
Linkin Park: Ex-Bassist Kyle Christner verklagt Band wegen fast 25 Jahre alter Aufnahmen
Last seen 1999.
Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Anno 1999, noch bevor Linkin Park ebenjenen Namen einnahmen, brachte die Band unter dem Namen Hybrid Theory eine gleichnamige EP an den Start. Später sollte diesen Namen auch das Debütalbum der Kombo tragen.
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Genau in diesem Jahr, als die Band die die frühe „Hybrid Theory“-EP an den Start brachten, zupfte Kyle Christner den Bass. Nachdem zunächst Dave Farrell an den ersten Aufnahmen beteiligt war, verließ er die Band zugunsten seines anderen Projekts Tasty Snax wieder und wurde kurzzeitig durch Christner ersetzt. Dieser wiederum war nur ein Jahr von 1998 bis 1999 Teil der Truppe und wurde dann wieder von Dave Farrell ersetzt, der bekanntermaßen bis heute den Bass bei Linkin Park spielt.
Wie dem auch sei – an den Arbeiten zur „Hybrid Theory“-EP jedenfalls war Kyle Christner beteiligt. Und wenn man ihn fragt, so hatte er wohl großen Anteil am späteren Erfolg der Band. Denn jetzt verklagt er seine ehemaligen Bandkollegen.
Ehemaliger Linkin Park-Bassist verklagt die Band
Demnach habe seit er an den Einnahmen der EP niemals begünstigt worden und habe keine Tantiemen erhalten (via Blabbermouth). In der Klage, die diese Woche beim U.S. District Court For The Central District Of California eingereicht wurde, bezeichnet sich Christner selbst als „ehemaliges Mitglied von Linkin Park“, das „an zahlreichen Songs der Band mitgearbeitet und diese aufgenommen hat“. Er sagt, dass die 20 Anniversary Edition von „Hybrid Theory“, die 2020 veröffentlicht wurde, viele Tracks enthalte, an denen er mitgewirkt habe, darunter „Could Have Been“, ein „Song, der nie zuvor in irgendeiner Form veröffentlicht wurde und jetzt allein auf YouTube fast eine Million Aufrufe hat“.
Das Box-Set zur Anniversary-Edition enthalte weiter eine Neuauflage besagter EP, jedoch sei er im Remake aus den Credits entfernt worden. Das Bassspiel habe er allerdings eindeutig als sein eigenes identifizieren können. Kontaktiert worden sei er von der Band nicht und habe selbst erst zwei Monate später Wind davon bekommen, dass seine Arbeit auf der Neuauflage enthalten sei.
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Im Frühjahr diesen Jahres kam das Management dann auf Kyle Christner zu und habe ihm Tantiemen für drei Demos sowie die EP angeboten. Nach seiner eigenen Berechnung stünde ihm allerdings mehr zu, das wurde bislang jedoch abgelehnt. Nun folgte die Klage. Ausgang bislang ungewiss.
Linkin Park selbst haben sich zur Klage noch nicht geäußert. Mike Shinoda, Delson, Rob Bourdon und Joseph Hahn sind neben dem Management und dem Label Warner Records als Beklagte aufgeführt.
Foto: Linkin Park / YouTube: „One Step Closer (Official Video)“



