The Amity Affliction und ihr ehemaliger Bassist und Co-Vocalist Ahren Stringer sind offenbar auch mehr als ein Jahr nach der Trennung geschäftlich noch aneinander gebunden. Grund dafür sollen Schulden in Höhe von rund 646.000 australischen Dollar sein, die laut einem Bericht des Musikmagazins „Blunt“ größtenteils beim australischen Finanzamt liegen.
Eine Trennung mit zwei Versionen
Im Februar 2025 gab die australische Metalcore-/Post-Hardcore-Band bekannt, dass Stringer nicht mehr Teil der Gruppe ist. Die genauen Hintergründe der Trennung sind bis heute nicht vollständig geklärt.
Stringer behauptete damals, rausgeworfen worden zu sein – und widerspricht damit der öffentlichen Darstellung der Band, die von einer einvernehmlichen Trennung sprach (wir berichteten).
Die Schulden, die alles komplizierter machen
Als wäre eine unklare Trennung nicht schon Drama genug, sind nun Unterlagen aufgetaucht, die zeigen: Die Firma hinter The Amity Affliction steckte tief in den roten Zahlen.
Um eine Insolvenz abzuwenden, einigten sich alle Beteiligten – darunter Frontman Joel Birch und Stringer – auf einen formalen Rückzahlungsplan: rund 512.000 Dollar sollen über fast drei Jahre aus den laufenden Einnahmen der Band abbezahlt werden.
Warum Stringer noch immer drin steckt
Bands wie The Amity Affliction organisieren ihre geschäftlichen Angelegenheiten in der Regel über eine gemeinsame Firma, über die Einnahmen und Ausgaben laufen. Verlässt ein Mitglied die Band, wird dessen Anteil üblicherweise gegen eine Abfindung ausgezahlt und ermöglicht so eine saubere Trennung.
Im aktuellen Fall ist das offenbar nicht passiert: Laut den von „Blunt“ zitierten Unterlagen ist Stringer weiterhin als Mitinhaber der Bandfirma geführt. Ein möglicher Grund dafür liegt nahe: solange erhebliche Schulden bestehen, fehlt der finanzielle Spielraum für eine solche Auszahlung.
Laut „Blunt“ laufen zwar Verhandlungen zwischen beiden Seiten, abgeschlossen ist bisher nichts.
Foto: Tom Brown / Offizielles Pressebild