
Als ENTER SHIKARI ihre Tour durch Europa ankündigten, war die Vorfreude unter den Fans und der Run auf die Tickets groß. Ebenso stieg die Erwartungshaltung in das Unermessliche. Konzerte von ENTER SHIKARI gelten schließlich als legendär und die Wenigsten werden von einer wirklich schlechten Show der britischen Band berichten können. Doch der Auftritt in Berlin am 24. März wurde nicht nur zu einem kompletten Erfolg, sondern bot auch extrem viel Abwechslung und Atmosphäre, die sich in dem folgenden Text nur schwer wiedergeben und zusammenfassen lässt.
Bevor an diesem Abend der Headliner auf das Publikum losgelassen wurde, durfte natürlich eine Vorband ran. Schon im Vorfeld schien es klar, dass eine Gruppe wie ENTER SHIKARI, die mehrere, komplett unterschiedliche Genres auf einzigartige Weise vereint, kaum einen ebenso abwechslungsreichen Opening Act mitbringen kann. Doch die Wahl fiel auf MODESTEP, die für einen intensiven Mix aus Drum and Bass, Reggae/Hiphop, elektronischem Rock und vor allem Dubstep stehen, und damit zumindest eine gewisse Vielfalt garantieren.
Die vier Londoner stürmten um 20 Uhr auf die Bühne und hatten die Gunst des Publikums von Anfang an auf ihrer Seite. Es war überraschend, wie sich bereits um kurz nach 8 ein ordentlicher Moshpit vor der Bühne bildete.
MODESTEP hatten eine bunte Mischung an Songs von ihren beiden Alben „Evolution Theory“ sowie „London Road“ dabei. Die Truppe brachte an diesem Abend erstmals eine große Masse vor der Bühne zum Schwitzen und den Boden vom Huxleys Neue Welt zum Schwingen. Fans von ENTER SHIKARI, die mit dem überwiegend elektronischen Geknüppel wenig anfangen konnten, tranken währenddessen in Ruhe ihr Bier und schauten sich das Spektakel aus der Entfernung an. Insgesamt lieferten MODESTEP eine sehr stimmungsvolle Show ab und brachten dabei erstaunliche viele Zuschauer zum Mitfeiern. Um 20.45 räumten sie schließlich unter tosendem Beifall die Bühne – allerdings nicht, ohne dass die Fans eine Zugabe forderten. Doch ihr Wunsch blieb unerfüllt und der Weg war frei für den Headliner des Abends.

