
Limp Bizkit ernten Shitstorm für gestriges Konzert in Frankfurt
Ein wütender Fan stellte Fred Durst auf der Bühne zur Rede.
Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Im Rahmen ihrer „Still Sucks“ Tour sind Limp Bizkit gerade in Europa unterwegs und drei Konzerte führten die Kombo um Fronter Fred Durst auch zu uns nach Deutschland. Nach zwei gelungenen Auftritten in München und Stuttgart wurde die Show in Frankfurt am Mittwochabend allerdings zur Schmach. Und zwar für die Band selbst.
Limp Bizkit ernten Kritik für Konzert in Frankfurt
Dass da etwas nicht ganz rund lief, merkte man schon recht früh. Nach kurzer Zeit löste Fred Durst auf: Er sei krank und habe kaum noch Stimme. Schon nach drei Songs dann stellte er die Fans vor die Wahl, dass die Band das Konzert entweder abbrechen müsse oder mit Support aus dem Publikum weiterführen würde. Man entschied sich dann für Variante 2, doch das ging dann irgendwie doch nach hinten los.
Nachdem die ersten Performances mit den Gast-„Vokalisten“ noch halbwegs gut aufgenommen wurde, wuchs der Unmut bei den Fans mit jedem Track, den die Kombo mit Unterstützung aus dem Publikum spielte. Nach der Hälfte des Sets war dann auch schon die Hälfte der Halle leer, die Setlist wurde völlig durcheinander geworfen und der Spaß gipfelte darin, dass ein aufgebrachter Fan sich bei der Band beschwerte und von Fred Durst dann als „asshole“ bezeichnet wurde.
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Fans machen ihrem Ärger im Netz Luft
Mittlerweile ist im Netz ein richtiger Shitstorm entbrannt. Fans fordern ihr Geld zurück und twittern, dass sogar Playback besser gewesen wäre als die „Karaokeshow“.
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Fred Durst selbst scheint indes einen etwas anderen Blick auf den Abend zu haben und bedankt sich in seiner Insta-Story bei den Fans für die Unterstützung. Er entschuldigt sich bei „den wenigen“, die von der Show enttäuscht gewesen sind.

Ein Satz mit X… Ob Limp Bizkit damit was gewonnen haben? Das wagen wir mal zu bezweifeln. Eine Chance, es besser zu machen, haben sie dann im Sommer, denn dann stehen sie u.a. bei Rock am Ring und Rock im Park auf der Bühne.
So oder so wünschen wir Fred Durst eine schnelle Genesung. Doch wie für jeden gilt auch im Musik-Business: Krank ist krank. Und dann muss man sich eben auch mal eingestehen, eine Pause machen zu müssen. Und im Zweifel eine Show absagen.
Bild: YouTube / faszinierend „19: Rollin / Break Stuff Limp Bizkit live in Frankfurt Fan disappointed about karaoke show“



