
Mauritz Hagemann
Durchaus überraschend und kurzfristig durften wir erfahren, dass die Texaner von Crown The Empire am Freitag, den 10. Juli ein neues Album veröffentlichen. „Sudden Sky“, das bisher letzte Album des Metalcore-Quartetts, ist schließlich nicht einmal ein Jahr alt.
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Allerdings handelt es sich bei „07102010“ nicht um ein reguläres neues Album, sondern um ein ganz besonderes Best Of zum 10. Geburtstag der Band. Am 10. Juli 2010 – damals gingen die Bandmitglieder noch zur High School – spielte die Kombo nämlich ihr allererstes Konzert.
Crown The Empire können mit „07102010“ nicht hunderprozentig überzeugen
Anstatt es sich wie manch andere Band leicht zu machen und einfach die aus Sicht der Mitglieder besten Songs der ersten zehn Jahre zusammenzustellen, haben Crown The Empire sich etwas mehr Mühe gemacht und insgesamt zehn Songs ihrer bisherigen fünf Veröffentlichungen (vier Alben und eine EP) in ein neues, akustisches Gewand gepackt.
Mit „Everything Breaks“ gibt es zum Abschluss auch noch einen ganz neuen, bisher unveröffentlichten Track. Dieser ist – um das Ganze einmal von hinten nach vorne zu betrachten – auch mein Highlight der Platte.
Man merkt, dass es sich hier nicht um einen schon bestehenden Song handelt, der erst in das neue Gewand gepresst werden musste. Das gelingt bei den anderen Songs nämlich teilweise sehr gut, teilweise aber auch auf Kosten der Atmosphäre.
Gerade die ist vielen Songs von der Kombo ein tragendes Element und sicher auch ein wesentlicher Grund für die vielen Erfolge der Band in den letzten Jahren gewesen. Vielleicht führt das aber auch zu einer überzogenen Erwartungshaltung. Jedenfalls können nur wenige Songs diese erfüllen; andere klingen enttäuschend langweilig und uninspiriert.
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Allerdings kann gerade ein im Original eher harter Song wie „Memories Of A Broken Heart“ in der akustischen Version überzeugen. Auch der Opener „Aftermath“ sowie „Hologram“, beide vom 2016er-Album „Retrograde“, wissen zu gefallen.
Die anderen Songs können – wenn man das Original kennt und mag – zwar auch überzeugen, der erhoffte Effekt, den Akustikversionen gerne durch ein neues Arrangement bieten, bleibt hier aber aus.
Foto: Rise Records / Offizielles Pressebild
Fazit
Dass Crown The Empire ihren zehnten Geburtstag nicht mit einem langweiligen Best Of-Album, sondern mit diesem Akustik-Best Of feiern, ist eine nette Idee. Dazu mit „Everything Breaks“ auch noch ein neuer Song – für Fans in jedem Fall eine gute Sache. Wen die Kombo bisher noch nicht als Fan gewinnen konnte, den werden sie allerdings wohl auch mit diesem Album nicht überzeugen.

▶Tracklist 11 Songs
- 1Aftermath (Acoustic)
- 2Cross Our Bones (Acoustic)
- 3Blurry (Out Of Place) (Acoustic)
- 4Hologramm (Acoustic)
- 5Memories Of A Broken Heart (Acoustic)
- 6Johnny Ringo (Acoustic)
- 7Voices (Acoustic)
- 8What I Am (Acoustic)
- 9Seconds Thoughts (Acoustic)
- 10Mzry (Acoustic)
- 11Everything Breaks

