Foto: Parkway Drive – The DVD (Full Documentary 2023 Remaster) / YouTube (Rock and Metal Music Archives)
People
Parkway Drive: Ehemaliger Merchandise-Koordinator bekennt sich schuldig wegen Sexualstraftat an Minderjähriger
Jed Gordon, Bruder von Schlagzeuger Ben Gordon, gestand sexuelle Handlungen mit 14- bis 16-Jähriger im Jahr 2002 – Band beendet alle Vertragsbeziehungen und übernimmt moralische Verantwortung
Unser Admin sorgt dafür, dass alles funktioniert. Manchmal funktioniert es nicht, dann ist zwar er schuld. Aber dann repariert er es und wir haben ihn alle wieder lieb.
Jed Gordon ist der langjährige Merchandise-Koordinator von Parkway Drive und der Bruder von Schlagzeuger Ben Gordon. Am 16. März 2026 bekannte er sich vor einem Gericht in New South Wales schuldig. Er bestätigte, im Jahr 2002 sexuelle Handlungen mit einem, laut abc-News, 15-jährigen Mädchen begangen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war der heute 44-Jährige Gordon Anfang 20. Die Verurteilung wird laut LambGoat für den 19. Mai 2026 erwartet. Die australische Metalcore-Band reagierte mit einer klaren Stellungnahme und beendete mit sofortiger Wirkung alle vertraglichen Beziehungen zu Gordon.
Die Tat ereignete sich 2002, ein Jahr vor der Gründung von Parkway Drive. Gordon war seit 2003 für die Band tätig, zunächst als Tour-Merchandise-Koordinator, später als Teil des australischen Online-Merchandise-Teams. Seit 2017 war er nicht mehr mit der Band auf Tour. In ihrer Stellungnahme betont die Band, dass sie erst durch die Gerichtsverhandlung von den Vorwürfen erfahren habe.
Statement der Band: Moralische Verantwortung übernommen
Parkway Drive veröffentlichten auf Instagram eine ausführliche Erklärung, in der sie die Tat scharf verurteilten und Mitgefühl mit dem Opfer ausdrückten. „Wir verurteilen diese Handlungen auf das Schärfste und unser Mitgefühl gilt dem Opfer“, heißt es in dem Statement. Die Band übernimmt moralische Verantwortung für Gordons langjährige Anstellung, obwohl die Straftat vor Bandgründung geschah: „Obwohl diese Handlungen vor der Gründung von Parkway Drive stattfanden, tragen wir die moralische Verantwortung dafür, dass wir Jed seit 2003 beschäftigt haben.“
Die Band stellte klar, dass Gordon seit 2017 nicht mehr auf Tour gewesen sei und zuletzt nur noch im Online-Merchandise-Bereich tätig war – ohne direkten Kontakt zu Fans bei Shows. Die Gruppe beendete alle Vertragsbeziehungen zu Jed Gordon mit sofortiger Wirkung. Parkway Drive kündigten zudem an, ihre internen Prozesse zu überprüfen und Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.
Instagram Post
Beim Anzeigen werden Cookies gesetzt und Daten an Instagram übertragen.
Reaktionen der Szene: Diskussion über Sicherheit bei All-Age-Shows
Der Fall hat in der internationalen Hardcore- und Metal-Community für erhebliche Diskussionen gesorgt. Besonders im Fokus steht die Frage nach Hintergrundüberprüfungen und Schutzmaßnahmen in der Touring-Industrie. Die Tatsache, dass Gordon über zwei Jahrzehnte im direkten Umfeld einer der erfolgreichsten Metalcore-Bands tätig war, wirft die Frage auf, ob es überhaupt Möglichkeiten gibt, hier bessere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
In sozialen Medien äußerten sich zahlreiche Fans und Szene-Mitglieder besorgt über die Strukturen in der oft informell organisierten Touring-Branche. Viele forderten verbindliche Hintergrundchecks für Crew-Mitglieder, die bei Shows mit Minderjährigen arbeiten.Die Band selbst betonte in ihrer Stellungnahme, dass sie die Sicherheit ihrer Fans ernst nehme und ihre Prozesse entsprechend anpassen werde.
Rechtlicher Kontext und nächste Schritte
Gordon bekannte sich vor dem New South Wales District Court schuldig, sexuelle Handlungen mit einer Person zwischen 14 und 16 Jahren begangen zu haben. Die Behörden machten die genauen Umstände der Tat aus dem Jahr 2002 nicht öffentlich. Das Gericht verkündet das Strafmaß am 19. Mai 2025. Zuvor soll eine Anhörung des Opfers zu den Auswirkungen der Tat statt finden. In Australien können solche Vergehen mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden, abhängig von den konkreten Umständen und dem Alter des Opfers.
Die Band stellte klar, dass sie keine weiteren Kommentare zum laufenden Gerichtsverfahren abgeben werde, um die Integrität des Prozesses nicht zu gefährden. Parkway Drive kündigten jedoch an, nach Abschluss des Verfahrens weitere Schritte zu kommunizieren, die sie zur Verbesserung ihrer internen Sicherheitsstandards unternehmen werden.