
Rock am Ring 2026 - Sonntag
Mit Hollywood Undead / Breaking Benjamin / TesseracT / Set It Off / Sabaton
Konzertinfo
- Hollywood Undead / Breaking Benjamin / TesseracT / Set It Off / Sabaton

Mit Hollywood Undead / Breaking Benjamin / TesseracT / Set It Off / Sabaton
Text: Vanessa schreibt am liebsten über Geschichten, die mehr Hintergrund verdienen als nur eine Schlagzeile. Besonders zuhause fühlt sie sich zwischen Metalcore, Post-Hardcore und Alternative.
Text: Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.
Fotos: Julia, genannt "Strückerli", gewann 2015 unser Meet And Greet mit Beartooth. Nur ca. ein halbes Jahr später wurde sie bereits fester Bestandteil des MoreCore Teams und fungiert seitdem als Fotografin mit eindrucksvollem Talent. Julia packt an wo Not am Mann ist und führt auch gern mal die Kamera bei Interviews oder verschiebt Pixel und Pfade, um uns mit diversen Grafiken zu versorgen. Sie hat immer ein Lachen und ist ein Garant für gute Laune und allerhand Dad Jokes. Wenn sie nicht gerade in irgendeinem Bühnengraben herumflitzt, hosten sie und ihr Freund Jan in ihrer gemeinsamen Wohnung Bands aus der ganzen Welt, die gerade auf Tour sind und einen Schlafplatz benötigen. Auch abseits der Musik arbeitet Julia selbstständig als Fotografin und Grafikerin und verbringt möglichst viel Zeit mit ihren Freunden.
Von Bad Nerves bis Sabaton: Der letzte Festivaltag bot starke Shows, Sommerwetter und einen finalen Knall.
Sonnenschein zum Abschluss: der Sonntag bei Rock am Ring 2026 machte es einem leicht, nochmal alles zu geben. Von Bad Nerves am Vormittag bis zum Abschluss mit einem buchstäblichen Feuerwerk. Hier ist unser Rückblick auf den letzten Festivaltag.
von Maik
Sonntag und die Sonne lacht! Passend dazu gaben Bad Nerves den perfekten Auftakt für alle Fans von schnörkellosen und handgemachten Garage Punk mit ordentlich Retro-Charme. Gewohnt charismatisch gab sich Sänger Bobby Nerves und wusste die (leider) recht kleine Crowd mit wenigen Handbewegungen zu animieren. Eine kleinere Bühne und ein späterer Slot wäre sicherlich dankbarer gewesen, doch Bad Nerves haben wir sicherlich nicht zum letzten Mal am Ring gesehen.
von Helene
Nach zwei Tagen Rock am Ring-Kater gibt es wohl nichts Besseres als sich Aspirin anzumischen, sich Hollywood Undead zu geben, um dann direkt wieder loszulegen. Auf der Utopia Stage haben Hollywood Undead die Party-Stimmung direkt wieder aufleben lassen. Zwar war der Sound nach hinten hin dünn, doch da jeder mitgesungen hat, war dies kaum zu bemerken. Neben den Bangern wie „Undead” oder „Everywhere I Go” hat die Band auch „Sweet Caroline” und (zu Ehren der Ankündigung von Blink-182) „I Miss You” angestimmt.
von Maik
Nicht wenige wollten die Chance nutzen, um die Alternative Metal-Helden Breaking Benjamin endlich oder mal wieder live erleben zu können. Enttäuscht wurden Fans definitiv nicht, denn Benjamin Burnley und seine Kollegen spielten eine sehr ausgewogene Setlist mit dem Schwerpunkt auf dem „Phobia”-Album (2006), das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Musikalisch sehr wuchtig, doch die Ansagen zwischen den Songs wirkten etwas repetitiv und oberflächlich. Das ist aber sicherlich zu verschmerzen.
von Maik
Progressive Metal vom Feinsten gab es von TesseracT auf der Orbit Stage geboten. Musikalisch wie gewohnt auf allerhöchstem Niveau, doch auch visuell ließen sich die Briten nicht lumpen. Sänger Daniel Tompkins mit rotem Facepaint, dazu zwei Hintergrundsängerinnen und atmosphärische Visuals. Es wunderte nicht, dass der Anteil an Menschen mit Sleep Token-Shirts hier überproportional hoch vertreten war.
von Maik
Im Windschatten von Iron Maiden, die zeitgleich auf der Utopia Stage abrissen, spielten A Perfect Circle eine gewohnt mitreißende, fast hypnotisierende Live-Show. Sänger Maynard James Keenan hielt sich bewusst im Hintergrund, während Gitarrist Billy Howerdel immer wieder Ausflüge nach vorne machte und den Kontakt zum Publikum suchte.
Dabei kamen gerade Fans der „Thirteenth Step”-Platte (2003) voll auf ihre Kosten, wobei die Band unter anderem auch den „All Main Courses”-Mix von „3 Libras”, sowie die brandneue Single „Starless” spielte. Gepaart mit den elektrisierenden und teils überwältigenden Visuals boten A Perfect Circle sicherlich einen der Highlight-Auftritte – wenn man sich drauf einlassen konnte.
von Vanessa
Wer am Sonntagabend noch einmal eine Lektion in Sachen Crowd-Control erleben wollte, war bei Set It Off auf der Orbit Stage mehr als richtig. Frontmann Cody Carson forderte auf zu Klatschen, die Arme zu schwenken, zu Rudern, zum Mosh- und Circle Pit. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und machte trotz eines bereits kräftezehrenden Festivalwochenendes begeistert mit.
Das Bühnenbild blieb auf der kleinsten Bühne von Rock am Ring erwartungsgemäß eher schlicht. Dafür sorgte die tief stehende Abendsonne für die passende Kulisse. Musikalisch funktionierte die Show bestens. Mit ihrer Mischung aus Pop-Punk und Alternative Rock lieferten Set It Off genau die Art von Set, die das Publikum zu dieser Uhrzeit noch einmal aus der Reserve lockte.
von Maik
Sabaton sind ein absolutes Phänomen und für viele nicht wirklich greifbar, während Fans die Band regelrecht vergöttern. Power Metal und auch der Themenschwerpunkt rund um historische Kriege und Schlachten sind sicherlich nichts für jeden, doch – und das muss ich leider zugeben – die Skandinavier fahren eine wirklich krasse und unterhaltsame Live-Show auf, dass man sich schnell beim Mitschunkeln erwischt. Dabei muss man kein Fan sein, um zuzugeben, dass das schon ziemlich gut umgesetzt ist, was Sabaton da präsentieren. Und so endete das diesjährige Rock am Ring-Festival mit einem Feuerwerk, im wahrsten Sinne des Wortes.
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