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Imminence - Turn The Light On
ReviewMetalcorePost-Hardcore

Imminence

Turn The Light On

Album

VÖ 03. Mai 2019Arising Empirecd · vinyl
Jakob Jahnke/3. Mai 2019
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SpotifyApple MusicYouTubeDeezerTidal
J

Jakob ist einer dieser Partygäste, der sich immer wieder Musik von Bands wünscht, die niemand kennt. Dabei war er so penetrant, dass unser Mike irgendwann vor lauter Resignation sagte: "Dann leg´ doch selber auf!” Gesagt, getan. Seit 2017 ist Jakob fester Bestandteil des MoreCore Party DJ-Team und ebenfalls regelmäßig in unseren Party-Streams auf Twitch zu sehen. Zwischendurch lässt er sich aber auch mal in einer Rezension über die eine oder andere Platte aus. Abseits von MoreCore ist Jakob Angestellter seiner beiden Katzen und macht in seiner Freizeit gerne selber Musik.


Da ist nun also „Turn The Light On“ von Imminence, das dritte Album der Jungs aus Malmö. Ein Album, auf welches ich persönlich sehr interessiert gewartet habe, da der Vorgänger „This Is Goodbye“ im Jahr 2017 definitiv eines meiner meist gehörten Alben aus dem Bereich moderner Rock und Metal war. Durch eine frische Mischung aus harten Parts und modernen elektronischen Sounds war es für mich ein gelungenes Gesamtwerk und läuft auch heute noch regelmäßig. Doch schafft das auch das neue Werk „Turn The Light On“?

Was man als erstes hört ist „Erase“ und damit auch direkt die sehr ausgewogene Produktion des neuen Werks. Sehr rund klingende Gitarren, ein gut ortbares Schlagzeug und natürlich Eddies unverkennbare Stimme. Das ist nochmal ein echter Sprung nach vorne, obwohl auch „This Is Goodbye“ schon sehr ausgewogen im Klang war. Mit „Erase“ beginnt das Album wie ich es für ein Imminence-Album erwartet hatte: Eine wunderbare Mischung aus harten Gitarren-Parts und softeren Momenten, in denen hier Eddies Stimme in den Fokus rückt.

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Weiter geht es mit „Paralyzed“ welcher zugleich die erste Single war, die wir bereits letztes Jahr zu hören bekamen und „Room To Breathe“. Die Songs klingen für mich zu sehr nach einer bekannten Band aus Brighton in England. Und ich sehe schon die Fackeln und Mistgabel, aber diese besagte Kombo ist mir seit Jahren schon zu eindimensional unterwegs und selbiges gilt auch für den Song „Paralyzed“ und mit Ausnahme der Bridge von „Room to Breath“ eben auch für diesen. Was bestimmt vielen gefällt, holt mich leider gar nicht ab.

Danach sind die beidenn anderen Singleauskopplungen des Albums, „Saturated Soul“ und „ Infectious“, an der Reihe. Bei diesen wird Eddie wieder mehr in den Fokus gesetzt und die Gitarre tritt etwas in den Hintergrund. Beide Songs haben sind vielschichtig aufgebaut und bekommen dadurch eine sehr angenehme und moderne Dynamik.

Gerade „Infectious“ ist für mich ein absolutes Highlight. Im Intro beginnt der Song mit einem Hauch Future-House, welcher dann von den Gitarren und Eddies Geigenspiel abgelöst wird. Der Spannungsbogen zwischen Chorus und den Strophen macht den Song sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Hier zeigen Imminence, wie man modernen Rock und Metal gestaltet.

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Nun folgt mit „The Sickness“ ein alter Bekannter. Wurde der Song bereits 2015 als eigenständige Single released, findet er im Jahr 2019 nochmal den Weg auf ein Album. Ich oute mich an dieser Stelle mal als jemand, der ein solchen reaktivierten Songs immer mit einer gewissen Skepsis entgegentritt. Jeder Song hat seinen Moment und was 2015 noch ein guter Song war, klingt heute immer noch nach 2015. Das muss nicht schlecht sein, doch hier wirkt der Track im Albumkontext ein wenig wie in der Zeit stehengeblieben. Ob man das mag, muss jeder selbst entscheiden.

Mit „Death Of You“ wird es plötzlich richtig düster. Die elektronischen Einflüsse verleihen dem Song eine enorme Tiefe. Die Streicher schaffen eine epische Mystik und der Vocoder-Effekt am Ende sorgt für eine geisterhafte Atmosphäre. Zusammen mit „Infectious“ ist das hier wohl mein Favorit auf dem Album.

„Scars“ und „Disconnected“ sind dann nochmal zwei Songs die für mich ähnlich wie „Erase“ genau das darstellen, für das ich Imminence so gerne habe: Ein fantastisches Zusammenspiel von Gitarre, modernen Einflüssen und unglaublich starken und abwechslungsreichen Vocals. Dadurch entstehen vielschichtige Kompositionen, die nicht langweilig werden.

Umso trauriger, dass bei „Wake Me Up“, „Don’t Tell A Soul“ und „Lighthouse“ nochmal ein starker Einfluss aus der vorhin erwähnten Band Einzug hält. Bei einer Band, die an vielen Stellen einen wirklich eigenständigen Sound entwickelt hat, frage ich mich einfach, warum man diesen nicht konsequent durchzieht.

Ein Ende findet das Album in „Love & Grace“, eine der schönsten Balladen, die ich seit langem gehört habe. Ein toller Spannungsbogen und auch nochmal ein Song in dem Eddie stimmlich wirklich glänzt.

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Offizielle Website der Band

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Fazit

6/10
· Durchschnitt

Es ist ein Album mit Höhen und Tiefen. An den Stellen, wo Imminence am eigenen Sound arbeiten und dadurch einzigartige Songs entstehen, funktioniert das Album richtig gut. Doch dann gibt es da auch leider die Momente, in denen diese Eigenständigkeit verloren geht und dort wird es mir dann zu eindimensional. Ein bisschen weniger Brighton und dafür mehr Malmö und das Album hätte wieder eines meiner Highlights werden können. So bleibt es bei „Turn On The Light“ bei einzelnen starken Songs wie „Saturated Soul“, „Infectious“ und „Death Of You“, die mir als Highlights im Kopf bleiben.

Imminence - Turn The Light On

Imminence

Turn The Light On

Album

VÖ 03. Mai 2019

cd · vinyl

Arising Empire

▶Tracklist 13 Songs
  1. 1Erase
  2. 2Paralyzed
  3. 3Room To Breathe
  4. 4Saturated Soul
  5. 5Infectious
  6. 6The Sickness
  7. 7Death Of You
  8. 8Scars
  9. 9Disconnected
  10. 10Wake Me Up
  11. 11Don't Tell A Soul
  12. 12Lighthouse
  13. 13Love & Grace
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Imminence
Foto: Jakob Koc / Offizielles Pressebild

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