
All That Remains-Sänger Phil Labonte: „Ohne Korn würde es die heutigen Deathcore-Bands nicht geben“
Ein großer Einfluss.
Julia L. ist die zweite Julia im MoreCore-Bunde und ergänzt das Team gerne mit Rezensionen, News, Live-Berichten sowie kleineren und größeren Schreibarbeiten. Als Germanistin aus dem schönen Hessen ist sie ständig hin- und hergerissen zwischen “da ist ein grammatikalischer Fehler im Satz!” und “am liebste tät isch de ganze Tach nur hessisch babbele”. Tippt sie nicht gerade wie wild auf der Tastatur rum, um irgendetwas zu Papier zu bringen, findet man sie gerne mit ihrem Hund im Feld oder auf Shows und Konzerten im Rhein-Main-Gebiet. Für einige Bands fährt sie aber auch gerne mal nach NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern oder Baden-Württemberg. Autofahren tut sie auch besonders gerne und hat dabei am liebsten gute Musik laufen. Leider will wegen der bei ihren Freunden verhassten “Schreimusik” kaum jemand mitfahren. Umso besser, denn dann hört niemand, wie schief sie mitsingt!
Der Einfluss von Korn auf die heutige Metal- und Rockszene ist unumstritten. Ihr Selftitled-Debüt von 1994, das dieses Jahr übrigens 30. Geburtstag feiert (jap, wir sind alt), gilt als Geburtsstunde des Nu Metal und hat die Musiklandschaft dato nicht nur verändert, sondern bis heute geprägt. Das tut auch All That Remains-Frontmann Phil Labonte in einem Talk mit Joshua Toomey Interviews Podcast neuerlich kund (via Blabbermouth).
Phil Labonte (All That Remains) hebt Einfluss von Korn hevor
Demnach betont er, dass er sich nicht sicher sei, ob vielen bewusst sei, wie groß der Einfluss der Band um Frontmann Jonathan Davis dato wirklich war. Sie spielten eine völlig neue Art von harter Gitarrenmusik, die andere unbedingt nacheifern wollten. Eine Zäsur.
„Eines der merkwürdigen Dinge war, dass Korn in den 90ern, als sie herauskamen, einen massiven Einfluss hatten, ganz klar. Ich meine, das ist offensichtlich. Aber ich weiß nicht, ob die Leute heute genau verstehen, wie einflussreich Korn damals war. Als sie aufkamen, waren Metal-Bands, die rifflastige Metal-Bands waren, so etwas wie: ‚Nun, das ist eine neue Art von heavy.‘ Und das war etwas, dem die Leute nacheifern wollten.“
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Labonte geht sogar soweit zu sagen, dass es ohne Korn die Deathcore-Bands der heutigen Zeit nicht gäbe. Auch wenn es gewisse Elemente, wie Breakdowns, auch zuvor schon gab, hat die Nu Metal-Kombo die Details damals herausgekitzelt und für die alternative Szene salonfähig gemacht.
„Ich glaub, dass es ohne Korn nicht die Deathcore-Bands gäbe, die wir heute haben. Ich glaube, sie hatten einen sehr, sehr starken Einfluss darauf, was es bedeutet, heavy Musik zu machen und was das überhaupt ist. Das Breakdown- und Downbeat-Zeug gab es schon im Death Metal und im Metal vor Korn, aber sie haben das wirklich herausgebracht. Und ich weiß nicht einmal, ob es die Metalcore-Breakdowns ohne Bands wie Korn überhaupt gäbe. Ich bin mir nicht sicher.“
Den gesamten Talk mit Phil Labonte könnt ihr euch nachfolgend zu Gemüte führen.
Korn können mittlerweile sage und schreibe 14 Studioalben ihr Eigen nennen. Die aktuelle Scheibe „Requiem“ erschien 2022.
All That Remains wollen zeitnah ein neues Album auf den Markt bringen. Die letzte Scheibe „Victim Of The New Disease“ erschien 2018. Zuletzt gab es ein paar Singles zu hören, die allem Anschein nach von besagtem neuen Album stammen. Es handelt sich um die erste LP, die seit dem Tod von Oli Herbert auf den Markt kommt.
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Bilder: YouTube / „All That Remains – Divine [Official Music Video]“ (li.) – Sarah Soria-Galvarro (soga.focus) (re.)


