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Yellowcard: Die Karriere der prägenden Band in 12 Songs
Es wird nostalgisch!
VON
Maik Krause
AM 02/08/2025
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Yellowcard gehören zu den prägenden US-Pop-Punk-Bands der 2000er und sind besonders für ihren ungewöhnlichen Mix aus schnörkellosem Punkrock und Geige bekannt. Mit dem Multi-Platin-Album „Ocean Avenue“ (2003) und der gleichnamigen Single erlangte die Band weltweite Bekanntheit und spielte sich damit zugleich in die Riege der Bands, die den Punk-Sound der 2000er prägten.
Am 10. Oktober erscheint das mittlerweile elfte Yellowcard-Studioalbum „Better Days“ – das erste nach der Reunion 2022. Zeit, um mal eine Reise durch die Bandgeschichte zu werfen. Ein Schnelldurchlauf mit Songs, die ihr neben dem Überhit „Ocean Avenue“ kennen solltet!
Time Will Tell (Where We Stand)
1999 klangen Yellowcard noch ziemlich rau, wild und – ehrlich gesagt – wie eine ganz andere Band. Mit ihren ersten beiden Alben, inklusive dem zweiten („Where We Stand“), macht die Band heutzutage eher Fans von unpoliertem Hardcore Punk glücklich. Ein Beispiel dafür ist „Time Will Tell“, einer der besseren Songs der Platte, die insgesamt aber vor allem durch ihre dürftige Produktion und der Stimme vom damaligen Sänger Ben Dobson auffällt. Auch das Album-Cover sticht aus der Diskographie der Band heraus, wenn auch nicht gerade positiv.
October Nights (One For The Kids)
Anfang 2000 wurde Ben Dobson durch Ryan Key ersetzt. Mit ihm änderte sich der Sound er Band vom schnellen Hardcore Punk hin zum melancholischem Pop Punk für den die Band bis heute bekannt ist. Auf dem dritten Studioalbum „One For The Kids“, der Vorgänger der Erfolgsplatte „Ocean Avenue“, befinden sich einige echte Perlen, die ihren Charme auch durch die raue Produktion innehaben. Einer davon ist „October Nights“, der nicht nur durch die sehr präsente Geige, sondern auch einem sehr spannenden Wechsel aus introvertierten Strophen und dem großen Chorus besticht.
Way Away (Ocean Avenue)
Nicht nur live ein klasse Opener, sondern auch auf Platte: „Way Away“ eröffnet das starke Album, mit dem Yellowcard 2003 endgültig der große Durchbruch gelang: „Ocean Avenue“. Dabei half der Song auch kräftig mit, war es doch die Debüt-Single der Platte und landete zugleich auf den Soundtracks der Madden NFL 2004 und SSX 3 Games. „Way Away“ ist ein perfektes Beispiel für den Sound der Band, der zwar laut und energisch, dafür aber mindestens genauso catchy ist. Gerade auf den Shows der Band eine Offenbarung!
Only One (Ocean Avenue)
„Only One“ ist einer dieser Songs, die den Alternative-Sound der 2000er perfekt einfangen. Eine Powerballade, die größer kaum sein kann und voller Emotionen steckt. Kein Wunder, immerhin geht es um eine gescheiterte Beziehung, die enden musste, weil Sänger Ryan Key Zeit und Raum für sich brauchte. Mit dem Song gab dieser sich reumütig und versuchte sich zu entschuldigen. Musikalisch ein Tipp für alle, die auf Songs wie „With Me“ von Sum 41 oder „MakeDamnSure“ von Taking Back Sunday stehen!
Lights and Sounds (Lights and Sounds)
Der Titelsong des 2006er Albums „Lights and Sounds“ markiert eine klangliche Weiterentwicklung der Band. Yellowcard legten den Fokus stärker auf Alternative-Rock-Elemente, was schon das Intro verdeutlicht. War „Ocean Avenue“ noch die Reise nach der eigenen Identität, bestimmt „Lights and Sounds“ das Gefühl der Leere und Verbitterung. So klingt die Single zwar noch nach Yellowcard, doch deutlicher reifer und düsterer zu dem, was man zuvor von der Band kannte.
Holly Wood Died (Lights and Sounds)
Für das „Lights and Sounds“-Album entwickelten Yellowcard einen Charakter, der dem Konzeptalbum als Protagonistin dienen und stellvertretend die Geschichte der Band und den Einfluss des Ruhmes erzählen sollte. Im letzten Song des Albums stirbt Holly Wood nicht nur. Vielmehr runden Yellowcard das Album elegant damit ab, indem sie Elemente des Intros „Three Flights Up“ am Ende des Songs wieder aufgreifen. „Holly Wood Died“ ist ein mitreißender Up-Beat-Song, der sich zunächst aufbaut, um dann im ersten Chorus all die Spannung aufzulösen. Und auch ohne den Kontext zum Album bekommt man das Gefühl, dass dieser Song eine Menge zu sagen hat.
Light Up The Sky (Paper Walls)
„Lights and Sounds“ konnte nicht an den Erfolg von „Ocean Avenue“ anknüpfen und entpuppte sich laut Violinist Sean Mackin als „zu düster“. Mit „Paper Walls“ wollte man sich wieder einem hoffnungsvolleren Sound und Vibe widmen. Belohnt wurde die Abkehr von den eher düsteren Themen des Vorgängers mit überwiegend positiver Kritik. Songs wie „Light Up The Sky“ zeigen Yellowcard in Bestform, wenn auch gereifter im Vergleich zu „Ocean Avenue“. Und gerade die Single hat sich über die Jahre zum festen Bestandteil des Live-Sets gefestigt.
For You, And Your Denial (When You’re Through Thinking, Say Yes)
Noch immer irgendwie ungewöhnlich, ist die Geige eine der wichtigsten Elemente im Yellowcard-Sound. Entsprechend wohlig und vertraut fühlt sich das Intro zu „For You, And Your Denial“ an, der zugleich die erste Single des ersten Albums nach der Pause zwischen 2008 und 2010 war. Dennoch fuhren Yellowcard den Einsatz der Geige auf „When You’re Through Thinking, Say Yes“ (2011) weiter zurück, was dem allgemein starken Album keinen Abbruch tat. Vielmehr gab sich die Band offen für schnellere und lautere, aber auch gewohnt leisere Momente, die gerade „For You, And Your Denial“ vereint.
Always Summer (Southern Air)
Mit „Always Summer“ präsentierten Yellowcard einen der eingängigsten Songs ihres achten Albums „Southern Air“ (2012) als Single. Damit landeten sie einen echten Sommer-Hit, ist der Song nicht nur ein typischer Pop Punk-Track im Yellowcard-Gewand, sondern auch ehrlich und positiv mit Hinblick auf die Lyrics. Auch das Album selbst konnte überzeugen und brachte der Band einige Bestplatzierungen in den Jahresendlisten ein. Mit All Time Low und We Are In The Crowd hatte man namhafte Gäste am Start, musste sich im Anschluss aber von Drummer und Gründungsmitglied Longineu W. Parsons III verabschieden.
The Deepest Well (Lift A Sail)
„Lift A Sail“ (2014) war ein sehr kompliziertes Album für die Band. Violinist Sean Mackin kämpfte mit einer Krebserkrankung, ein neuer Drummer, ein neues Label, aber vor allem der Snowboard-Unfall von Ryan Keys damaligen Verlobten Alyona Alekhina war der größte Einfluss für „Lift A Sail“. Ein Album, das sich mehr dem Alternative Rock und weniger dem leichten Pop Punk hingibt und nur wenige echte Hits bietet. Am ehesten sticht noch „The Deepest Well“ mitsamt Feature von Memphis May Fire Frontmann Matty Mullins heraus, während der Rest der Platte von seiner Gesamtheit lebt.
Fields & Fences (Yellowcard)
Es sollte das letzte Album der Band sein, doch wie wir wissen, sollte das Ende nur fünf Jahre anhalten: Mit ihrem Selftitled-Album (2016) wollten sich Yellowcard gebührend von ihren Fans verabschieden und ließen nochmal alles heraus, wofür man die Band kannte und liebte. Doch mit „Fields & Fences“ setzten Yellowcard einen wunderbar epischen und traurigen Schlusspunkt, wenn nach den Zeilen „I know I love the way you make me feel like I am home / And I am not alone“ die Geige langsam ausklingt. Gänsehaut!
Honestly i (Better Days)
Im September 2022 meldeten sich Yellowcard auf dem Riot Fest in Chicago mit einer Reunion-Show zurück. Nach einigen Nebenprojekten wie dem Cover von „A Whole New World“ aus dem Aladdin-Film für das Disney-Pop Punk-Album „A Whole New Sound“, gab die Band im Frühjahr 2025 ihr Signing mit Better Noise Music und mit „Better Days“ ihr elftes Studioalbum bekannt. Auf diesem arbeitete die Band mit Travis Barker (blink-182) zusammen, der die Platte produziert und sogar die Drums eingespielt hat. Diesen Einfluss hört man bei der Single „honestly i“ besonders gut heraus. Ein Signature-Barker-Song, der gut nach vorne geht und an die Hardcore Punk-Anfänge von Yellowcard erinnert. Wie das Album klingt? Das erfahren wir dann am 10. Oktober!
Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)
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