
Halloween: Diese Horrorfilme und Slasher eignen sich perfekt zum Gruselfest
Ran an den blutigen Speck.
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Nicht nur nervige Kids, die irgendwie jedes Mal Süßigkeiten von uns haben wollen, sondern auch das eigentliche Halloween-Fest klopft zunehmend bedrohlicher an unsere Pforte. Und was könnte sich besser anbieten, als entweder allein (oder mit ein paar genre-liebenden Freunden links und rechts) einen gepflegten Heimkino-Abend einzulegen? Mit nahezu perfektem Timing präsentieren wir euch jetzt kurz vor den Festlichkeiten eine ganze Reihe an mehr oder minder bekannten Horrorfilmen, Slashern und Gruselfilmen, die sich einfach perfekt zu Halloween eignen. Film ab!
Halloween
Wie könnten wir DEN Horror-Klassiker überhaupt in dieser Auflistung vergessen? Im Jahre 1978 etablierte ein gewisser John Carpenter, der auch später noch mit Werken wie „The Thing“, „They Live!“ oder „In The Mouth Of Madness“ wegweisende Genre-Filme abgeliefert hat, mit vergleichsweise wenig Budget nicht nur einen gruseligen Slasher-Hit, sondern mit Michael Myers auch noch eine wahre Horror-Ikone, die sich auch Jahrzehnte danach immer noch über die Kinoleinwände meuchelt. Der Name dieses Films: Na klar, Halloween.
Über die Jahre wurden verschiedene Timelines aus dem Boden gestampft und wieder verworfen, ein Druiden-artiger Kult um Myers errichtet („The Curse of Michael Myers“), mit dato angesagten Techniken experimentiert („Halloween H20“) und, und, und. Im Kern war das zugrundeliegende Original aber ein ganz klassischer und bis heute atmosphärischer, weil eben so minimalistischer Gruselstreifen, der unglaublich viele Nachahmer zu verantworten hat – zum Guten wie zum Schlechten. Besonderes Lob gilt auch heute immer noch dem ikonischen Score von Carpenter selbst – den kennt einfach jeder.
Terrifier
Art The Clown ist der neue, angesagte Bad Guy im Slasher-Genre. Zu sehen war der sadistische Killer-Clown zwar bereits im 2011er Kurzfilm „Terrifier“ sowie zwei Jahre später im Anthology-Horrorstreifen „All Hallows‘ Eve“ – die richtige Präsenz wurde ihm aber erst im „wahren“ Terrifier von 2016 zuteil; unter anderem auch deswegen, weil man mit David Howard Thornton hier endlich den perfekten Schauspieler für einen gnadenlosen, aber stummen Mörder gefunden hatte, der allein durch seine Mimik und Körpersprache jetzt schon zu einer echten Grindhouse-Ikone geworden ist.
Das Independent-Werk pfeift auf Ratings und serviert eine Schlachtplatte, die sich gewaschen hat. Auf den ersten Blick mag das hier alles billig und schlecht geschauspielert sein (was es auch ist), aber allein durch Art The Clown ist perfekte Unterhaltung zu Halloween garantiert. P.S.: Der Nachfolger Terrifier 2 feierte kürzlich seine Premiere in den Staaten und soll alles noch einmal auf ein ganz neues Level heben, wenn man den bisherigen Meinungen Glauben schenkt.
Trick ’r Treat
Kaum ein anderer Horrorfilm glorifiziert die Halloween-Tradition so sehr wie Trick ’r Treat aus dem Jahr 2007 – und alle Figuren, die diese nicht zu schätzen wissen und mit Füßen treten, beißen eben ins Gras. Sicher stellt das „Sam“, der personifizierte Spirit des Spukfestes, der bei Nichtbeachtung notfalls auch mal selbst zur Tat schreitet und schon in der Eröffnungsszene mit einem äußerst effektivem Kill klarstellt, wie der Hase läuft.
Der Anthologie-Horror, der gleich mehrere Geschichten auftischt und sich dabei nie zu ernst nimmt, ist zwar bereits ein echter Fan-Favorit unter Genre-Kennern, sollte aber – gerade zu Halloween – noch mehr im Fokus stehen, wie wir finden. Unbedingt anschauen!
Übrigens: Ein Sequel soll sich mittlerweile tatsächlich auf dem Weg befinden. Wir drücken die Däumchen.
V/H/S, V/H/S/2 und V/H/S/94
Ein einfaches, aber grandioses Konzept: Was kommt dabei heraus, wenn sich verschiedenste Regisseure für einen Anthology-Found Footage-Streifen zusammentun, jeder seine eigene verrückte Geschichte auf Zelluloid bannt und der Vorstellung keine Grenzen gesetzt sind? Richtig, so etwas wie V/H/S. Das Prinzip ist dabei stets dasselbe: Uns werden unterschiedliche, grausame Stories serviert und das Ganze wird durch eine Art Rahmengeschichte zusammengetackert, mehr braucht es nicht – den blutigen Rest erledigen die Stories ganz allein.
Und hier haben insbesondere das Original mit „Amateur Night“, Teil zwei mit „Safe Haven“ sowie V/H/S/94 mit „The Subject“ jeweils ganz starke Segmente parat, in denen die Stärken des Subgenres vollkommen ausgereizt werden. Das Franchise kommt mittlerweile auf bereits fünf vollwertige Ableger (V/H/S/99 feierte kürzlich seine Premiere) sowie ein Spinoff namens „Siren“. Ein sechster Teil mit dem Titel V/H/S/85 erwartet uns bereits 2023 und ein Ende der kreativ-makaberen Ergüsse ist glücklicherweise noch lange nicht in Sicht.
It Follows
Kennt ihr das Gefühl, verfolgt und/oder beobachtet zu werden? Nun, dreht dieses Szenario auf 200%, dann wisst ihr, wie es Jaime aus It Follows geht. Die Arme wird nämlich nach einem verhängnisvollem One Night Stand von einer, in immer wieder anderer Erscheinung auftretenden, Entität verfolgt. Und das rund um die Uhr. Töten kann man die Präsenz nicht, das einzige Mittel, um den Fluch weiterzugeben, lautet: Mit einer anderen Person zu schlafen, um diesen weiterzugeben. Das geht freilich natürlich auch nur so lange gut, bis die vorherige Person von der Entität gefasst wurde.
Ein erbarmungsloses Konzept, effektiv verpackt mit gut platzierten Jumpscares, einem gelungenen Soundtrack und diesem ominipräsenten Gefühl, verfolgt zu werden. Das ist nicht nur Horror, das ist schier blanker Terror.
The Blair Witch Project
Noch so ein Mini-Werk, das – dank cleverem Marketing und dem dato noch unverbrauchten Found Footage-Stil – eine Riesenwelle losgetreten hat. The Blair Witch Project ist ein Kultfilm aus dem Jahre 1999, der mit gerade einmal wenigen hunderttausend US-Dollar realisiert wurde und am Ende weltweit fast 250 Millionen US-Dollar einspielen konnte.
Der Plot (drei Studenten wollen dem Mythos der Blair Witch-Hexe auf die Schliche kommen, verirren sich im Wald und werden dank übernatürlicher Vorkommnisse bis zum bitteren Ende aus diesem nicht mehr herausgelassen) sowie die Handkamera-Aufmachung könnten simpler nicht sein – dank der unbekannten, aber überzeugenden Schauspieler und der einfach gehaltenen Scares ist gerade diese Simplizität auch das ganz große Plus des Films.
Der Nachfolger Book of Shadows ist übrigens besser als sein Ruf, wenn man sich thematisch ein wenig mehr damit auseinandersetzt. Und auch Blair Witch, das „Requel“ von Adam Wingard von 2016, kann größtenteils überzeugen. Dem Original können aber beide nicht das Wasser reichen.
Weitere tolle Horrorfilme, Slasher und Gruselfilme zu Halloween
Last Shift: Atmosphärisch dichter Horrorstreifen, in der eine Polizistin eine einsame Nachtschicht hinter sich bringen muss, die sie garantiert so schnell nicht wieder vergessen wird und in der Realität und Übernatürliches zunehmend miteinander verschwimmen.
Lake Mungo: Mehr Familien-Drama als Grusel, dafür aber mit einer der wuchtigsten Gänsehaut-Momente des ganzen Genres. Bringt etwas Geduld mit – es macht sich bezahlt.
The Autopsy of Jane Doe: Keine Autopsie wie jede andere. Mit dieser Toten stimmt etwas nicht und mit jedem gesetzten Skalpel-Schnitt spitzt sich die dichte Atmosphäre weiter zu – bis zum bitterbösen Finale.
Hereditary: Kein Film für eine Party-Gruppe, dafür ein horrorhafter Grusel-Slowburner mit dramatischer Note und unheimlich überzeugenden Schauspielleistungen, unter anderem von Toni Collette.
Bild: YouTube / „Terrifier Official Trailer“


