ab dort keine mehr! „Down The Road“, „Away“ und „Transfigured“ überzeugen (ein weiteres Interlude eher weniger) jedoch nicht mit übertriebener Härte.  „Away“ bringt ordentlich Mitsingfaktor mit, „Down The Road“ erinnert schon fast an britischen Alternative-Rock der YOUNG GUNS und „Transfigured“ bietet dann einen ordentlichen Abschluss des Longplayers.

Fazit:

Mit ihrem vierten Studioalbum lassen es OF MICE AND MEN einen guten Tacken ruhiger angehen. Manche werden das doof finden, ich hingegen kann mich mit dieser Scheibe mehr als nur anfreunden. Roher Gitarrensound, ein Schlagzeug jenseits gleichklingender „Metalcore-Produktionen“ und Gesangsparts eines Austin Carlile, die wirklich jeden vor der Bühne und auf dem Sessel daheim mitreißen werden. Ohrwürmer und schöne Melodien gibt’s genügend, nur die härteren Parts sucht man vergebens. Aber hey, die brauch ich auch nicht immer!

Das Schönste an „Cold World“ ist dann aber im Endeffekt, dass dieses Album unheimlich zeitlos klingt, denn diese Scheibe hätte eben auch vor 15 Jahren erscheinen können. Ich genieße diesen Mix von Nu-Metal, Core, Rock und Metal, der aber nicht den eigenständigen Sound der Band über Bord wirft. Die Mischung macht’s und hier ist wirklich für jeden was dabei. Wir können also gespannt sein, wie sich diese Platte live anhört! Tickets für die anstehende Tour bekommt ihr hier!

Wertung: 8/10

Band: OF MICE & MEN

Titel:  Cold World

Genre: Post-Hardcore/Rock/Metal

Songs: 13

Release: 16.09.2016

Autor: Jonas H.

omam
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OF MICE & MEN

Cold World

Album

VÖ 09. September 2016

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Of Mice & Men

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