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Of Mice & Men - Bloom (EP)
ReviewMetalcoreNu MetalPost-Hardcore

Of Mice & Men

Bloom (EP)

EP

VÖ 28. Mai 2021Sharptone Recordscd · vinyl
Julia Lotz/24. Mai 2021
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J

Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!


Of Mice & Men haben uns dieses Jahr mindestens drei Releases in Form von EPs versprochen. Das erste Werk „Timeless“ erreichte uns Ende Februar; ein Vierteljahr später ist die Zeit nun reif für „Bloom“.

Drei Monate sind also gerade mal vergangenen, dass wir den Vorgänger zu hören bekommen haben. Hat die Band die Stücke der neuen EP innerhalb von acht Wochen aufgenommen? So viel Zeit lag nämlich zwischen der Veröffentlichung von „Timeless“ und dem Announcement von „Bloom“.

Of Mice & Men führen ihre Trilogie fort

Nein, natürlich nicht. Wie uns Aaron Pauley im Interview verriet, hatten sie einige Stücke des neuen Materials bereits im Vorfeld fertig, entschieden sich aber für verschiedene EPs statt eines Albums. Somit kommt es, dass wir innerhalb kürzerster gleich zwei Veröffentlichung von OMAM serviert bekommen. Die Herren wissen eben, wie man die pandemische Wartezeit überbrückt.

„Timesless“ stellt die erste Platte beim neuen Plattenlabel SharpTone Records dar. Der Wechsel von Rise Records zum neuen Zuhause liegt zwar schon einige Zeit zurück, doch aus genannten Gründen verschob sich die Feierei mit passendem Output um wenige Monate nach hinten. „Bloom“ ist demnach nun die zweite Release, stammt im Prinzip aber aus der gleichen Schmiede. Dass hier direkt verglichen werden (muss), liegt auf der Hand.

„Timeless“ vs. „Bloom“

Ebenso wie „Timeless“ besitzt „Bloom“ drei Songs, die auch tatsächlich als solche gewertet werden können. Keine Filler in Form von Interludes, kein Geplänkel mit Filler-Elementen. Einfach normale Tracks, die allesamt den klassischen Of Mice & Men-Anstrich aufweisen.

Die EP beginnt mit dem Opener „Levee“, der dem klassischen OMAM-Schema folgt: Volle Kanne auf die Zwölf in den Strophen mit cleanem Gesang im Refrain. Gespickt wird das Ganze mit Tempowechseln und natürlich einem satten Breakdown.

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Der Track gehört im Repertoire seit der „Gesamtübernahme“ Pauleys zu den härteren Tracks. Seit „Defy“ von 2018 übernimmt der Sänger sowohl die Screams als auch die cleanen Vocals und ersetzte als Schreihals den zuvor gegangenen Austin Carlile.

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Der titelgebende Track „Bloom“ wurde als erste Single ausgekoppelt und kommt ungewohnt verspielt daher. Den Fans gefiel der Sound der Single-Auskopplung und man muss sagen – durch den melancholischen Beginn des Stücks hebt sich „Bloom“ ein Stück weit von den zuletzt veröffentlichten Songs der Truppe ab.

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„Pulling Teeth“ schließt als dritter und letzter Track die zweite EP von Of Mice & Men in diesem Jahr ab und rundet mit seinem Sound die härte Grundtonalität des Outputs ab. Im Vergleich zu den Stücken auf „Timeless“ schwingt in Summe hier eine deutliche Schwere mit und vereint Metalcore mit Nu-Metal-Elementen und „etwas Neuem“, einem melancholischen Sound, den man bei OMAM noch nicht so recht einordnen kann.

Gewohnte Härte mit einer Änderung

Im Vergleich zu den Vorgängerwerken hebt sich „Bloom“ aber auch tatsächlich nur durch diese Komponente ab. Zieht man als Vergleichsmoment „Timeless“ und den vorigen Longplayer „Earthandsky“ von 2019 (damals noch bei Rise Records erschienen) heran, so findet man in der Tat keine großartige Veränderung.

Wie so häufig stellt sich hier also die Frage, was man als Fan erwartet: Hört man den Sound gerne oder wünscht man sich einen frischen Anstrich? Und fehlt vielleicht etwas die Power hinter den Stücken, die auf „Defy“ durch etwas melodischere Anteile für den Vorwärtsgang gesorgt haben?

Eine EP steht noch aus. Wir wagen die These aufzustellen, dass uns diese vielleicht schon in einem Vierteljahr erreicht. So oder so freuen wir uns auf jedwede neue Musik, egal wann sie uns erreicht. Für das „Grande Finale“ der Trilogie sind wir bereit.

Foto: Of Mice & Men / Offizielles Pressebild

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Fazit

7.5/10
· Sehr stark

"Bloom" steht seinem Vorgänger "Timless" in nichts nach - und genau deshalb gibt es auch die gleiche Punktzahl wie für die vorige EP. Die Tracks sind im direkten Vergleich etwas härter, kommen jedoch mit einer verspielten, melancholischen Note daher, die man von OMAM in der Form noch nicht kennt. Dass die Tracks sowohl für "Timeless" als auch für "Bloom" also bewusst und passend zueinander ausgewählt wurden, liegt auf der Hand.

Of Mice & Men - Bloom (EP)

Of Mice & Men

Bloom (EP)

EP

VÖ 28. Mai 2021

cd · vinyl

Sharptone Records

▶Tracklist 3 Songs
  1. 1Levee
  2. 2Bloom
  3. 3Pulling Teeth
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
Of Mice & Men·Metalcore·Nu Metal·Post-Hardcore

Älteres ReviewPalm Reader - Sleepless
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Of Mice & Men
Foto: Alexander Porbadnik (a.porbi)

Of Mice & Men

USASeit 2009

Of Mice & Men ist eine 2009 im kalifornischen Costa Mesa gegründete Band. Ins Leben gerufen wurde sie vom ehemaligen Attack Attack!-Sänger Austin Carlile. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen musst…

114 Artikel auf MoreCore

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