
Rodney ist unser wandelndes Musiklexikon. Als Drummer in seinen eigenen Bands sowie aushilfsweise dort, wo gerade Not am Manne ist, hat er zudem ein ausgeprägtes rhythmisches Verständnis. Apropos Rhythmus: Es ist uns schier unbegreiflich, wie er seine Tätigkeiten als Musiker, Booker, Redakteur und Photograph für drei Magazine, freier Journalist, Masterstudent, Food-Blogger, Wein-Connaisseur, Bowle-Barista, Freund und Liebhaber in seinem Tagesablauf untergebracht bekommt. Apropos Wein: Ein Best-of Rodneys wochenendlicher Sprachnachrichten ist zwar nicht geplant, aber auch nicht unwahrscheinlich.
“In Cauda Venenum” ist möglicherweise das Opeth-Album, das sich viele gewünscht haben. Statt einer Repetition dessen, was auf „Heritage“ angefangen, auf „Pale Communion“ weitergespinnt und auf „Sorceress“ ausgeschlachtet wurde, fokussieren sich auf die „progressive“, bzw. technische Seite ihrer Musik, bleibem irgendwie ihrem Retro-Sound treu, fassen aber auch neue Elemente in ihren Blick. So ist „In Cauda Venenum“ das wohl spannendste Opeth-Album der letzten Jahre und sorgte am 14.11 nicht zufällig für ein fast-ausverkauftes Konzert in Wiesbaden.
