
My Dying Bride über die (Live-)Zukunft der Band: „Tiefes Gefühl der Unzufriedenheit unter den Bandmitgliedern“
Das klingt nicht gut.
Wenn unsere Tamara nicht gerade mit ihrem Master in Musikjournalismus eingespannt ist, versorgt sie die Leserschaft mit Rezensionen und Interviews rund um Bands, die eigentlich nur noch unsere Eltern hören. Zu ihren Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören Till Lindemann und Wacken. Sieht man sie nicht im Club oder durch einen Moshpit tanzen, steht sie hinter dem Tresen und mixt unverschämt gute Cocktails, um mit Freuden ihre Freunde abzufüllen. Neuerdings versucht sie sich auch als Pflanzenmutti und an der E-Gitarre. Ganze 3 Akkorde beherrscht sie schon, einer Karriere in einer Punkband würde also nichts mehr im Weg stehen.
Wenige Tage nach dem Release ihres neuesten Albums „A Mortal Binding“ teilen My Dying Bride ein Statement via ihrer Social Media-Kanäle und klären über Verstimmungen zwischen den Bandmembern auf. Demnach könnte es eine Weile dauern, bis Fans die neuen Songs der Gruppe live erleben dürfen.
My Dying Bride schildern Stimmungslage innerhalb der Band
Ob „A Mortal Binding“ tatsächlich eine tödliche Verbindung darstellt? Wie My Dying Bride nun mitteilten, haben zumindest die Arbeiten an der neuen und 15. Platte der Doom Metal-Band sie bis an den Abgrund geführt.
Nachdem die Gruppe bereits im Voraus einige Konzerte und Festivalauftritte absagte, wurde die Gerüchteküche angeheizt. Resultierend daraus sagten weitere Veranstalter Konzerte der Band ab und prophezeiten den Fans ein konzertloses Jahr. Scheinbar überrumpelt, versuchen My Dying Bride nun die Wogen zu glätten und klären Fans und Kritiker im Rahmen eines ausführlichen Social Media-Posts über die aktuell verzwickte Lage der Band auf:
„Die Produktion des neuesten Albums war so mühsam und herausfordernd, dass Brüche innerhalb der Band zutage traten. Diese Spannungen waren bereits bei der Entstehung der beiden vorherigen Alben zu beobachten und haben sich während der Covid-Zeit nur noch verschärft. In den letzten Monaten haben sie zugenommen und bei den Bandmitgliedern ein tiefes Gefühl der Unzufriedenheit hervorgerufen. Der daraus resultierende Stress und das allgegenwärtige Burnout-Gefühl sowie das dadurch verursachte körperliche und geistige Unwohlsein erfordern eine Auszeit, die sich leider auf Live-Shows auswirkt.
Der Grund für das Fehlen einer offiziellen Stellungnahme liegt bisher darin, dass die Band wirklich gehofft hat, diese internen Probleme lösen zu können um in diesem Jahr noch einige Shows zu spielen. Gleichzeitig haben wir versucht rechtzeitig eine Lösung zu finden, um alle Beteiligten zufrieden zu stellen. Leider ist diese Lösung noch nicht gefunden.
Bedauerlicherweise haben mangelndes Verständnis und schlechte Kommunikation seitens unserer geschäftlichen Partner zu einem vorzeitigen und chaotischen Durcheinander geführt, sodass wir uns davon erstmal erholen müssen. Allerdings wurden die Veranstalter nun offiziell kontaktiert und wir haben die Hoffnung, dass die nötigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen auf euch alle zu minimieren.
Es tut uns leid, dass wir euch im Dunkeln lassen, aber dies sind in der Tat herausfordernde Zeiten.“
Instagram Post
„A Mortal Binding“ erschien am 19. April via Nuclear Blast. Ob die Band ihre bisher noch nicht gecancelten Festival-Auftritte wahrnehmen kann, ob es überhaupt eine Tour zum neuen Album geben wird, ist auf Grundlage dieser Informationen fraglich.
Foto: My Dying Bride / Offizielles Pressebild


