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Kill The Lights - The Sinner
ReviewMetalcoreModern Metal

Kill The Lights

The Sinner

Album

VÖ 21. August 2020Fearless Recordscd
Kathrin Löffler/18. August 2020
Streamen
SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
K

Kathrin ist ein Chamäleon des alternativen Musikgeschmacks, mit einem Faible für alles, was außergewöhnlich ist. Nichts bleibt vor ihr sicher – und erst recht kein Nischengenre. Da überrascht es wohl nicht, dass sie als Allrounder das MoreCore-Team tatkräftig unterstützt. Wenn sie nicht gerade voller Inbrunst an neuen Alben- und Live-Reviews schreibt, sitzt sie entweder in einem spannenden Bandinterview, um uns auf dem neusten Stand zu halten, oder verfasst informative MoreCore-Beiträge für die Website. Möchte man das Herz unserer Münsteranerin (jetzt Kölnerin) im Sturm erobern, dann am besten mit Sci-Fi-Lektüre aus den 60ern, Star Wars - kein Star Trek! - oder Lebkuchen.


Mit ihrem Erstling „The Sinner“ steigen Kill The Lights direkt sehr persönlich ein, wagen sich an Themen, die der heutigen Gesellschaft immer noch schwer über die Lippen gehen und schicken diese auf eine wilde Fahrt aus gefühlvollen und energiegeladenem Metal.

Suchend stellt sich das Radio langsam auf die richtige Frequenz. Gefolgt von pfeifenden Klängen einer Orgel ertönt die Kampfansage: „There will be no mercy, there will be no surrender“. Ausgehend vom Opener „Shed My Skin“ folgen wir der Band in den anstehenden 13 Songs auf das Schlachtfeld gegen innere Dämonen, Depressionen und Ängste.

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Auch wenn Kill The Lights mit diesem Album ganz frisch ins Musikbusiness einsteigen und der Name bisher sicherlich noch nicht jedem ein Begriff war – so ganz aus dem Nichts kommt das Quartett eigentlich gar nicht.

Kill The Lights überzeugen auf „The Sinner“ mit ihrem Können

Erste Kostproben ihres musikalischen Schaffens gab es bereits im vergangen Jahr. Die gereichten Häppchen wie „The Faceless“ oder „Plagues“ wurden mit Begeisterung angenommen und erreichten insgesamt bereits mehr als eine Million Streams auf Spotify. Spätestens wenn man herausfindet, wer sich hinter diesen erfolgreichen Durchstarten eigentlich verbirgt, legt sich die Latte der Erwartungen für das vorliegende Album ganz oben auf die Ständer.

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Keine geringeren als Ex-Bullet For My Valentine-Drummer Michael „Moose“ Thomas und Jordan Whelan, ehemaliger Gitarrist der Band Still Remains, schlossen sich im Jahr 2017 zusammen, um gemeinsame musikalische Vorstellungen zu verwirklichen. An der Seite von Gitarrist Travis Montgomery (Ex-Threat Signal) und Sänger James Clark (Ex-Throw The Fight) wird aus ihren Visionen nun Realität.

Um ihrer eingangs verkündeten Kampfansage Nachdruck zu verleihen, fallen die Vier direkt mit der Tür ins Haus und scheuen nicht davor zurück, erstmal eine geballte Ladung harter Drums und Gitarren in die Gehörgänge zu blasen. Auch wenn der Gesang im Album eher von Clarks klarer Stimme dominiert wird, kommen emotionsgeladene Shouts nicht zu kurz und lassen sich auch in den eher ruhigeren Songs wie „Through The Night“ oder „Tear Me Apart“ finden.

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Das Highlight der sanften Töne bildet gegen Ende die Ballade „Rest“ und macht das Trio damit komplett. Generell ziehen sich die hervorragend platzierten Tempowechsel wellenartig durch die Platte und sorgen so für eine Menge aufregender Abwechslung mit kleinen Überraschungen.

Während man durchaus sehr persönliche Seiten der Band kennenlernen darf und diese vom Umgang mit schlechten Zeiten im Leben oder dem Kampf gegen Krebs erzählen, verliert das Album, trotz der ruhigen Einschübe, nicht an Energie. Stattdessen sorgen die Jungs jedes Mal aufs Neue für eine mitreißende Stimmung, wenn sie die Finger förmlich über die Saiten fliegen lassen, ein Solo das nächste jagt und sich eingängige Melodien wie beispielsweise in „Sober“ als Ohrwurm im Gehörgang festsetzen.

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Gesteigert wird das Ganze nur noch mit Songs wie „Unmoved“, die geradezu nach der Resonanz des Publikums betteln und sich anfühlen, als stünden sie schon auf der Bühne in den Startlöchern. Da steigt die Vorfreude umso mehr, das ganze Werk auch mal live bestaunen zu dürfen.

Wo sich andere „Newcomer“ erst mühsam hinarbeiten müssen, scheinen Kill The Lights ihren Weg bereits gefunden zu haben, noch bevor es für sie überhaupt so richtig losgeht. Die langjährigen Erfahrungen und diversen Einflüsse, die hier zusammenfließen, sind vielleicht gerade das, was „The Sinner“ so verdammt authentisch wirken lässt.

Und auch wenn man es eigentlich nicht wahrhaben will, wird man manchmal das eigenartige Gefühl nicht los, als hätte man das alles schon mal irgendwo gehört.

Foto: Kill The Lights / Offizelles Pressebild

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Fazit

8/10
· Sehr stark

Kill The Lights schaffen mit „The Sinner“ ein authentisches Album mit viel Persönlichkeit. Auch wenn sie sich an altbewährten Erfolgsrezepten orientieren und ihr Genre sicherlich nicht neu erfinden, beweisen sie ein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl für emotionsgeladene Momente und kraftvolle Hymnen. Insgesamt ein gelungener Einstieg der alten Hasen in neuer Kombination, der Lust auf mehr macht.

Kill The Lights - The Sinner

Kill The Lights

The Sinner

Album

VÖ 21. August 2020

cd

Fearless Records

▶Tracklist 11 Songs
  1. 1Shed My Skin
  2. 2The Faceless
  3. 3Watch You Fall
  4. 4Through The Night
  5. 5Open Your Eyes
  6. 6Plagues
  7. 7Tear Me Apart
  8. 8The Enemy
  9. 9Sober
  10. 10Rest
  11. 11Unmoved
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SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
Kill The Lights·Metalcore·Modern Metal

Älteres ReviewBe Well - The Weight And The Cost
Neueres ReviewThousand Below - Let Go Of Your Love (EP)
Kill The Lights
Foto: Fearless Records / YouTube: "Kill The Lights - Shed My Skin (Official Music Video)"

Kill The Lights

WalesSeit 2019

Foto: Fearless Records / YouTube: "Kill The Lights - Shed My Skin (Official Music Video)"

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