
Kalifornischer Gouverneur bannt Kid Rock von der Bühne
Gouverneur Newsom nimmt Kid Rock wegen Trump-Nähe ins Visier.
Vanessa Wobb
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat auf X (ehemals Twitter) einen Seitenhieb in Richtung Kid Rock rausgehauen. Darin heißt es, der Sänger dürfe im Golden State künftig keine Shows mehr spielen. Der Grund sei seine „grausame Musik“.
Newsom wettert gegen Kid Rock
Wörtlich hieß es in seinem Post:
„Wegen seiner grausamen Musik wird Kalifornien Kid Rock auf unbestimmte Zeit von Auftritten im Golden State ausschließen. Gern geschehen! – GCN.“
Post auf X
Auch wenn Newsom seine Ansage bislang nicht weiter kommentiert hat, dürfte das Ganze eher als satirischer Seitenhieb auf die laufende Debatte um Meinungsfreiheit und Zensur in den USA gemeint sein, befeuert durch die jüngste Absetzung von Jimmy Kimmel Live.
Nach Kimmels Suspendierung schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social: „Großartige Neuigkeiten für Amerika: Die Jimmy Kimmel Show, die in den Einschaltquoten unterlegen war, wurde abgesetzt.“
Kid Rock hat sich bisher nicht zu dem landesweiten Verbot seiner Konzerte geäußert.
Das steckt dahinter
Newsom ist bekannt dafür, konservative Stimmen regelmäßig aufs Korn zu nehmen. In den letzten Monaten veröffentlichte sein Büro gleich mehrere Statements komplett in Großbuchstaben. Offensichtlich eine Anspielung auf Trumps Online-Gewohnheiten. Auch Parodien auf rechte Persönlichkeiten gehörten schon zum Repertoire.
Kid Rock wiederum hatte sich in der Vergangenheit als Unterstützer von Donald Trump positioniert, sang letztes Jahr auf dem Parteitag der Republikaner sogar „American Bad Ass“ mit angepasstem Text zugunsten Trumps. Deshalb geriet auch er in Newsoms Visier. Dieser schrieb kürzlich: „Hasst ihr eigentlich auch, dass Kid Rock nicht mehr heiß ist, seit ich ihn hasse?“ – eine direkte Anspielung auf einen alten Trump-Spruch über Taylor Swift.
Bild: YouTube / „Kid Rock – All Summer Long [Official Music Video]“


