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Taylor Acorn live
Home›Live
Bericht + Fotos

Taylor Acorn

01. Mai 2026·YUCA
Text: Mauritz Hagemann/Fotos: Bea Zepp/4 Min.
M

Text: Mauritz Hagemann

B

Fotos: Bea Zepp


Die erste Headliner-Tour in Deutschland.

Pünktlich zum 1. Mai ist das frühsommerliche Wetter in Deutschland angekommen. Zwar nur für einen Kurzbesuch, aber immerhin. Das gute Wetter treibt auch im Kölner Szene-Stadtteil Ehrenfeld jede Menge Leute nach draußen. Wer Sonnenschein pur und Temperaturen jenseits der 20 Grad Celsius schon um 18.30 Uhr gegen die stickige Luft im Yuca eintauscht, muss gute Gründe haben. Taylor Acorn, die mit ihrer Tour zum neuen Album "Poster Child" ist aber definitiv ein solcher Grund. Die Singer-Songwriterin aus Nashville, Tennessee ist auch hierzulande längst keine Unbekannte mehr und hat sich unter anderem durch Shows bei den Festival-Zwillingen Hurricane und Southside 2023 einen Namen gemacht. Erst Anfang des Jahres war Taylor Acorn zudem als Support für All Time Low unterwegs. Im Yuca sind an diesem Abend sicher auch einige Fans dabei, die sie vor wenigen Monaten im Palladium für sich gewinnen konnte.

wilt aus Los Angeles beginnen den Abend

Den Anfang machen zur – selbst für einen Feiertag – grenzwertig frühen Uhrzeit wilt aus . Das musikalisch irgendwo zwischen und beheimatete Quartett kommt von Anfang sehr sympathisch rüber. Das wird auch vom Publikum honoriert, wenngleich eine gewisse Distanz feststellbar bleibt. Vielleicht ist die Band um Sängerin dann doch etwas zu alternativ angehaucht, um die Fans von auf ihre Seite zu ziehen. Das gelingt dann aber doch noch sehr gut, als Gitarrist gegen Ende des Sets in ziemlich gutem Deutsch zum Mitsingen auffordert. Die beim Schüleraustausch erworbenen Sprachkenntnisse brechen das Eis schließlich doch. Und so dürfen wilt die knapp vierzigminütige Show schließlich auch in Sachen Animation als Erfolg verbuchen – musikalisch hatte die Band ohnehin überzeugt.

Konzertinfo

Band
Taylor Acorn
Support
wilt
Datum
01. Mai 2026
Venue
YUCA

Taylor Acorn

USA
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Nach ziemlich kurzer Umbaupause, die angesichts der schon erwähnten stickigen Luft wie gerufen kommt, startet um 19.30 Uhr endlich Taylor Acorn. Die Stimmung im Publikum schießt direkt nach oben. Daran kann auch der vor allem zu Beginn etwas sehr dumpfe Sound nichts ändern. Der Club im Bahnbogen unterhalb des Bahnhofs Ehrenfeld ist zwar architektonisch und atmosphärisch ein Highlight. Die Akustik kommt aber irgendwann an ihre Grenzen. Erschwerend hinzu kommt an diesem Abend, dass Taylor Acorn erklärt, unter den Folgen einer Erkältung zu leiden. Und tatsächlich klingt ihre Stimme angeschlagen, aber immer noch gut genug, um zu einer gelungenen Show beizutragen.

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Diese etwas widrigen Umstände machen Taylor Acorn, die von einem Schlagzeuger und  einem Gitarristen begleitet wird, durch eine von der ersten bis zur letzten Sekunde energiegeladene und rundum positive Show wieder wett. Der Schwerpunkt der Setlist liegt wenig überraschend auf dem im letzten Jahr erschienenen Album „Poster Child“. Die Auswahl der Songs lässt zudem zu, dass die Sängerin sowohl ihre musikalische als auch insbesondere ihre stimmliche Bandbreite voll ausnutzen kann.

Kurzes Set mit vielen Highlights

Während viele Songs ungeachtet der oft schwermütigen Texte musikalisch viele positive Vibes versprühen, wird es in „Home Videos“ auf der Reise in die Kindheit Taylor Acorns richtig sentimental. Der darauffolgende Song „Crashing Out“ macht jegliche aufkommende Melancholie aber schnell wieder zunichte. Und zum Finale der mit genau einer Stunde knapp bemessenen Setlist werden mit „Shapeshifting“ und „Psycho“ noch einmal zwei absolute Fan-Lieblinge zum Besten gegeben. Die Stimmung im Yuca bleibt zwar kontrolliert, aber sehr freudig und dankbar. So viele strahlende Augenpaare wie an diesem Abend sieht auch bei Konzerten selten. Dass man bei diesem Wetter zwei Stunden im Yuca verbracht hat, bereut wohl niemand. Taylor Acorn selbst sicher am Wenigsten – zeigt sie sich doch immer wieder ehrlich und authentisch gerührt über den Zuspruch. Wenn sie noch ein drittes Mal in diesem Jahr nach Deutschland käme, hätte wohl niemand etwas dagegen. Ganz im Gegenteil!

Galerie

Taylor Acorn Fotos

9 Fotos/Foto: Bea Zepp
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