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Kurt Cobain soll ermordet worden sein

Unabhängiges Ermittler-Team vermutet Tötungsdelikt.

VON AM 14/02/2026

Der Tod von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain lies die Welt vor mehr als 30 Jahren stillstehen. Der Sänger wurde tot in seiner Wohnung in Seattle, Washington aufgefunden. Die festgestellte Todesursache war eine selbst zugefügte Schusswunde durch eine Schrotflinte. Nun untersucht ein unabhängiges Privatermittler-Team Cobains Autopsiebericht neu.

Der folgende Artikel behandelt Themen wie Suizid, Selbstverletzung, Drogenmissbrauch und Gewalt. Diese Inhalte können emotional stark wirken. Bitte achte beim Weiterlesen auf dein Wohlbefinden und unterbrich das Lesen, wenn dir die Inhalte zu nah gehen.

Der Tod von Kurt Cobain soll kein Suizid gewesen sein

Kurt Cobain starb am 05. April 1994 im Alter von nur 27 Jahren. Seine Leiche wurde in seinem Zuhause in Seattle gefunden. Cobain soll Suizid durch einen Schuss in den Kopf mit einer Schrotflinte begannen haben. Zuvor hatte er Jahre mit Depressionen und Drogenabhängigkeit zu kämpfen.

Schon damals gab es Verschwörungstheorien, dass Cobain keinen Suizid begangen haben soll, sondern ermordet wurde. Nun wird dieser Gedanke wieder aufgerollt: Ein unabhängiges Ermittler-Team untersucht den Autopsiebericht und die Tatortmaterialien neu. Das Team arbeitet mit Brian Burnett zusammen. Burnett hat bereits mehrere Fälle von Schusswunden in Verbindung mit Überdosen bearbeitet und bezeichnet sich selbst als Experte auf diesem Gebiet.

Das Team ist sich sicher, dass Kurt Cobains Tod kein Suizid war. Brian Burnett sagt der Daily Mail: „Hier liegt ein Tötungsdelikt vor. Wir müssen handeln.“ Ermittlerin Michelle Wilkins, ebenfalls Teil des Teams, sagt: „Die Untersuchung der Autopsiebefunde ergab Hinweise, die gegen einen unmittelbaren Tod durch Schussverletzung sprechen.“

„eine Nekrose tritt bei Überdosierung auf, nicht durch eine Schusswaffe“

Demnach wurde die Theorie aufgestellt, dass Kurt Cobain von einer, beziehungsweise mehreren, Personen überfallen wurde. Diese sollen ihm eine Überdosis Heroin zugeführt haben. Daraufhin wurde Cobain in den Kopf geschossen und die Tatwaffe in seine Hand gelegt. Um das Bild zu vollenden, wurde ein Abschiedsbrief verfasst.

Als stützendes Argument dieser Theorie nennt Wilkins: „Eine Nekrose (lokales Absterben von Zellen oder Gewebeteilen) von Gehirn und Leber tritt bei einer Überdosierung auf, nicht jedoch bei einem Tod durch Schusswaffe.“ Gehirn und Leber sollen demnach durch eine nicht zureichende Sauerstoffzufuhr abgestorben sein, was zum Herzstillstand führte.

Weiter noch sagt Michelle Wilkins, dass der Tatort zu „aufgeräumt“ war: „Die Quittung für die Waffe befindet sich in seiner Tasche. Die Quittung für die Patronen befindet sich in seiner Tasche. Die Patronen waren vor seinen Füßen aufgereiht“.

ein zu sauberer Tatort

Kurt Cobain soll mit zurückgeschobenen Ärmeln aufgefunden worden sein. Das Heroin-Set soll einige Meter von ihm entfernt gelegen haben. Es enthielt aufgesetzte Spritzen, Wattestäbchen und Stücke schwarzen Heroin von ungefähr gleicher Größe.

„Wir sollen glauben, dass er nach drei Injektionen die Nadeln wieder aufgesetzt und alles wieder ordentlich zurückgelegt hat – weil man das ja so macht, während man gerade stirbt“, so Wilkins. „Suizide sind unordentlich, und dies war ein sehr sauberer Tatort.“

Für Wilkins geht die Rechnung des angeblichen Ablaufes von Kurt Cobain Tod nicht auf: „Er stirbt an einer Überdosis und kann kaum noch atmen, sein Blut wird nur noch schwach gepumpt“, sagt sie. „Das bedeutet, dass Gehirn und Leber nicht mit Sauerstoff versorgt werden, sie verhungern quasi und sterben.“

Und weiter: „Wenn man sich die Tatortfotos anschaut, sieht man, wie groß diese Waffe ist (eine Remington Model 11 20-Gauge-Schrotflinte). Stell dir vor, er liegt komatös da und stirbt – und dann auch noch, wie er sie hätte halten müssen … sie wiegt sechs Pfund (2,7 Kilogramm). Also, er stirbt an einer Überdosis. Ich meine, er liegt im Koma und hält das hier hoch (die Schrottflinte), um den Abzug erreichen zu können und es in den Mund zu bekommen. Das ist verrückt.“

Seattle police department: „Es war suizid“

Entgegen den neuen Analysen des Teams um Michelle Wilkins und Brian Burnett hält das Seattle Police Department jedoch weiterhin an seiner ursprünglichen Bewertung fest: Der Tod von Kurt Cobain wird nach wie vor offiziell als Suizid gewertet. Ein Sprecher des Police Departments teilte der Daily Mail mit: „Das King County Medical Examiner’s Office arbeitete eng mit der örtlichen Polizei zusammen, führte eine vollständige Autopsie durch und befolgte alle vorgeschriebenen Verfahren, um zu dem Ergebnis zu gelangen, dass es sich bei dem Tod um einen Suizid handelt.“

Auch fügt das Seattle Police Department hinzu: „Unser Amt ist grundsätzlich offen dafür, seine Schlussfolgerungen zu überdenken, sollte neues Beweismaterial auftauchen. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise, die eine Wiedereröffnung des Falls oder eine Änderung unserer bisherigen Feststellung des Todes rechtfertigen würden.“

Wenn dich die Themen dieses Artikels betreffen oder du selbst mit Suizidgedanken oder dem Wunsch nach Selbstverletzung kämpfst, bitte bleib damit nicht allein.

Du erreichst die TelefonSeelsorge rund um die Uhr, anonym und kostenlos unter

0800 111 0 111
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Chat- und Onlineberatungen findest du unter www.telefonseelsorge.de. In einer akuten Notlage rufe bitte den Notruf 112 oder wende dich an die nächste Notaufnahme.

Foto: Nirvana / YouTube: „The Man Who Sold The World (MTV Unplugged)“

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