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Jera On Air: Warum ihr dieses Festival unbedingt auf dem Schirm haben solltet

Ende Juni geht es in Ysselsteyn wieder rund.

VON AM 10/06/2023

Es ist soweit. Die Festivalsaison ist in vollem Gange. Mit Rock am Ring und Rock im Park haben wir am ersten Juni-Wochenende bereits zwei absolute Highlights erlebt. Und auch im weiteren Verlauf des Juni stehen weitere hochkarätige Festivals an. Gerade das letzte Juniwochenende hat das Zeug dazu, das Festivalwochenende des Jahres zu werden. Zwar hat das Download Germany recht kurzfristig den Stecker gezogen, doch mit dem Full Force Festival und dem Vainstream Rockfest stehen immer noch mehr als würdige Alternativen bereit. Und dann gibt es noch das Jera On Air in den Niederlanden – gar nicht weit weg von der Grenze zu Deutschland.

Wer das Jera On Air bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte sich die folgenden Zeilen nicht entgehen lassen. Und bei denjenigen, die ihr Ticket schon längst gesichert haben, lässt dieser Artikel hoffentlich die Vorfreude weiter steigen. Doch was macht das Jera On Air eigentlich so besonders? Der Reihe nach…

Jera On Air: Die familiäre Atmosphäre

Unter dem Namen Jera On Air firmiert das Festival seit dem Jahr 2001. Seitdem wurde es Schritt für Schritt größer und professioneller. Zunächst ging es nur über einen Tag, ab 2012 waren es dann zwei Tage und seit 2019 erstreckt sich das Festival über drei Tage.

Auch in Sachen Bands wurde es von Jahr zu Jahr hochkarätiger. Während in den ersten Jahren der Fokus eher auf ein, zwei große Namen gelegt wurde, reihen sich inzwischen die ganz Großen der Szene Jahr für Jahr auf den Festivalplakaten ein. Das ist durchaus bewundernswert, weil hinter dem Festival immer noch eine große Gruppe Freiwilliger aus Ysselsteyn, dem Austragungsort des Festivals steht.

Ohne die Freiwilligen – von jung bis alt – würde auch während des Festivals gar nichts gehen. Dass es dabei – wie beim Parkplatzchaos nach dem brutalen Starkregen am ersten Festivaltag im letzten Jahr – manchmal weniger professionell zugeht als woanders – geschenkt. Das nimmt man für die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre vor Ort gerne in Kauf.

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Das Festival der kurzen Wege

Wie schon erwähnt: Das Jera On Air ist mit den Jahren immer größer geworden. Und auch wenn man im letzten Jahr erstmals den Standort gewechselt hat – nur wenige Kilometer weiter auf die andere Seite des Dorfs – bleibt es ein Festival der kurzen Wege. Parkplätze, Campingplatz und Festivalgelände selbst sind so nah beieinander wie nur auf wenigen anderen Festivals.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ihr müsst keine kilometerlangen Märsche mit dem schweren Gepäck fürchten. Ihr verpasst auch selten Bands, weil es von der einen bis zur anderen Bühne nur ein Katzensprung ist. Und ihr könnt auch 10 Minuten, bevor eure Lieblingsband spielt, noch ganz entspannt im Campingstuhl sitzen. Nur nach ganz vorne kommt ihr dann natürlich nicht mehr.

Ein Kurzurlaub in Holland

Viele von uns haben nur die besten Erinnerungen an Familienurlaube an der niederländischen Nordseeküste. Nun, wir müssen zugeben: Ysselsteyn ist von der Küste ungefähr so weit entfernt wie Helene Fischer von einem Auftritt beim Jera On Air. Und doch weht ein Hauch von Urlaubsstimmung durch die Wiesen und Felder der Provinz Limburg.

Angesichts doch angesichts des kleinen, aber feinen Festivalgeländes machen auch drei Tage Dauerbeschallung diese Idylle nicht zunichte. Und was das Kulinarische angeht, so ist das Festival ohnehin Holland pur. Rosebier, Kaassoufflé, Pikanto – kein Wunsch bleibt unerfüllt.

Ein Line-Up, das nie enttäuscht

Ob man mit dem Line-Up eines Festivals zufrieden ist, ist selbstverständlich eine sehr subjektive Sichtweise. Es gibt die Festivalgänger, die vor allem auf große Namen als Headliner stehen und es gibt diejenigen, die entnervt die Kommentarspalten bei Facebook und Instagram stürmen, wenn schon wieder Band X oder Band Y auf dem Festivalflyer steht.

Und bei fast jedem Festival gibt es bei fast jeder Bandankündigung enttäuschte, wütende oder hämische Kommentare. Nicht so beim Jera On Air. Die letzten Jahre waren durchweg von Line-Ups geprägt, die keine Wünsche offen ließen. Klar, für die ganz, ganz großen Namen muss man dann doch eher zu Rock am Ring gehen.

Doch innerhalb der Grenzen von Punkrock und Hardcore gibt es inzwischen auch beim Jera On Air eben diese großen Namen. Dennoch bleibt genügend Raum für junge und kleinere Bands. Dass man das Festival verlässt, ohne nicht zumindest ein, zwei persönliche Neuentdeckungen gemacht zu machen? Unvorstellbar.

Aber auch die Größten der Szene sind inzwischen regelmäßig in Ysselsteyn zu Gast. 2019 wurde nur für Parkway Drive – die auch in diesem Jahr wieder dabei sind – und deren Bühnenshow eine größere Bühne angemietet. Stichwort Bühne…

In Sachen Sound und Atmosphäre das Nonplusultra

Auch dieser Aspekt ist Geschmackssache. Doch die Tatsache, dass sich die Bühnen beim Jera On Air in Zelten befinden, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Nein, damit ist – gerade bei sehr hohen Temperaturen – nicht die stickige Luft gemeint. Vielmehr kommt auch um 12 Uhr mittags innerhalb der Zelte schnell Konzertstimmung an.

Die Gefahr anderer Festivals, dass gerade kleinere Bands auf einer hellen und viel zu großen Festivalbühne verloren wirken, besteht beim Jera On Air definitiv nicht. Und auch in Sachen Sound muss man eben nicht befürchten, dass bei Wind und Wetter nicht mehr genug beim Publikum ankommt. Wenn es dann in Sachen Sound trotzdem nicht stimmt, liegt es wohl wirklich an der Band selbst.

Wahrscheinlich gibt es noch viele andere Gründe, die für einen Trip zum Jera On Air 2023 sprechen. Aber vermutlich jetzt schon überzeugt und wollt euch lieber schon einmal mit den Bands der diesjährigen Ausgabe vertraut machen. Parkway Drive, Rancid, Papa Roach, Billy Talent – die Liste der großen Namen ist auch in diesem Jahr wieder lang. Und dann gibt es auch noch ganz besondere Highlights wie etwa die einzige Festivalshow, die Casey in diesem Jahr auf dem europäischen Festland absolvieren werden.

Übrigens: Noch sind sowohl Tickets für das gesamte Wochenende als auch Tagestickets verfügbar. Aber wartet nicht zu lange. Im letzten Jahr war das Jera On Air ausverkauft. Der Timetable für alle drei Tage ist inzwischen auch online. Worauf wartet ihr also noch – Tickets kaufen, Sachen packen und dann kann es losgehen! Tickets gibt es übrigens direkt hier!

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Foto im Auftrag von MoreCore.de: Karoline Schaefer (Cat Eye Photography)

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