
Text: Kevin stellt den nördlichen Teil von MoreCore dar. Seitdem er zum Team gestoßen ist, ist er fester Teil der Redaktion und wird liebevoll "Redaktionsrambo" genannt, da er einfach überall am Start ist. Seien es Reviews, Konzert-Berichte, Interviews oder Unterstützung im MoreCore.TV Team, Kevin ist gerne dabei. Ursprünglich im Hardcore und Punkrock zu Hause, interessiert er sich für die unterschiedlichsten Genre und entdeckt gerne neue Künstler. Wenn es für MoreCore gerade einmal nichts zu tippen gibt, nimmt er auch selbst die Gitarre in die Hand und schrammelt etwas vor sich hin. Neben der Musik, Festivals und Konzerten begeistert Kevin sich für American Football und schlägt sich dafür mit Freude die ein oder andere Nacht um die Ohren.
Fotos: Damals noch für den eigenen Musikblog geschrieben, entschied sich Maik 2015 bei MoreCore anzuheuern und nahm unseren Jonas gleich mit. Mittlerweile kümmert er sich als Redakteur um den Bereich "Features und Interviews", legt auf unseren MoreCore Partys auf, betreibt mit Linn unseren Podcast "Kerngeschäft" und ist auch immer mal wieder vor der Kamera bei MCTV zu sehen. Im Team gilt er insgeheim als das sympathische Multitalent. In seiner Freizeit sammelt er Schallplatten, schaut so ziemlich jedes Fußballspiel und isst für sein Leben gerne Pizza.
Gute Laune tanken!
Man wusste nicht ganz, was es für ein Abend werden würde, als man am 08. März 2023 das Hamburger Headcrash betrat. Die sonnigen Australier, Dune Rats, hatten geladen. Mit im Schlepptau, das ebenfalls aus Brisbane stammende Quartett Beddy Rays. So wurde das Publikum beinahe unruhig, als die Location bis kurz vor Beginn des Supports noch recht leer erschien. Ein Aufatmen gab es dann, als die Hamburger Dune Rats-Fans Pünktlichkeit bewiesen und sich der Raum zum Vorband-Beginn mit einem äußerst diversen und gut gelaunten Publikum füllte.
Beddy Rays: Wer supportet hier eigentlich wen?
Bereits mit den ersten Akkorden tobte das Publikum. Dabei zeigte die Crowd, dass sie definitiv textsicher war und viel mehr noch, dass sie feiern wollte. Dafür lieferten die Beddy Rays definitiv den richtigen Soundtrack. Der positive Surf-Rock bzw. Punk heizte der sich füllenden Venue ordentlich ein und ohne, dass die Dune Rats die Bühne betreten hatten, fühlte es sich so an, als wäre der Main-Act des heutigen Abends bereits auf der Bühne.
Die Resonanz aus dem Publikum nahm die Band gleich auf, sodass sich in kürzester Zeit eine intensive Dynamik entwickelte, die beste Laune verbreitete. Dadurch entstanden Szenen, die es nicht allzu häufig auf Konzerten zu betrachten gibt. Sei es, dass vor dem letzten Song AC/DCs „Highway To Hell“ angespielt wurde und das Publikum sogar bei diesem Song mitging (seien wir ehrlich, wie viele Bands haben sich mit solchen Einlagen live bereits die Finger verbrannt?).
Oder dass der letzte Refrain des letzten Songs gesanglich im Duett mit einem Fan beendet wurde. Dieser hatte sich einfach auf die Bühne gesellt und trällerte den Refrain am Mikrofon mit. Es war diese positive Willkür, die diesen Auftritt besonders machte.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Maik Krause
Dune Rats: Kann die Band diesen Auftritt noch toppen?
Potenzielle Zweifel, ob die Show der Dune Rats an die der Beddy Rays anknüpfen konnte, waren berechtigt. Sie wurden hingegen innerhalb des ersten Songs ad acta gelegt. Die Australier griffen die Euphorie des Publikums auf und steigerten diese innerhalb von Sekunden. Der Saal vibrierte, das Publikum war in Bewegung und sang beinahe jeden Song problemlos mit. Dabei beschränkte sich das Trio auf sehr kurzgehaltene Ansagen und spielte dafür eine beachtliche Setlist.
Auch bei den Dune Rats spielten sich beinahe skurrile Szenen ab, die bewiesen, das ein jeder hier seine eigene kleine Party feierte. Seien es die beiden Dudes, die sich an der Bar, während des Konzerts, kennenlernten und sich daraufhin (gefühlte) Stunden ihre Liebe gestanden, oder die Gruppe, die das gesamte Konzert über mit einem Freund einen Videocall führte. Ein Blick in die Gesichter verriet, dass hier jede*r den Abend genoss.
Fotos im Auftrag von MoreCore.de: Maik Krause
Was bleibt nach so einem Abend noch zu sagen? Wenn ihr einmal dem Alltag entfliehen und den Kopf ausschalten wollt, oder wenn ihr einfach eine Portion guter Laune benötigt: Schaut euch diese Bands live an! Handgemachte Musik, Spaß, Unkontrollierbarkeit und wunderschöne Momente.