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Spotify-Bibliothek von Pirate-Gruppe geleakt
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Spotify-Bibliothek von Pirate-Gruppe geleakt

86 Millionen Audio-Dateien und 256 Millionen Tracks-Metadata über Torrents verbreitet

Admin/23. Dezember 2025· Aktualisiert 6. April/3 Min.
A

Unser Admin sorgt dafür, dass alles funktioniert. Manchmal funktioniert es nicht, dann ist zwar er schuld. Aber dann repariert er es und wir haben ihn alle wieder lieb.


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Eine Pirate-Activist-Gruppe hat einen massiven Teil der Spotify-Bibliothek abgegriffen und veröffentlicht. Die Gruppe „Anna’s Archive“ gibt an, 86 Millionen Audio-Dateien und Metadata von 256 Millionen Tracks gesichert zu haben. Die Daten werden über Torrent-Netzwerke verteilt und umfassen insgesamt rund 300 Terabyte.

Laut einem Blog-Post auf Anna’s Archive handelt es sich um die „weltweit erste vollständig offene Preservation-Archive für Musik“. Die Gruppe, die sich normalerweise auf Bücher und wissenschaftliche Papers konzentriert, rechtfertigt die Aktion mit dem Ziel, „die musikalische Kulturerbe der Menschheit zu bewahren“.

Details zum Leak

Der Leak umfasst Musik, die zwischen 2007 und Juli 2025 auf Spotify hochgeladen wurde. Die 256 Millionen Metadata-Einträge repräsentieren laut Anna’s Archive 99,6 Prozent aller Listens auf der Plattform. Das Audio-Material liegt überwiegend in Spotify’s Standard-Qualität von rund 160 kbps vor, long-tail Material wurde kleiner enkodiert.

Die Metadata beinhaltet eine nahezu verlustfreie JSON-Rekonstruktion von Spotifys API, inklusive 186 Millionen einzigartiger ISRCs (International Standard Recording Code). Alle Album-Infos, Artist-Daten und Cover-Artworks sind enthalten und als abfragbare SQL-Datenbank aufbereitet.

Spotify reagiert

Spotify bestätigte den unautorisierten Zugriff und gab an, die verantwortlichen User-Accounts identifiziert und deaktiviert zu haben. „Eine Untersuchung des unautorisierten Zugriffs hat ergeben, dass eine Drittpartei öffentliche Metadata gescraped und illegale Taktiken verwendet hat, um DRM zu umgehen und auf Audio-Dateien der Plattform zuzugreifen“, so ein Spotify-Sprecher.

Die Plattform hat nach eigenen Angaben neue Schutzmaßnahmen gegen solche Anti-Copyright-Attacken implementiert und überwacht verdächtiges Verhalten aktiv. „Seit Tag eins stehen wir an der Seite der Artist-Community gegen Piraterie und arbeiten aktiv mit unseren Industry-Partnern zusammen, um Creator zu schützen und ihre Rechte zu verteidigen.“

Bedenken wegen AI-Training

Neben der Möglichkeit, dass technisch versierte User mit genug Speicherplatz eigene Spotify-Klone aufbauen könnten, gibt es größere Sorgen bezüglich AI-Unternehmen. Yoav Zimmerman, CEO von Third Chair, warnt in einem LinkedIn Beitrag: „Es ist jetzt dramatisch einfacher für AI-Companies geworden, mit moderner Musik im großen Maßstab zu trainieren. Das Einzige, was sie aufhält, sind Copyright-Gesetze und die Abschreckung durch Strafverfolgung.“

Der Leak könnte damit ähnliche Auswirkungen haben wie zuvor geleakte YouTube-Datasets, die vermutlich von unlizensierter AI-Music-Services zum Training genutzt wurden. Die Daten sind bereits über P2P-Netzwerke verteilt – „es gibt kein Zurück mehr“, so Zimmerman.

Anna’s Archive ist in mehreren Ländern wegen wiederholter Copyright-Verletzungen gesperrt. Google entfernte im November fast 800 Millionen Links zu Anna’s Archive aus seiner Suchmaschine, nachdem Publisher Takedown-Requests eingereicht hatten. Die Organisation entstand 2022 nach dem Shutdown der Z-Library und aggregiert Inhalte von verschiedenen Free-Online-Libraries.

Foto: Fanta Media – stock.adobe.com


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