
Live bei: Europa-Tour 2026
Mit A Day To Remember / Don Broco

Mit A Day To Remember / Don Broco
Julia, genannt "Strückerli", gewann 2015 unser Meet And Greet mit Beartooth. Nur ca. ein halbes Jahr später wurde sie bereits fester Bestandteil des MoreCore Teams und fungiert seitdem als Fotografin mit eindrucksvollem Talent. Julia packt an wo Not am Mann ist und führt auch gern mal die Kamera bei Interviews oder verschiebt Pixel und Pfade, um uns mit diversen Grafiken zu versorgen. Sie hat immer ein Lachen und ist ein Garant für gute Laune und allerhand Dad Jokes. Wenn sie nicht gerade in irgendeinem Bühnengraben herumflitzt, hosten sie und ihr Freund Jan in ihrer gemeinsamen Wohnung Bands aus der ganzen Welt, die gerade auf Tour sind und einen Schlafplatz benötigen. Auch abseits der Musik arbeitet Julia selbstständig als Fotografin und Grafikerin und verbringt möglichst viel Zeit mit ihren Freunden.
Draußen knapp 35 Grad, drinnen rund 4.000 Fans: A Day To Remember und Don Broco machten das ausverkaufte Kölner Palladium zu einem der schweißtreibendsten Tourstopps des bisherigen Sommers.
Wer am Mittwochnachmittag in Köln unterwegs war, dürfte beim Blick aufs Thermometer kurz geschluckt haben. Knapp 35 Grad, ein ausverkauftes Palladium und zwei Bands, die eigentlich immer abreißen: Es war klar, dass dies ein schweißtreibender Abend wird. Überraschend: Es war in der Halle zunächst deutlich angenehmer als erwartet. Das hat aber dann natürlich nicht lange angehalten.
Den Auftakt machten Don Broco aus Bedford. Die Briten werden nicht umsonst von fast der ganzen MoreCore Redaktion geliebt. Ihr eigener Mix aus Alternative Rock, Nu Metal und Post-Hardcore beweist live auch immer wieder, wieso diese Band so eine Ausnahmeerscheinung ist. Und der Raum hat sie auch gefeiert.
Allerdings musste die Band auf Gitarrist Si Delaney verzichten. Vertreten wurde er von Hattie Moran, die unter anderem bereits mit RØRY auf Tour unterwegs war. Davon war auf der Bühne allerdings nichts zu merken. Moran fügte sich nahtlos ins Line-up ein.
Für einen besonderen Moment sorgte Frontmann Rob Damiani, als er erzählte, dass ihre erste große Supportshow überhaupt einst für A Day To Remember in Manchester stattfand. Jahre später wieder gemeinsam auf Tour zu sein und erneut den Support übernehmen zu dürfen, sei für die Band ein echter "Full Circle Moment".
Dass beide Bands aktuell gemeinsam unterwegs sind, ist dem europäischen Festivalsommer zu verdanken. Während Don Broco Anfang Juni noch bei Rock am Ring spielten, waren A Day To Remember erst am vergangenen Wochenende beim Hurricane Festival und auch für einen Song beim Southside Festival zu Gast. Zwischen den Festivalterminen stehen immer wieder Clubshows auf dem Plan. So auch diesen magischen ausverkauften Abend in Köln.
Mit "The Downfall Of Us All" gab es anschließend für A Day To Remember den perfekten Start. Schon beim legendären Intro sang das komplette Palladium mit, Circle Pits öffneten sich und die ersten Crowdsurfer ließen nicht lange auf sich warten. Die anfangs noch angenehmen Temperaturen waren spätestens jetzt Geschichte.
Auffällig war außerdem die große Gruppe Fans hinter Schlagzeuger Alex Shelnutt. Ausgewählte Besucher konnten das Konzert direkt auf der Bühne verfolgen. Ein ungewöhnliches Bild, das der Show eine andere Atmosphäre verlieh.
Auch die Setlist ließ kaum Wünsche offen. Klassiker wie "All I Want", "Have Faith In Me", "2nd Sucks" oder "Mr. Highway's Thinking About The End" sorgten für kollektive Eskalation. Gleichzeitig zeigte die Band mit "All My Friends" und "Flowers" vom aktuellen Album "Big Ole Album Vol. 1", dass auch das neue Material längst seinen festen Platz im Liveprogramm gefunden hat.
Natürlich durfte auch der obligatorische "Zugaben-Moment" nicht fehlen, beziehungsweise eben doch. Frontmann Jeremy McKinnon scherzte darüber, dass viele Bands von der Bühne gehen, nur um wenige Minuten später wiederzukommen. "Scheiß auf Zugaben", lautete seine sinngemäße Ansage. Stattdessen blieb die Band einfach stehen und spielte direkt weiter.
Jeremy sorgte, mit Akustikgitarre gewappnet, mit "If It Means A Lot To You" für einen emotionalen Höhepunkt des Abends. Mit "All Signs Point To Lauderdale" beendeten 4000 lautstark singende Fans die heutige Show. Am Ende blieb ein Konzertabend, der eindrucksvoll zeigte, warum A Day To Remember auch nach mehr als zwei Jahrzehnten zu den stärksten Livebands ihres Genres gehören.
Galerie
Galerie


