
Das Pulp schließt: Duisburger Kult-Club verabschiedet sich für immer
Auch unsere MoreCore Party war hier zuhause.
Als Redakteurin bei MoreCore.de versorgt Laura ihre Leser:innen mit den heißesten News aus der alternativen Musikszene. Sie hat ein besonderes Faible für Deathcore, aber ihre Liebe zur Musik erstreckt sich über eine breite Palette von Genres. Seit neuestem versucht sich Laura am Schlagzeug – und geht dabei ihren Nachbar:innen gehörig auf den Keks. Immerhin geht es ab und zu auch etwas ruhiger zu, denn neben der Musik zählt Gaming zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Von Baldur's Gate 3 kommt sie seit Monaten nicht los…
Eine Ära geht zu Ende: Der Duisburger Kult-Club Pulp macht seine Pforten endgültig dicht. Ende Mai soll im ehemaligen Hochfelder Süd-Bahnhof noch ein letztes Mal gefeiert werden, bevor sich die Türen für immer schließen.
Sinkende Besucherzahlen seit der Pandemie
Wie Radio Duisburg berichtet, nennt Betreiberin Zeljka Orec rückläufige Besucherzahlen als Hauptgrund für das Aus. Die Pandemie habe das Ausgehverhalten nachhaltig verändert – viele junge Menschen blieben mittlerweile lieber zu Hause, nicht zuletzt wegen gestiegener Lebenshaltungskosten. „Für unter 20 Euro brauchst du ja gar nicht mehr loszuziehen“, so Orec.
Die letzte Veranstaltung findet am 31. Mai statt – alle verbleibenden Events bis dahin sind auf der offiziellen Website gelistet.
Pulp öffnete 1996 und bot auch der MoreCore Party ein Zuhause
Gegründet wurde das Pulp im Jahr 1996 an der Forststraße in Duisburg-Wanheim. Der Name ist eine Hommage an Quentin Tarantinos Kultfilm „Pulp Fiction“. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1999 – dessen Ursache nie abschließend geklärt wurde – zog der Club drei Jahre später an seinen heutigen Standort auf ein 3000 Quadratmeter großes Areal. Zur Wiedereröffnung strömten damals rund 4000 Gäste in den Club.
Das Pulp war über viele Jahre lang DIE Anlaufstelle für Feierwütige und Konzertfans in Duisburg und Umgebung – auch unsere MoreCore Partys fanden dort statt. Die Schließung wird eine spürbare Lücke in der lokalen Clubszene hinterlassen.


