
YOB
Text: Rodney ist unser wandelndes Musiklexikon. Als Drummer in seinen eigenen Bands sowie aushilfsweise dort, wo gerade Not am Manne ist, hat er zudem ein ausgeprägtes rhythmisches Verständnis. Apropos Rhythmus: Es ist uns schier unbegreiflich, wie er seine Tätigkeiten als Musiker, Booker, Redakteur und Photograph für drei Magazine, freier Journalist, Masterstudent, Food-Blogger, Wein-Connaisseur, Bowle-Barista, Freund und Liebhaber in seinem Tagesablauf untergebracht bekommt. Apropos Wein: Ein Best-of Rodneys wochenendlicher Sprachnachrichten ist zwar nicht geplant, aber auch nicht unwahrscheinlich.
Fotos: Jimmy Hubbard
Es gibt Konzerte, auf die man sich freut, sobald sie angekündigt werden. Kennt ihr das? So ging es mir mit Yob, die ich nach ihrem letzten Album „Our Raw Heart“ sehr zu schätzen lernte. Auf den wenigen Dates ihrer Sommertour verzichteten die US-Amerikaner auf einen festen Support, weshalb die Mainzer Doom Metal-Band Morasth den Opener-Slot übernahm.
Aufgrund zeitlicher Knappheit kann ich leider nichts über Mosrath berichten, da ich erst kurz vor Ende des Sets an der Venue ankam. Den Zuschauern zu entnehmen, waren Morasth aber ein würdiger Support, der den Abend gut eröffnete und musikalisch auf das einstimmen konnte, was nun folgen sollte.
YOB füllen den Raum mit Klang
Die Bühne stand voller Verstärkern, denn obwohl Yob nur zu dritt unterwegs sind, wissen sie ihren Sound verdammt fett umzusetzen. Eine Gitarre, ein Bass, Schlagzeug und Gesang. Mehr braucht es nicht für den Sound, den Yob darbieten. Glücklicherweise gehört das Kesselhaus in Wiesbaden zu meinen absoluten Lieblingslocations was den Sound betrifft und auch dieser Abend sollte mich in dieser Annahme bestätigen. Etwa zwei bis drei Meter vor der Bühne waren die Bässe bestens zu spüren, während der generelle Mix verdammt präzise abgemischt war und nichts vermissen ließ.