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Disturbed - Evolution
Review

Disturbed

Evolution

Album

VÖ 18. Oktober 2018
Julian Schmitz/18. Oktober 2018
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J

Julian ist bei uns immer der Mensch, der anfängt zu wirbeln, wenn viele Projekte aufblühen; hier mal eine Review, da mal ein Live-Bericht, dann wird da mal der Rock am Ring Content geplant und jetzt, zu guter Letzt, die MoreCare-Woche, unsere Initiative zur Mental Health Awareness. Wenn er mal nicht selber hinterm Schlagzeug sitzt oder sich mit Musik beschäftigt, ist Julian mit unserem guten Philip und unserer Julia am Rodarock beteiligt oder in sozialen Projekten und Beratungen in Aachen und Umgebung beschäftigt. Womit ihr ihn immer gut abfangen könnt? ‘ner guten Nudelsuppe! Falls er also mal wegen eines Interviews in einer eurer Städte ist, nennt ihm eure Hotspots!


Ich kann euch was sagen, Kinners, als ich damals zum ersten Mal “The Guy” gesehen habe, dachte ich mir nur “Wie zur Hölle kann man nur so edgy sein?”. Nichtsdestotrotz wurde mir damals “The Sickness” von Disturbed nahegelegt und, zu meiner eigenen Verwunderung, gefiel es mir sogar. Mancher Die Hard-Fan mag mich zwar dafür verprügeln wollen, aber die “Shout 2000” Version höre ich zum Beispiel immer noch total gern; bei anderen Songs ist es dafür schwieriger. Das liegt aber eher daran, dass gewisse Dorfdiscos immer und IMMER WIEDER die ewig gleichen Hits gespielt haben, die einem einfach irgendwann wie Spaghetti aus den Ohren hängen. Nun aber zum Album. Song Nummer eins ist folgender hier:

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“Are You Ready” mag zwar vom Namen her ein wenig plakativ als “Starter” sein, „grooved“ uns aber im wohlbekannten Disturbed-Gewässer um die Ohren. Dicke, straighte Gitarrenriffs hämmern uns entgegen und auch die üblichen Tom-Grooves des Schlagzeugs sind, wie immer, ein fester Teil des Hits.

Der zweite Song des Albums, “No More” passt wie die Faust aufs Auge. Gerade Draimans Stimme, ist wie bei vielen… na gut, allen Disturbed-Songs auch hier im absoluten Fokus und animiert durch eine volle, kraftvolle Melodie zum Mitsingen. Live bestimmt ein absoluter Banger.

Disturbed gehen wieder auf Nummer sicher

Mit “A Reason To Fight” schmeißt die Band uns eine Ballade zwischen die Beine. “Aber das ist doch gar nicht TRVE?!” höre ich jetzt schon wen schreien, aber sowas kann tatsächlich klappen. Ein super Beispiel dafür lieferten ja auch Avenged Sevenfold in ihrem sehr emotionalen “Nightmares”-Album. Aber auch die Herren aus Chicago zeigen, dass ein ruhiger Song nicht immer unbedingt ein Abtörner sein muss. Der Vergleich zu A7X ist dabei sehr bewusst gewählt, denn ich hatte direkt das Gefühl, als wäre das hier eine Kooperation gewesen. Sehr stimmiger und gefühlvoller Track!

Mit Song vier und fünf drehen Disturbed dann erneut auf: “In Another Time” und “Stronger On Your Own” knallen mit groovigen Midtempo-Songs wieder den Kopf in Richtung Tischplatte, ohne bekannte Gewässer großartig zu verlassen. Kann man man mögen, mir fehlt es hier ein wenig an Tempo. Und danach wieder eine Ballade? Richtig gehört, ich kürze das hier mal ein wenig ab: Es sind sogar insgesamt drei Balladen. Und wenn man möchte, kann man “Watch You Burn” fast noch mit hinzuzählen. Hier liegt der Fokus zum Beispiel deutlich auf der Akustikgitarre und eine durchgängige Bass Drum lässt eher auf einen Radiosong schließen. Versteht mich nicht falsch; das heißt nicht, dass das jetzt schlecht sei, aber man merkt deutlich, dass sich Disturbed mit diesem Album viel stärkere musikalische Freiheiten gegönnt haben. Manch einer wird darüber jedoch nicht sehr erfreut sein.

Allenfalls “Best Ones Lie” wird wieder dem “alten” Disturbed-Feel, gerecht, in dem die verzerrten Gitarren, die Double Bass und das Gitarrensolo wieder ein Oldschool-Metal-Feeling rüberbringen. Hört hier mal rein:

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Man mag darüber urteilen, wie man will, aber Disturbed ist im Metal-Business eine absolut feste Größe. Das neue Album entfernt sich jedoch von dem, was wir so kennen und auch vielleicht sehr von dem, was alte Disturbed-Fans so gemocht haben. “Evolution” ist da wirklich der passende Name für diesen Longplayer! Für Fans von David Draiman Stimme und den Balladen von A7X könnte das dafür eine volle Nummer werden. Ich bin derweil aber sehr hin- und hergerissen.

Wertung: 7/10

Band: Disturbed

Album: Evolution

Veröffentlichung: 19.10.2018

Offizielle Website der Band

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Evolution

Album

VÖ 18. Oktober 2018

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Foto: Disturbed / YouTube: "Hold on to Memories [Official Live Video]"

Disturbed

USASeit 1994

Disturbed ist eine US-amerikanische Band aus Chicago. Ins Leben gerufen wurde sie 1994 als Brawl von den heute noch aktiven Mitgliedern Dan Donegan (Gitarre) und Mike Wengren (Schlagzeug) gegründet. N…

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